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Obstgarten Juli

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Netz als Schutz vor KirschessigfliegeFoto: Neder Schreckgespenst Kirschessigfliege
Längst ist die 2–3 mm große Kirschessigfliege in vielen Gärten angekommen. Die Tiere besitzen einen gezackten Legestachel, mit dem sie weichhäutiges Obst leicht anritzen können, um darin ihre Eier abzulegen. Die weißen Larven werden bis ca. 3 mm groß und ernähren sich von den reifenden Früchten. Bereits zwei bis drei Tage nach dem Befall werden die Früchte oft matschig und fangen an, nach Essig zu riechen. Gerne befallen werden neben Kirschen z.B. Brombeeren, Himbeeren, Wein oder Kiwis. Bei kleineren Bäumen haben sich als mechanischer Schutz Netze mit einer Maschenweite von 0,8 x 0,8 mm bewährt.

Johannisbeeren modern gezogen
Johannisbeeren zählen zu den Beerenobstklassikern. Eine attraktive und leicht zu beerntende Erziehungsform ist die Hochstammpyramide. Sie besitzt wie der klassische Hochstamm einen unverzweigten Stammbereich, den Sie unterschiedlich hoch halten können. Im Kronenbereich sind die ersten unteren Seitenäste breiter und schräg nach außen gerichtet. Bis zur Spitze ergibt sich ein spindelförmiger Aufbau mit nach oben immer schmaler werdenden Seitentrieben. In dieser Form erzogen sind Johannisbeeren interessante Gestaltungselemente und lassen sich auch sehr bequem ohne lästiges Bücken beernten und schneiden. Ganz nebenbei werden die Früchte so besser belichtet und sind dadurch aromatischer. Sofern die Sorte gut wüchsig ist, können Sie rote, roséfarbene, weiße, gelbe oder schwarze Varianten in dieser Form erziehen.

Thomas Neder

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