• Gartenpraxis
  • Pflanzenschutz
  • Schädlinge

Feuerwanzen und andere Lästlinge

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Feuerwanzen
  • Lästlinge
  • Linden
  • Kellerasseln
  • Ameisen
  • Fraßschäden
  • Dörrobstmotte

FeuerwanzenFoto: Hoyer Feuerwanzen sind nicht schädlich, aber lästig Neben den echten Pflanzenschädlingen verursachen auch andere Tiere im Garten immer wieder Ärger oder zumindest Erstaunen. Diese Gruppe bezeichnet man als Lästlinge.

Ein typisches Beispiel sind die auffällig rot-schwarz gefärbten Feuer­wan­zen, die sich oft schon bei den ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühjahr in großer Anzahl auf warmen Steinen oder an den Stämmen von Bäumen zeigen. Wie auch im zurückliegenden Sommer zu be­o­bach­ten war, gibt es dann ein regelrechtes Massenauftreten dieser harmlosen Tiere, bei denen tausende von Wanzen auf Steinen oder an den Stämmen von Bäumen zu finden sind.

Die Feuerwanzen schädigen weder unsere Gartenpflanzen noch sind sie für uns Menschen gefährlich. Sie ernähren sich einerseits von Pflanzensaft und andererseits von toten Insekten. Besonders beliebt sind bei ihnen Lindensamen, weshalb sie unter Lindenbäumen be­son­ders häufig anzutreffen sind.

Andere, häufiger auftretende Lästlinge sind Kellerasseln und Ameisen. Die grauen Kellerasseln finden sich im Garten gern im Kompost und in seiner Nähe. Die grauen Tiere, die zur Gruppe der Krebse gehören, ernähren sich von modernden Pflanzenteilen.

Nur in seltenen Fällen fressen sie auch fri­sches Pflanzengewebe an. So sind sie im Winter ge­le­gent­lich an gelagertem Obst oder Gemüse zu finden, das sie aber nur in Einzelfällen annagen. Auch die sommerlichen Fraßschäden, beispielsweise an Gurken, sind eigentlich zu ver­nach­lässi­gen.

Probleme bereiten Asseln, wenn sie in großen Mengen in Gartenhäuser, Keller oder auch Wohn­räu­me einwandern. Dort erregen sie oftmals ähnlichen Ekel wie Spinnen.

Genau genommen sind die Tiere harmlos. Sie übertragen keine Krankheitserreger auf Mensch oder Haustier und zerstören in der Wohnung auch keine Lebensmittelvorräte oder Einrich­tungs­ge­gen­stän­de. Trotzdem empfinden viele Mensche diese tierischen Eindringlinge als äußerst unan­ge­nehm.

Auf den Einsatz von Mitteln, wie sie gegen Haushaltsschädlinge und Ungeziefer angeboten werden, sollten Sie in der Regel verzichten. In den meisten Fällen ist der Besen oder Staubsauger effektiver und garantiert ungefährlich für alle Bewohner.

Die im Garten vorkommenden Ameisen gehören ebenfalls eher zu den Lästlingen, da sie die Pflanzen nicht durch Fraß schädigen. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass durch die Grabaktivitäten der Tiere Pflanzen gelockert werden und kümmern oder gar vertrocknen. Manchmal werden die Pflanzen durch die Nestbauaktivitäten regelrecht mit Erde zugeschüttet.

Eher selten kommt es auch zu einem Massenauftreten von unbekannten kleinen Tierchen in Wohnräumen. Die Fliegen, Mücken oder Käfer sind in den meisten Fällen harmlose Lästlinge. In einigen Fällen kann es sich aber auch um so genannte Vorratsschädlinge wie die Dörrobstmotte oder um holzzerstörende Käfer handeln.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob es sich um ungefährliche Lästlinge oder um Schädlinge an Nahrungsmitteln oder der Bausubstanz handelt, können Sie die Tiere bei den Pflanzen­schutz­dienst­stellen bestimmen lassen. Dort erhält man auch fachkundige Hinweise für eine eventuell notwendige Bekämpfung.

Christoph Hoyer

Online-Seminar am 13.05.2026

Blattgemüse (fast) das ganze Jahr

Salat, Spinat und Co. – Expertin Christel Rupp verrät Ihnen:
► wie Sie den Anbau für das Jahr planen
► geeignete Arten und Sorten für jede Jahreszeit
► wie Sie für eine lange Ernte gestaffelt aussäen
► Hilfsmittel um die Saison zu verlängern
► wie Sie Ernten und die Pflanzen pflegen
+ Am Ende beantwortet Christel Rupp Ihre individuellen Fragen zum Anbau von Blattgemüse.

Alle Infos & Anmeldung

Was liegt an im Gemüsegarten?

Gemüsegarten April

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den April.

mehr…

Unsere Gartenschätze

Im Fokus: Gartenschätze

Sie sind auf der Suche nach Besonderheiten für Ihren Garten? Dann schauen Sie sich doch mal unsere Gartenschätze an. 

mehr…

Gartenfreund Spezial - Wildbienen

„Gartenfreund Spezial“: Wildbienen

Eine Ausgabe „Gartenfreund Spezial“ mit nur einem Thema: Wildbienen!

Alles Wissenswerte zu den spannenden und schützenswerten Insekten. Vom Erkennen der unterschiedlichen Arten bis hin zu praktischen Tipps, wie man ihnen im eigenen Garten eine Heimat bieten kann.

Ideal auch für Schulungen und Lehrgänge.

Alle Infos & Bestellung

Was liegt an im Obstgarten?

Obstgarten April

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den April.

mehr…

Online-Seminar am 27.05.2026

Frische feigen ernten

Feigen wachsen bloß in südlichen Ländern? Von wegen – Experte Roland Kempf verrät Ihnen:
► Den perfekten Standort
► Tipps zur Sortenwahl
► Pflege, Schnitt, Düngung
► Kulturfehler und Winterschutz
► Tipps, wenn die Feige nicht trägt
+ Am Ende beantwortet Roland Kempf Ihre individuellen Fragen zum Anbau von Feigen.

Alle Infos & Anmeldung

Hurra! Ich habe einen Kleingarten.

Hurra! Ich habe einen Kleingarten.Ideal für Neupächter!
2. Auflage ab jetzt erhältlich.

Auf über 100 Seiten bleiben keine Fragen zum Gärtnern im Verein, zum Anbau von Obst und Gemüse, Ziergehölzen oder Wasser im Garten offen.

         mehr…
 

Was liegt an im Ziergarten?

Ziergarten April

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den April.

mehr…

„Der Fachberater“ – damit Sie auf dem Laufenden sind!

Der Fachberater

Für Gartenfachberater, Vereinsvorstände und alle, die es genauer wissen wollen: „Der Fachberater“ informiert Sie vier Mal im Jahr über gartenfachliche und verbandspolitische Themen des Klein­gar­ten­wesens. Die Ver­bands­zeit­schrift des Bun­des­ver­ban­des Deutscher Gartenfreunde widmet sich zudem Ausgabe für Ausgabe verschiedenen Schwer­punkt­the­men.

mehr...

Online-Seminar am 28.04.2026

Alternativen zum klassischen Rasen

Es müssen nicht nur Gräser sein – Experte Prof. Martin Bocksch verrät Ihnen:
► mögliche Alternativen und geeignete Arten
► was die Alternativen bieten, was der Rasen nicht hat
► welche Gräser sich für „Problemstandorte“ eignen
► wie Sie Flächen anlegen, bewässern, düngen und pflegen
► wie, wann und wie oft Sie schneiden
+ Am Ende beantwortet Prof. Martin Bocksch live Ihre individuellen Fragen zu Rasen-Alternativen.

Alle Infos & Anmeldung