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Zecken und lästige Plagegeister im Garten

Schlagworte zu diesem Artikel:
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Zecke im vollgesogenen ZustandFoto: Hoyer Zecke im vollgesogenen Zustand Neben den bekannten Pflanzen­schäd­lin­gen wie Blattläusen und Schmetter­lings­lar­ven können auch eine Reihe anderer Tiere aus der Gruppe der Insekten und Milben Probleme im Garten bereiten. Hier ist zu unterscheiden, ob es sich um sogenannte Lästlinge handelt, die erst durch ihr massenhaftes Auftreten stören, wie die Feuerwanzen oder im letzten Herbst die Asiatischen Marienkäfer, die in großen Mengen in die Häuser ein­wan­der­ten.

Auch Kellerasseln gehören eher zu den Lästlingen. Bei entsprechend massen­haf­tem Auftreten können sie aber auch Fraßschäden an Kulturpflanzen ver­ur­sachen.

Neben den Lästlingen, die man in den meisten Fällen tolerieren kann, gibt es aber Gartenbewohner, die dem Menschen Probleme bereiten können. In jedem Frühjahr berichten die Medien z.B. über Zecken und die Krankheiten, die sie übertragen können.

Diese zu den Milben gehörenden Tiere lauern nicht nur im Wald auf Beute, sondern fast überall in der freien Natur, auch in Gärten. So sind Igel, die als nützliche Schnecken- und Insekten­ver­til­ger im Garten geschätzt werden, häufig stark von Zecken, Flöhen und anderen Parasiten befallen.

Zur regelrechten Plage können Grasmilben, auch Erntemilben genannt, werden. Die Larven dieser winzigen Tiere sind mit bloßem Auge nicht zu sehen.

Sie halten sich an Grashalmen, aber auch an anderen bodennahen Pflanzen auf. Dort warten sie auf vorbeikommende Tiere, auf denen sie sich festsetzen, um an deren Haut zu saugen.

Zu den Hauptwirtstieren gehören Mäuse und andere Kleinsäuger. Aber auch der Mensch wird von ihnen befallen. Bei empfindlichen Personen löst das Saugen der winzigen Milben einen sehr starken Juckreiz und Quaddelbildung aus.

Krankheitserreger werden aber nach bisherigem Kenntnisstand nicht übertragen. Gut ver­ständ­liche Informationen zur Grasmilbe finden sich auf folgender Internetseite: http://www.rasengesellschaft.de/content/rasenthema/2006/07.php

Mit Beginn der neuen Gartensaison bietet Neudorff das Präparat „Zecken- & Grasmilbenkonzen­trat“ zur direkten Bekämpfung der genannten Parasiten auf Rasenflächen an. Das Produkt ist nicht als Pflanzenschutzmittel registriert, sondern als Biozid (Erklärung siehe Kasten). Es enthält allerdings die gleichen Bestandteile, Pyrethrine und Rapsöl, wie das bekannte Pflanzen­schutz­mittel „Spruzit Schädlingsfrei“.

Ob das Grasmilbenproblem in betroffenen Gärten damit tatsächlich gelöst werden kann, ist bisher noch nicht ausreichend geklärt. Ebenso ist unklar, ob die Behandlung von Rasenflächen mit dem Mittel einen sinnvollen Schutz vor Zecken bietet, zumal Igel und andere kleine Säugetiere die Blutsauger immer wieder verbreiten und Zecken sich nicht unbedingt auf Rasenflächen aufhalten, sondern in bodennahen Krautschichten und an höher wachsenden Gräsern.

Außerdem ist die breitflächige Anwendung eines Insektizides, auch wenn dieses natürlichen Ursprungs ist, nicht ganz unbedenklich. So können durch Rapsöl und Pyrethrine auch viele nützliche Insekten und Milben geschädigt werden.

Gegen Lästlinge und Parasiten aller Art in Haus und Garten wird auch gern der Einsatz von Neem-Präparaten empfohlen. Auch hier gilt, dass ein Naturprodukt nicht unbedingt unbe­denk­lich ist und daher nur entsprechend der Gebrauchsanleitung eingesetzt werden sollte.

Christoph Hoyer

Bitte beachten Sie vor dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bzw. Insektiziden die aktuelle Zulassungsssituation.

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