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Grauschimmel an Erdbeeren

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Grauschimmel
  • Erdbeeren
  • Schim­melrasen
  • Pflanzenschutzmittel
  • Stroh
  • Holzwolle
  • Pflanzenstärkungsmittel

Der Grauschimmelpilz (Botrytis) ge­hört zu den wichtigsten Krank­heits­erregern der Erdbeere. Auf unreifen Erdbeerfrüchten bilden sich anfänglich braune Faulstellen, auf denen sich später bei feuchtem Wet­ter der typisch mausgraue Schim­melrasen entwickelt, der dem Pilz seinen Namen gab.

Der Grauschimmelpilz ist in jedem Garten vorhanden, da er sich auch auf abgestorbenem Pflanzenmaterial gut entwickeln kann. Wollen Sie die Früchte vor Befall schützen, müssen Sie Infektionen mit dem Krankheitserreger rechtzeitig unterbinden.

Schon mit Beginn der Blüte können die Grauschimmelsporen in die sich entwickelnden Früchte eindrin­gen. Um diese Infektionen zu verhindern, bieten sich zwei Möglichkeiten an.

Zum einen können Sie mit Hilfe von Pflanzenschutzmitteln das Eindringen des Pilzes in die Blüten und Früchte verhindern. Zum anderen können alle Kulturmaßnahmen hilfreich sein, die dafür sorgen, dass die Pflanzen schnell abtrocknen und die Früchte möglichst keinen Erdkontakt haben und trocken liegen.

Wer Pflanzenschutzmittel einsetzen möchte, kann folgende Produkte verwenden:

  • „Obst-Pilzfrei“ (Bayer); wurde in den vergangenen Jahren unter dem Namen „Teldor“ vermarktet
  • „Erdbeerspritzmittel Botrysan“ (Spiess-Urania)

Für eine gute Wirkung ist es wichtig, dass Sie mit den Fungizid­spritzungen frühzeitig beginnen. Die erste Behandlung sollte zu Beginn der Blüte erfolgen und durch je eine Spritzung zur Mitte und zum Ende der Blütezeit ergänzt werden.

Sind die Erdbeerbestände alt und stehen sie sehr dicht, fördert das den Befall mit dem Grau­schim­mel deutlich. Das sollten Sie bei Neuan­pflanzungen im Sommer und bei der Pflege der Erd­beer­be­stän­de nach der Ernte berücksichtigen.

Eine bekannte Maßnahme gegen Fruchtfäulen an Erdbeeren ist das Unterlegen von Stroh, wie man es oft auch in Erdbeeranlagen zum Selbstpflücken sehen kann. Die Früch­te liegen trocken und haben keinen direkten Kontakt zum Boden, was sich auch befallsmindernd gegenüber anderen Fruchtfäuleer­regern auswirkt.

Im Kleingarten ist Stroh meist schlecht zu beschaffen. Eine gute Al­ternative ist daher Holzwolle. Auch in schwarze Mulchfolie zu pflan­zen, wirkt sich befallsmindernd aus, vorausgesetzt, dass das Regen- oder Gießwasser schnell von der Folie abfließen kann.

Natürlich können Sie während der Blütezeit auch Pflanzenstärkungsmittel einsetzen, um auf diese Art die Widerstandsfähigkeit der Erdbeerpflanzen zu fördern, so wie es von den Anbietern der Produkte empfohlen wird. Aussagefähige Versuchsergebnisse zur Wirksamkeit dieser Produkte stehen allerdings noch aus. „Probieren geht über studieren“ heißt daher das Motto beim Einsatz dieser Produktgruppe, zu der beispielsweise folgende im Handel erhältliche Präparate gehören:

  • „Neudo-Vital Obst-Pilzschutz” (Neudorff)
  • „Pilzspritzmittel Saprol S“ (Scotts Celaflor)
  • “Pilzfrei Fruton” (Spiess-Urania)
  • „Lentus Pilz-Vorsorge“ (Alexander Burkhart & Sohn)

Christoph Hoyer

Bitte beachten Sie vor dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln die aktuelle Zulassungssituation.

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