• Gartenpraxis
  • Pflanzenschutz
  • Tipps zum Pflanzenschutz

Unkräuter und Moos auf Rasenflächen

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Rasen
  • Moos
  • Unkraut
  • Gänseblümchen
  • Wildkraut
  • Löwenzahn
  • Weißklee
  • Pflanzenschutz

Rasenunkraut GundermannFoto: Hoyer Der flach wachsende Gundermann gehört zu den schwer bekämpfbaren Rasenunkräutern Die Hauptprobleme auf Rasenflächen in Gärten sind Moose und Unkräuter. Nach der Neuanlage einer Grasfläche spielen sie nor­ma­lerweise noch keine Rolle.

Aber schon innerhalb weniger Jahre breiten sich oftmals trotz intensiver Pflege Weißklee, Gänseblümchen und Löwenzahn aus. Und auch das Moos entwickelt sich mit zunehmendem Alter des Rasens deutlich stärker.

Für den einen sind Gänseblümchen oder die hellblauen Blüten des Ehrenpreises eine Bereicherung des einheitlich grünen Rasens. Ein anderer empfindet sie als störend, weil er das beruhigende Grün eines gepflegten Englischen Rasens bevorzugt.

Bei aller Diskussion um Blumen­wiese oder Kräuterrasen sollte man bedenken, dass Rasenflächen unterschiedlichen Ansprüchen dienen. Wenn sie in erster Line als Liege- und Spielfläche genutzt wer­den, ist eine strapazierfähige Gras­narbe für die dauerhafte Funktionstüchtigkeit erforderlich. Diese ist jedoch nur gewährleistet, wenn der Rasen aus einer dichten Gräserschicht besteht.

Kräuter wie Wegerich oder Klee verdrängen im Laufe der Zeit Rasengräser, sodass Lücken im grünen Grasteppich entstehen und die Trittfestigkeit leidet. Außerdem suchen Bienen gerne blühen­de Kräuter auf.

Vor allem der sehr flach wachsende Weißklee ist eine gute Bienen- und Hummelweide. Die Nutzung als Sport- und Spielrasen wird hierdurch zusätzlich eingeschränkt.

Moos verdrängt RasenFoto: Hoyer Auf dieser Rasenfläche hat das Moos fast alle Rasengräser verdrängt. Da hilft nur noch eine Rasenneuanlage Haben sich erst einmal Kräuter im Rasen angesiedelt, ist es schwer, sie wieder loszuwerden. Eine beginnende Verunkrautung lässt sich mit Messer und Eisenrechen entfernen. Haben sich die Kräuter aber schon weiter aus­ge­brei­tet, kann es sinnvoll sein, gezielt Rasenunkrautvernichter einzusetzen, die es als Spritzmittel und als Dünger mit Unkrautvernichter zum Streuen im Handel gibt.

Auf dem Markt sind Kombipräparate, die neben Klee, Löwenzahn und Gänseblümchen auch Problem­un­kräuter wie Gundermann und Ehrenpreis gut erfas­sen. Bevor man jedoch zu chemi­schen Hilfsmitteln greift, sollte man sich überlegen, ob man sich nicht mit der Artenvielfalt seiner Trittpflanzengesellschaft arrangieren will oder was sich mit verbesserter Kultur erreichen lässt.

Den Moosen im Rasen begegnet man am besten mit einer optimalen Rasenpflege, zu der neben der Düngung auch eine regelmäßige Durchlüftung mit dem Vertikutierer gehört. Chemische Moosvernichter, egal ob als zugelassenes Pflanzenschutzmittel oder als eisenhaltiger Ra­sen­dün­ger, lassen das Moos zwar kurzfristig absterben, lösen das Problem aber nicht auf Dauer.

Christoph Hoyer

Bitte beachten Sie vor dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln die aktuelle Zulassungsssituation.

Gartenkalender 2019

Gartenkalender 2019Der Gartenkalender 2019 bietet wieder jedem Gar­ten­freund eine Fülle ak­tu­el­ler Informationen zu Obst, Gemüse und Zier­pflanzen. Kompakt und verständlich ge­schrie­ben von Gartenkennern für Praktiker.

mehr…

Was liegt an im Gemüsegarten?

Gemüsegarten November

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den Dezember:
• Winterliches Wurzelgemüse ernten
• Vermeiden Sie Tempe­raturschwankungen im Gemüsebeet
• Überprüfen Sie den pH-Wert

mehr…

Was liegt an im Obstgarten?

Obstgarten Dezember

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den Dezember:
• Hygiene im Obstgarten
• Schützen Sie Gehölze vor Wildverbiss
• Pistazien aus dem eigenen Garten

mehr…

Anzeige:
Harzfrische
Was liegt an im Ziergarten?

Ziergarten November

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den Dezember:
• Jetzt Küchenschellen aussäen
• Tropische Zimmerpflanzen brauchen feuchte Luft
• So bringen Sie Flammende Käthchen wieder zum Blühen

mehr…

Pflegeleichte Obstsorten

Resistente und robuste ObstsortenEin weiteres neues Buch in der „edition Gar­ten­freund“ ist der „Ta­schen­at­las resistente und robuste Obstsorten“ Darin sind 150 Obstarten und -sorten beschrieben, die sich durch hohe Wi­der­stands­kraft gegenüber Pflanzenkrankheiten und Schaderreger aus­zeich­nen und sich speziell für den Anbau im Haus- und Kleingarten eignen.

mehr…