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Anbauplanung fürs Gewächshaus

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Gewächshaus
  • Jahreszeiten
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  • Frühling
  • Planung

GewächshausFoto: Klaus Eppele/Adobe Stock

Bepflanzen Sie Ihr Gewächshaus in den Sommermonaten auch üppig, und nutzen es im Winter dann doch nur als Geräteschuppen? Das muss nicht sein, denn mit der richtigen Planung und geeigne­ten Pflanzen können Sie es das ganze Jahr nutzen – selbst wenn es sich um ein ungeheiztes Gewächshaus handelt.


Januar

Gemüse: Sie können laufend noch Feldsalat und andere Winterkulturen aus der Herbst­saat ernten. Decken Sie die Pflanzen nachts mit Vlies ab, das schützt in kalten Nächten zusätzlich. Das letzte Lagergemüse sollten Sie nun aufbrauchen. An frostfreien Tagen unbedingt lüften.

Allgemein: Nur gießen, wenn der Boden trocken ist.


Februar

Gemüse: Feldsalat und Spinat können Sie weiterhin ernten. Den Platz, der dabei frei wird, für die ersten Gemüsepflanzungen vorbereiten („Unkräuter“ und Pflanzenreste entfernen, Boden lockern). Gegen Monatsende können Sie vorgezogene Jungpflanzen von Kohlrabi, Rettich und Salat pflanzen. Schützen Sie die Pflanzen noch mit Vlies. Die direkte Aussaat von Mangold, Spinat und Stielmus ist schon möglich.

Allgemein: An frostfreien Tagen das Lüften nicht vergessen.


März

Gemüse: Ernten Sie die letzten Winterkulturen ab und pflanzen Sie bei Bedarf etwa alle 14 Tage Folgesätze von Kohl­rabi, Salat und Rettich. Weitere Kul­turen, wie Radieschen, Schnittsalat und Gartenkresse, können Sie direkt säen.

Zierpflanzen: Je nach Witterung können Sie die ersten Sommerblumen aussäen. Auch Zwiebel- und Knollenpflanzen wie Dahlien, Indisches Blumenrohr und Gladio­len können Sie eintopfen und vortreiben. Die Pflanzen haben dann bis zum Auspflanzen im Mai einen deutlichen Wachstumsvorsprung.

Allgemein: Gießen Sie sparsam und der Witterung angepasst.


April

Gemüse: Zum Monatsanfang können Sie damit beginnen, alle gewünschten Gemüsekulturen für die spätere Freilandpflanzung auszusäen. Daneben können Sie bereits die ersten Frühkulturen ernten. Der dabei frei werdende Platz wird ab Monatsmitte für die in der Wohnung vorgezogenen Tomaten, Gurken und Paprika benötigt.

Zierpflanzen: An Sommerblumen können Sie z.B. noch Sonnenblumen, Prunkwinden und Edelwicken aussäen.


Mai

Gemüse: Der Mai ist der arbeitsintensivste Monat, denn nach den Eisheiligen dürfen die vorgezogenen Pflanzen ins Freie. Auf dem frei gewordenen Platz im Gewächshaus können Sie weitere Tomaten, Paprika, Chili, Gurken, Auberginen, Zucchini oder Melonen pflanzen. Um den Platz optimal zu nutzen, können Sie zwischen die Reihen Radieschen, Kresse, Schnittsalat und einjährige Kräuter wie Basilikum säen.


Juni

Gemüse: Zur Monatsmitte können Sie Endivien und Herbstblumenkohl aussäen, damit die Pflanzen Mitte Juli ausgepflanzt werden können. Wo Platz frei ist, können Sie noch Pflücksalate, Stangenbohnen, Zwiebeln sowie Sommersorten von Radieschen aussäen.

Zierpflanzen: Auch viele zweijährige Blumen lassen sich jetzt im Gewächshaus vorziehen, so z.B. Bartnelken, Marien-Glocken­blumen oder Stockrosen.

Allgemein: Gerade bei warmer Witterung sollten Sie die Kulturen regelmäßig auf Schädlinge kontrollieren. Denn einmal da, vermehren sich Spinnmilben, Weiße Fliegen oder Blattläuse rasch.

 

JahreszeitenFoto: mauritius images/Robert Ashton/Massive Pixels/Alamy; Grafik: Verlag W. Wächter Mit der richtigen Planung können Sie ihr Gewächshaus ganzjährig nutzen.


Juli

Gemüse: Jetzt wird es Zeit für die Anzucht von Chinakohl und Endivien. Chinakohl können Sie dann Ende Juli ins Freiland pflanzen und Endivien jetzt im Gewächshaus für die Herbsternte weiter­kultivieren.

Allgemein: Je nach Witterung kann es nötig sein, dass Sie eine Schattierung gegen die Sonne anbringen müssen, damit die Temperaturen nicht auf ein pflanzenunverträgliches Maß steigen. Gut geeignet ist spezielles Schattiergewebe, kostengünstig tun es aber auch Schilfmatten oder Kalkfarbe. Auch gründliches Lüften ist jetzt nötig, nicht nur wegen der Temperatur, sondern auch, damit keine Taubildung auftritt. Denn feuchte Pflanzen werden schnell von Pilzkrankheiten befallen.


August

Gemüse: Jetzt beginnt die Haupterntezeit der Sommergemüse, Tomaten, Paprika, Auberginen, Zucchini und Gurken werden laufend reif. Gegen Monatsmitte sollten Sie dann die Tomatenpflanzen an der Spitze kappen, damit sich die bereits gebildeten Früchte bis zum Herbst noch gut entwickeln können. Auf freien Flächen sind Aussaaten von Mairüben, Mangold, Spinat und diversen Salaten möglich.

Zierpflanzen: Von subtropischen Kübelpflanzen wie Bougainvillea, Zitruspflanzen, Oleander oder Hibiskus können Sie jetzt Stecklinge schneiden und sie im Gewächshaus anziehen.


September

Gemüse: Die bereits abgeernteten Sommerkulturen wie Tomaten, Gurken oder Bohnen sollten Sie nach und nach abräumen. Pflanzen, die noch Früchte tragen, können Sie aber bis in den Oktober stehen lassen. Außerdem können Sie Herbst- und Wintergemüse wie Radieschen, Spinat, Feldsalat, Löffelkraut, Wilde Rauke oder Winterportulak aussäen und noch Endivien und Kopfsalat pflanzen.

Allgemein: Gegen Monatsende sollten Sie unbedingt die Gewächshausscheiben reinigen, damit im Winter möglichst viel Licht ins Innere gelangt.


Oktober

Gemüse: Die letzten Sommergemüse sollten Sie nun end­gültig abräumen. Bei Bedarf können Sie noch einen zweiten Satz der Herbst- und Winter­kulturen säen.

Allgemein: Lüften Sie an warmen Tagen ausgiebig, schlie­ßen Sie am Nachmittag aber die Fenster und Türen, sodass genügend Restwärme für die Nacht erhalten bleibt. Gießen Sie jetzt generell zurückhaltender und nicht über die Pflanzen, damit diese immer gut abtrocknen können, sonst drohen Mehltau oder Botrytis.


November

Gemüse: Der erste Spinat und der Feldsalat sollten mittlerweile gut entwickelt sein. Ernten Sie zuerst die größten Pflanzen, damit sich die kleineren weiterentwickeln können. Im Freiland können Sie jetzt z.B. Radicchio, Zuckerhutsalat, verschiedene Kohlarten und Lauch samt Wurzeln ausgraben und im Gewächshaus einschlagen. So können Sie davon im Winter bequem ernten.

Allgemein: An frostfreien Tagen müssen Sie nach wie vor lüften, erstens, damit die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch wird, und zweites, weil es bei Sonnenschein zu warm werden kann. Denn gerade im Spätherbst und Winter ist zu viel Wärme unerwünscht, da die Pflanzen sonst zu früh einen Wachstumsimpuls erhalten.


Dezember

Gemüse: Gut entwickelte Wintergemüse können Sie weiterhin ernten. Nach wie vor sollten Sie dabei immer zuerst die größten Pflanzen entnehmen. An den eingeschlagenen Freilandkulturen sollten Sie regelmäßig faule Blätter entfernen. Bei Bedarf müssen Sie auch hier gießen, aber vorsichtig und nicht auf die Blätter, Köpfe oder Stängel. So vermeiden Sie Fäulnis.

Gerrit Viets, Verlag W. Wächter

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