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Thripse an Zimmerpflanzen

Schlagworte zu diesem Artikel:
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Thripslarven auf einem Kroton-Blatt Thripslarven auf einem Kroton-Blatt An Zimmerpflanzen ist häufig, be­sonders im Winterhalbjahr, ein Schadbild zu beobachten, das einen Spinnmilbenbefall vermuten lässt. Betroffen sind in erster Linie Grünpflanzen wie Zwergpalmen, Kroton oder Gummibäume, aber auch an Flamingoblumen und anderen Blütenpflanzen erscheinen die Blätter blassgelblich oder grau, bei manchen Pflanzen auch silbrig.

Mit Hilfe einer Lupe kann man sehen, dass die Blattoberfläche eine Vielzahl winziger Einstiche aufweist, wie sie für einen Spinnmilbenbefall typisch sind. Findet man auf den Blättern, hier bevorzugt auf den Unterseiten, aber kei­ne Spinnmilben, so liegt die Vermutung nahe, dass Thripse für den Schaden verantwortlich sind.

In diesem Fall sind die grauen Tiere mit den hellen Querbinden oder ihre fast farblosen Larven auf den Pflanzen zu finden. Allerdings treten Thripse nicht wie Spinnmilben in Massen auf und sind daher manchmal nur mit Mühe aufzuspü­ren.

Thripse, die auch als Blasenfüße oder Fransenflügler bezeichnet werden, saugen, genauso wie Spinn­milben, den Saft aus den Zellen der Pflanzenhaut. In die ausgesaugten Zellen dringt Luft ein. Es verwundert daher nicht, dass die Schadbilder sich ähneln.

Im Sommerhalbjahr findet man ganz ähnliche, nadelstichartige Aufhellungen auch an vielen Stauden und Gehölzen. Hier sind meist nicht Spinnmilben oder Thripse die Schadursache, sondern Vertreter aus der Gruppe der Zikaden. Am bekanntesten dürften die Schäden an Rosen sein.

Aus der Insektengruppe der Thrip­se gibt es viele verschiedene Arten. Lästig werden im Sommer die schwarzen, als Gewitterfliegen bezeichneten Thripse, die bevorzugt auf Getreide und Gräsern le­ben. Im Garten führt ein Befall mit dem Zwiebelthrips an Zwiebeln und Lauch zu einer silbrig grauen Verfärbung an den Blättern.

Es gibt aber auch Räuber, die wiederum pflanzenschädigende Thripsarten fressen. So bietet z.B. der Nützlingslieferant Sautter & Stepper den räuberischen Thrips mit dem zoologischen Namen Frank­linothrips vespiformis zur Bekämpfung von Schadthripsen an.

An Zimmerpflanzen ist haupt­säch­lich der Drazänenthrips zu finden. Er fühlt sich in trockenen Räumen wohl.

Stellt man befallene Zimmerpflanzen im Frühjahr und Sommer in den Garten oder auf die Terrasse, verschwinden die Tiere sehr bald. Auch die hohe Luftfeuchte in Wintergärten oder Gewächs­häusern sagt dem Drazänenthrips nicht zu, hier können allerdings andere Thripsarten Probleme bereiten.

In der kalten Jahreszeit oder bei besonders wärmeliebenden Pflanzen, die das Sommerquartier im Garten nicht vertragen, wird man zur Bekämpfung auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nicht verzichten können (siehe Tabelle).

Am besten setzt man Präparate zum Spritzen oder Sprühen ein, da Gießmittel, Granulate und Stäbchen im Winterhalbjahr häufig nicht ausreichend wirken.

Zur biologischen Bekämpfung an Zimmer- und Kübelpflanzen in Wohn- und Büroräumen werden Florfliegenlarven und Raubmilben angeboten. In Wohnräumen sind diese Nützlinge allerdings häufig nicht ausreichend aktiv, um Thripse zufriedenstellend zu bekämpfen.

Christoph Hoyer

Informationen zu Nützlingen so­wie Bestellmöglichkeiten finden Sie im Internet z.B. unter:

 


 

Anwendungsfertige Mittel zur Bekämpfung von Drazänenthripsen
 

Mittel
Wirkstoffe
Firma
„Zierpflanzenspray Lizetan“ Imidacloprid + Methiocarb Bayer Garten
„Spinnmilbenspray“ Imidacloprid + Methiocarb Bayer Garten
„Schädlingsfrei Careo Spray“ Acetamiprid Scotts-Celaflor
„Axoris Zierpflanzen-Spray“ Thiamethoxam + Abamectin Compo
„Pyreth Zierpflanzenspray“ Pyrethrine Stähler
„Raptol Schädlingsspray“ Pyrethrine + Rapsöl Neudorff
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