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Obstgarten August

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Tellerpfir­sichen ‘Saturne’Foto: LianeM – Fotolia Wer das typische Pfirsicharoma schmecken möchte, ist mit Tellerpfir­sichen (hier die Sorte ‘Saturne’) gut beraten.

Schmackhafte Pfirsiche

(bs) Bei den gelben bis orangeroten Pfirsichen hängt der Geschmack nicht allein von der Sorte ab, jedoch ist er bei späten meist intensiver als bei frühen. Eine große Rolle spielen auch der Standort und die Wit­te­rung. Insbesondere Trockenheit vor der Vollreife wirkt sich auf das Aroma aus, die Früchte schmecken dann fade, und das Fruchtfleisch ist pelzig. Lassen Sie Pfirsiche immer gut ausreifen, denn zu früh ge­pflück­te schmecken weder saftig noch aromatisch.

(bs) Kenner wissen: Das typische Pfirsich-Aroma findet man hauptsächlich bei weißfleischigen Sorten. Und von diesen wiederum gelten die flachen Tel­ler­pfir­siche als besonders delikat. Mit ih­rem feinen Geschmack und dem ausgeprägten Duft fallen die extra­vagant geformten fleischigen und sehr saftigen Früchte mit rosafarbener Haut angenehm auf. Die in Frankreich populären Sorten (z.B. ‘Saturne’) lassen sich sehr gut aus der Hand essen, die Früchte lösen sich leicht vom Stein. Sie reifen an mittelgroßen, selbstfruchtbaren Bäumen, die gute Winterhärte besitzen.

 
Pflege für die Brombeere

(bs) Aus dem Boden sprießende Brombeerjungtriebe bekom­men an Spalierdrähten Halt. Vier bis sechs solcher Triebe genügen als Ersatz für die jetzt tragenden, die nach der Ernte abge­schnitten werden. Schwächere Triebe dabei dicht über dem Boden kappen. Geiztriebe, die sich ähnlich wie bei Tomaten aus den Achseln bilden, werden auf ein bis zwei Blätter zurückgeschnitten.

(bs) Die stachellose Brombeere ‘Navaho’ präsentiert sich in ungewöhnlicher, platz­sparender Säulenform. Man braucht sie nicht an große Spaliere zu binden, denn es bilden sich viele leckere Früchte an den bis 2,5 m hohen Trieben. Die Beeren haben ei­nen besonders aromatisch süßen Geschmack. Empfehlens­wert ist die Pflanzung in der Reihe im Abstand von etwa 70 cm, als Säu­le an einem Stab befestigt oder als Dreieckspyramide.

(bs) Falls noch nicht geschehen, soll­ten Sie spätestens im August ab­ge­tra­ge­ne Himbeerruten zurückschneiden und Jungtriebe auslichten. Brombeeren werden angebunden und die Geiztriebe abgeschnitten. Die abgeernteten Johannis- und Stachelbeeren kürzen Sie um ein Drittel ein und dünnen sie gleichzeitig aus, ebenfalls die fruchttragenden Triebe der Sauerkirschen.

(hbw) Wenn einige Brombeeren helle Stellen zeigen, die knallrot und hart bleiben, während sich die restliche Frucht schwarz verfärbt, liegt ein Befall mit der nur 0,2 mm großen Brombeermilbe vor. Sie wandert während des Austriebs in die sich entfaltenden Knospen. Ihre Saugtätigkeit bewirkt, dass die Beeren ungenießbar sind. Um den Befallsdruck im Folgejahr zu mindern, sollten die abgeernteten Ruten sehr zeitig abgeschnitten und vernichtet werden. Befallene Früchte dürfen keinesfalls am Stock verbleiben.


Obstgehölze nach der Ernte nicht aus den Augen verlieren

(hbw) Nach der Obsternte besteht die Gefahr, dass wir die Gehölze etwas aus den Augen verlieren. Ist es aber sehr trocken, sind nicht nur die Beerensträucher, sondern auch die Obstbäume gründlich zu wässern. Das stärkt ihre Widerstandskraft und erhöht auch die Chance auf einen guten Fruchtansatz im nächsten Jahr. Geben Sie besser zweimal wöchentlich reichlich Wasser als täglich kleinere Mengen.


Schnitt für den Walnussbaum

(hbw) Walnussbäume brauchen kaum einen Schnitt. Sind jedoch zu dicht gewordene Kronenpartien auszulichten oder störende Äste zurückzunehmen, nutzen Sie dafür jetzt eine trockene Schönwetterphase. Dann heilen die Wunden rasch ab und Pilzerreger dringen auch ohne Verschlussmittel nicht in sie ein. Dies gilt auch für alle Steinobstarten, die Sie nur im Sommer – am besten bei oder nach der Ernte – schneiden sollten.

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