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Vielfältiges und ertragreiches Fruchtgemüse

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F1-Hybriden sind nicht samenecht


Zucchini F1-HybridenFoto: Heger Eine runde Form hat die Sorte ‘Gelbe Kugel’ F1


Manch ein Gartenfreund hat die Samen aus einer reifen Zucchinifrucht im nächsten Jahr ausgesät und war dann enttäuscht, weil die Pflanze auf einmal Ranken ausbildete und ganz andere Früchte trug, die man nicht einmal essen konnte, weil sie steinhart waren. Das liegt daran, dass die meisten Zucchinisorten F1-Hybriden (Hybrid steht für Kreuzung aus unterschiedlichen ­Eltern) sind.

Unsere Großeltern nahmen die Samen in der Regel von den Pflanzen ab, die sie anbauten, nur selten wurde neue Saat gekauft. Diese Pflanzen waren „sorten-“ oder „samenecht“, d.h. die Merkmale wurden von einer Generation an die nächste zu 100 % weitergegeben.


ZucchiniFoto: Heger Diese neu gezüchtete Sorte heißt ‘Sunbeam’ F1 und hat eine kurze Entwicklungszeit


Die Pflanzenzüchtung versucht nun, zwei genetisch unterschiedliche Eltern miteinander zu kreuzen. Aus dieser Kreuzung entsteht die erste Tochtergeneration, oder auch Filialgeneration F1. Das Ergebnis vereint in der Regel positive Eigenschaften der Eltern. Ziel dieser Züchtung ist die Verbesserung der Sorte, z.B. eine besondere Wuchsform oder Farbe, hoher Ertrag oder eine Resistenz gegen Krankheiten.

Diese Züchtungen haben jedoch einen entscheidenden Nachteil. Sie sind nicht mehr sortenecht, d.h. die aus ihnen gewonnene ­Saat garantiert nicht sicher die Eigenschaften der F1-Generation. In den meisten Fällen sieht das Ergebnis ganz anders aus, nämlich oft so wie ein Elternteil. In dem anfangs beschriebenen Fall ist das ein Gartenkürbis, der durchaus nur zur Zierde gedient haben kann.

 

Zucchini-Auswahl
Samenechte Sorten:

‘Zuboda’: lange, glatte, dunkelgrüne Früchte.
‘Cocozelle von Tripolis’ (Alias: ‘Verte non coureuse d’Italie’): lange, grün gestreifte Früchte.
‘Alberello di Sarzana’: altbewährte, italienische Frühsorte mit mittellangen, hellgrünen Früchten. Die Pflanze produziert zudem viele männliche Blüten, die in der Küche ebenfalls verwendet werden können.
‘Bianco di Trieste’: eine hellgrüne, fast weiße Sorte, die aus Italien stammt.

F1-Hybriden:

‘Gold Rush‘ F1: lange, glatte, goldgelbe Früchte.
‘Black Forest‘ F1: eine rankende Sorte, die sich an Pfosten oder Zäunen hochbinden lässt. Die dunkelgrünen Früchte sind länglich, sehr zart und glatt.
‘Radiant’ F1: eine Züchtung, die resistent gegen Mehltau und das Gurkenmosaikvirus ist. Die Früchte sind dunkelgrün glänzend und länglich.

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