• Gartenpraxis
  • Pflanzenschutz
  • Krankheiten

Verticillium-Welke im Garten vermeiden

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Verticillium-Welke
  • Pe­rücken­strauch
  • Fächerahorn
  • Erdbeerpflanzen
  • Essigbaum
  • Ahornarten
  • Trompe­tenbaum
  • Magnolien

Verticillium-Welke am EssigbaumFoto: Pflanzenschutzamt Berlin Verticillium-Welke am Essigbaum Plötzlich welkende Zweige am Pe­rücken­strauch (Cotinus) oder am Fächerahorn (Acer palmatum subsp. palmatum) sowie schlagartig welkende Erdbeerpflanzen trotz intensiver Wassergaben können auf eine In­fek­tion durch den pilzlichen Erreger der Verticillium-Welke zurückzuführen sein. Eindeutig ist die Diagnose erst durch eine Laboruntersuchung.

Der Erreger ist in der Lage, viele Jahre im Boden infektionsfähig zu bleiben. Aber nur wenn der Erreger im ak­tu­el­len Jahr gute Ent­wick­lungs­be­din­gun­gen findet, wächst er in die Pflanze ein und schädigt sie. Beson­ders kühle und feuchte Witterungs­ab­schnit­te sowie Standorte, die zu Staunässe neigen oder sich im Früh­jahr schwer erwärmen, fördern den Be­fall. Die Welkesymptome treten allerdings erst auf, sobald warmes und trockenes Wetter herrscht.

Liegt erst einmal ein Befall vor, kann nur ein kräftiger Rückschnitt der betroffenen Pflanzen einen Wiederaufbau fördern. Es gibt der­zeit kein Gieß- oder Spritzmittel, das den Erreger unschädlich machen kann.

Ahornstamm - Verticillium-WelkeFoto: Pflanzenschutzamt Berlin Querschnitt durch einen von der Verticillium-Welke befallenen Ahorn-Stamm Die Pilzkrankheit tritt besonders häufig an folgenden Pflanzen auf: Erdbeeren, Ahornarten, Pe­rücken­strauch, Essigbaum (Rhus), Trompe­tenbaum (Catalpa), aber auch an Magnolien (Magnolia).

Gelangen befallene Pflanzenteile auf den Kompost, bleibt der Er­reger in der Komposterde erhalten und wird beim Verteilen im Garten verbreitet. Deshalb entsorgen Sie „unerklärlich“ welkende Pflanzenteile nicht über den Kompost, sondern besser über den Hausmüll.
 
Leider mehren sich die Anzeichen dafür, dass der Pilz auch über neu gekaufte Pflanzen in den Garten eingeschleppt wird. Insbesondere bei getopfter Pflanzware (Containerpflanzen) kann das geschehen.

Maria Andrae

Was liegt an im Obstgarten?

Obstgarten MaiIn diesem Monat sollten Sie Ihre Obstbäume genau beobachten. So kann es sein, dass sich die Blätter gelb und die Früchte der Süßkirschen vorzeitig rot verfärben. Säen Sie jetzt auch Tagetes als Vorkultur auf Erdbeerbeete.

mehr…

Anzeige:
Harzfrische
Was liegt an im Gemüsegarten?

Gemüsegarten MaiKohlfliegen legen ihre Eier direkt an den Wurzelhals junger Kohlpflanzen. Um das zu verhindern, gibt es ein recht einfaches Mittel. Achten Sie jetzt auch darauf, regelmäßig Blütentriebe am Rhabarber zu entfernen.

mehr…

Was liegt an im Ziergarten?

Ziergarten MaiAuch im Ziergarten gibt es Pflanzen, die plötzlich vergilbte Blätter zeigen können. Außerdem ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um Ihre Bergenien zu teilen.

mehr…

Pflegeleichte Obstsorten

Resistente und robuste ObstsortenEin weiteres neues Buch in der „edition Gar­ten­freund“ ist der „Ta­schen­at­las resistente und robuste Obstsorten“ Darin sind 150 Obstarten und -sorten beschrieben, die sich durch hohe Wi­der­stands­kraft gegenüber Pflanzenkrankheiten und Schaderreger aus­zeich­nen und sich speziell für den Anbau im Haus- und Kleingarten eignen.

mehr…