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Welke an Erdbeerpflanzen

Schlagworte zu diesem Artikel:
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  • Kümmerwuchs
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  • Stau­nässe
  • Wurzelkrank­heiten
  • Erdwälle

Wenn zur Erntezeit die Erdbeerpflanzen kümmern und die grünen bis halbreifen Früchte ein­trock­nen, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Am besten graben Sie geschädigte Pflanzen mit dem gesamten Wurzelballen aus, um sie genauer untersuchen zu können. In den meisten Fällen sind Wurzel- und Rhizomfäulen die Ursache für den Kümmerwuchs und die später eintretende Welke.

Die relativ dicken Erdbeerwurzeln sind bei einem Befall mit der Schwarzen Wurzelfäule grau oder schwarz gefärbt und von der Struktur her faserig morsch. Neben verschiedenen Schadpilzen können auch winzige Fadenwürmer und Bakterien beteiligt sein.

Bei der Rhizomfäule verfärbt sich das sonst weißliche Gewebe des dickfleischigen Wurzelstocks rotbraun. Die Wurzeln werden von dem pilzlichen Erreger nicht angegriffen. Dafür befällt der Pilz aber die Früchte, die dann die typische Lederfäule zeigen. Dabei reifen die Erdbeeren vorzeitig und werden ledrig trocken oder gummiartig zäh. Befallene Beeren zeigen einen auffällig bitteren Geschmack.

Beide Erkrankungen, die Schwar­ze Wurzelfäule und die Rhizomfäule, treten bevorzugt dort auf, wo Erdbeeren häufig nacheinander auf die gleiche Fläche gepflanzt werden. In Gärten kommt das leicht vor, da nur eine begrenzte Anzahl von Beeten für den Anbau zur Verfügung steht. Neben den schon genannten Erregern gibt es noch andere bodenbürtige Schad­pilze, die Welken an Erdbeeren verursachen können.

Manchmal bereiten auch verschie­dene Käferlarven Probleme, indem sie die unterirdischen Teile der Pflan­ze abfressen. Außer Engerlingen können auch Larven vom Rüsselkäfer die Wurzeln zerstören. Am bekanntesten dürfte der Dickmaulrüssler sein, der an Rhododendron (Rho­do­den­dron) und anderen Zierpflanzen den typischen Buchtenfraß verursacht.

Eine direkte Bekämpfung der Wur­zelfäulen mit Pflanzenschutzmitteln ist nicht möglich. Die im Handel an­gebotenen Pflanzenschutzmittel Spezial-Pilzfrei Aliette (Scotts Ce­la­flor) und Fosetyl Pilzfrei (Bayer) ­enthalten beide den Wirkstoff Fosetyl. Sie können diese Präparate vorbeu­gend gegen die Rhizomfäule einset­zen. Es ist jedoch nur vorgesehen, die Jungpflanzen vor der Pflanzung zu tauchen.

Der Rhizomfäule und auch der Schwarzen Wurzelfäule sollten Sie daher in erster Linie durch folgende Kul­turmaßnahmen entgegenwirken:

  • Kranke Pflanzen entfernen: Zeigen sich im Erdbeerbeet befallene Pflanzen mit Welke­symp­tomen oder Kümmerwuchs, sind sie sofort zu entfernen. Sie dürfen nicht auf den Kompost gelangen, da viele dieser Pilze Dauersporen bilden, die über Jahre im Boden oder im Kompost am Leben bleiben.
  • Weit gestellte Fruchtfolge: Da die Sporen der Wurzelfäulepilze viele Jahre im Boden aktiv bleiben, ist auf eine weit gestellte Fruchtfolge zu achten. Nachdem ein Beet Erdbeeren getragen hat, sollten möglichst viele Jahre (mindestens aber fünf Jahre) vergehen, bis an der gleichen Stelle wieder Erdbeeren gepflanzt werden.
  • Bodenverdichtungen und Stau­nässe vermeiden: Da Bodenverdichtungen und andauernde Nässe im Boden die Wurzelkrank­heiten fördern, sollten Sie auf eine entsprechende Pflege des Bodens achten. Auf schweren Lehmböden kann sich der Anbau auf Erdwällen positiv auswirken, da auf diese Weise Staunässe vermieden wird und der Boden nach längeren Regenperioden besser abtrocknet.
  • Gesundes Pflanzgut verwenden: Aus Erdbeerbeständen, die Welkesymptome zeigen, sollten Sie keine Jungpflanzen gewinnen. Am besten kaufen Sie neue Jungpflanzen von pro­fes­si­o­nel­len Erdbeervermehrern. Dieses Pflanzgut unterliegt einer ständigen Ge­sund­heits­kon­trolle.

Christoph Hoyer

Bitte beachten Sie vor dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln die aktuelle Zulassungssituation.

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