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Nützlinge im Porträt: Wildbienen

Wichtige Bestäuber

Mauerbienen sind hervorragende Bestäuber für unsere Gartenkul­tu­ren. Die Rote Mauerbiene bestäubt z.B. Obstgehölze wie Apfel, Birne, Sauerkirschen und Pflaume, Himbeere, Brombeere und Stachelbeere, darüber hinaus auch viele Wildpflanzen. Mauerbienen fliegen bereits bei deutlich niedrigeren Temperaturen als Honigbie­nen, und sie besuchen in der gleichen Zeitspanne we­sent­lich mehr Blüten als Honigbienen. Vor Stichen braucht sich auch niemand zu fürchten: Alle Mauerbienen-Arten sind friedliebend und stechen nicht.

Wollen Sie den Tieren Gutes tun, dann lassen Sie in Ihrem Garten Platz für heimische Gewächse. Bevorzugen Sie blütenreiche Pflan­zen, die Nektar und Pollen liefern. Verzichten Sie, wo immer es geht, auf Pflanzenschutzmittel. Und bieten Sie den Tieren geeig­ne­te Nisthilfen an.


Einfache Nisthilfen bauen

NisthilfenFoto: Verlag W. Wächter/Schütt Aus Bambusröhrchen lassen sich einfache Nisthilfen herstellen. Hierfür sägt man Bambusrohre in verschiedenen Stärken (Durch­messer 3–8mm) auf eine Länge von 10–15 cm ab, und zwar so, dass eine Seite des Röhrchens durch den natürlichen „Knoten“ des Bambus verschlossen ist. Diese Röhrchen werden in die Öffnungen eines Lochziegelsteines oder in Bohrlöcher gesteckt, die man in einen kleinen Holzklotz gebohrt hat.

Die Bambusröhrchen müssen in den Holzklotz oder Lochziegelstein eingeklebt oder so verklemmt werden, dass sie nicht durch Vögel herausgezogen werden können. Hierfür eignet sich Schmelzkleber, den man mit der Klebepistole aufträgt, oder einfach Gips. Man kann die Bambusröhrchen auch bündeln und mit einem Draht aufhängen.

Eine etwas „komfortablere“ und auch besser geschützte Nisthilfe stellt folgende Variation dar: Die Bambusabschnitte werden in eine leere Konservendose gesteckt. Auch hierbei die Röhrchen bitte gut einklemmen bzw. ankleben oder eingipsen. Anstelle von Bambus lassen sich z.B. auch Stroh­hal­me, Schilf, hohle Pflanzenstängel von Stauden, ausgehöhlte Himbeerruten oder Ho­lun­der­zwei­ge ver­wen­den.

Als Nisthilfen eignen sich auch Klötze aus Hartholz (z.B. Eiche, Buche, Esche), in die Löcher mit einer Tiefe von mindestens 10 cm und einem Durchmesser von 2–10 mm gebohrt werden. Hierbei ist folgendes zu beachten:

  • Die Mehrzahl der Löcher sollte vorzugsweise einen Durch­messer von 4–8 mm aufweisen.  
  • Beim Bohren darauf achten, dass die Drehzahl der Bohr­ma­schine möglichst hoch gestellt ist, damit die Wände glatt sind.
  • Bohren Sie mit ganz leichter Neigung von unten nach oben, sodass später kein Regenwasser hineinlaufen kann.
  • Bohren Sie so tief, wie die Bohrer lang sind (aber nicht durchbohren).
  • Der Abstand zwischen den Löchern sollte mindestens 2 cm betragen.
  • Bohrmehl gut ausklopfen.

Weichholz oder harzende Hölzer wie Fichte oder Tanne sind für diese Zwecke absolut ungeeignet, auch darf das Holz im Bereich der Löcher keinerlei Risse aufweisen, die Parasiten den Zugang erleichtern.


Nisthilfen richtig aufhängen

Die Nisthilfen sollen frei anfliegbar sein und möglichst starr befestigt werden. Im Wind schwan­ken­de Wohnungen sind bei Wildbienen nicht besonders beliebt. Der Platz sollte sonnig aus­ge­rich­tet und vor direktem Regen geschützt sein. Evtl. kann man die Nisthilfe auch mit einem kleinen Dach versehen. Auch der Handel bietet zahlreiche Nisthilfen an.

An Nisthilfen wie oben beschrieben können sich zahlreiche Wild­bie­nen-Arten, darunter vor allem Mauerbienen, einfinden, besonders die zuvor beschriebene Rote Mauerbiene, die Nistkammern mit einem Durchmesser von 6–8 mm annimmt. Aber auch die Gehörnte Mauerbiene, die Blaue Mauerbiene, die Scherenbiene und andere Arten nutzen diese Unterkünfte für ihren Nachwuchs.

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