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Im Portrait: Rosenschädlinge

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BlattläuseFoto: Hilfert Blattläuse

Blattläuse

Überwiegend an jungen Pflanzenteilen sitzen vor allem im Frühjahr und Frühsommer Kolonien von grünen Blatt­läu­sen, die sich bei warmer und trockener Witterung besonders stark vermehren. Durch die Saugtätigkeit kommt es zu Wachs­tums­hem­mun­gen und Verkrüppelungen der Blätter, Triebe und Knospen. Außerdem siedeln sich auf den zuckerhaltigen Ausscheidungen der Blattläuse (Honigtau) Schwärzepilze (Rußtau) an, die bei  starkem Befall die Assimilationstätigkeit der Blätter beeinträchtigen können. Zur  Bekämpfung der Wintereier der Blattläuse kann vor Austrieb eine Spritzung mit Mineralöl-Produkten (z.B. Promanal Neu) oder Rapsöl-Präparaten (z.B. Schädlingsfrei Naturen)  erfolgen. Eine Bekämpfung vorhandener Läuse und Zikaden ist mit Py­re­thrum-Mitteln (z.B. Spruzit Schäd­lings­frei) oder Neudosan Neu möglich.


Rosenzikaden

Blattschäden durch RosenzikadenFoto: Hilfert Blattschäden durch Rosenzikaden Auf den Blättern sieht man zunächst vereinzelte, im Laufe der Zeit zahlreicher werdende  kleine, weiße Sprenkel. Verursacht werden diese Schäden durch die Saugtätigkeit einer etwa 3 mm langen, gelbgrünen, breitköpfigen Zikade, die meist blattunterseits sitzt. Bei Berührung der Pflanze springt diese auf und fliegt davon. Die Rosenzikade bringt jährlich zwei  Generationen hervor. Die Überwinterung erfolgt im Eistadium. Eine Bekämpfung ist meist nicht erforderlich, ansonsten wirken auch hier die bei der Rosenblattlaus genannten Produkte.

RosenblattrollwespeFoto: Hilfert Rosenblattrollwespe

Rosenblattrollwespe

Die bis zu 5 mm lange Wespe legt von Mai bis Anfang Juni an den Blättern der Rosen ihre  Eier ab. Bei befallenen Blättern rollen sich die Blatthälften zur Mittelrippe hin auf. Hierin geschützt fressen die zunächst weißlichen, später hellgrünen Larven in den Blattrollen. Diese vergilben mit der Zeit und fallen ab. Das baldige Abpflücken befallener Blätter vor dem  Verlassen der Larven reicht als Gegenmaßnahme in der Regel aus.



Rosentriebbohrer

Schadbild eines RosentriebbohrersFoto: Hilfert Schadbild eines Rosentriebbohrers Der Rosentriebbohrer ist eine Blattwespenlarve, die sich im Frühjahr in den jungen Austrieb der Rose einbohrt und dort das Mark herausfrisst. Als Folge kommt es zum Absterben der befallenen Triebspitzen. Das Herausschneiden der welkenden Triebspitzen – bevor die Larven den Trieb verlassen haben – reicht als Gegenmaßnahme in der Regel aus.

Gregor Hilfert
Pflanzenschutzdienst Hamburg


 

 

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei der Pflanzenschutzberatung des Pflanzenschutzdienstes Hamburg

montags 12–16 Uhr und
freitags    8–12 Uhr oder

telefonisch unter 0 40/4 28 41-5220
oder per Mail: gregor.hilfert@bwa.hamburg.de


Bitte beachten Sie vor dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln die aktuelle Zulassungsssituation.

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