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Von Hülsen und Kapseln, Beeren und Nüssen: Verschiedene Fruchtformen dienen dem Schutz und der Verbreitung von Samen

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Streufrüchte entlassen den Samen ins Freie

Streufrüchte entlassen den Samen ins FreieFoto: Breder Die Kapseln von Mohnpflanzen sind typische Streufrüchte Früchte lassen sich auch danach einteilen, wie sie den Samen verbreiten. Man unterscheidet z.B. zwischen Streu- und Schließfrüchten. Bei den Streufrüchten wird die Fruchtwand trocken und spröde. Sind die Samen reif, öffnen sich die Früchte und entlassen die Samen ins Freie. Folgende Formen von Streufrüchten gibt es:

Bei der Balgfrucht besteht der Fruchtknoten aus einem einzigen Fruchtblatt. Sie gilt als die einfachste Fruchtform. Die Frucht enthält mehrere Samen und öffnet sich zumeist an der Bauchnaht. Balgfrüchte finden sich z.B. häufig bei den Hahnenfußgewächsen (Ranun­cula­ceae) wie dem Rittersporn (Delphinium).

Von einer Hülsenfrucht spricht man, wenn die Frucht wie bei der Balgfrucht nur eine Kammer besitzt, sich Bauch- und Rückenwand aber gleichzeitig öffnen, um die Samen zu entlassen. Hülsenfrüchte sind typisch für Leguminosen, bekannte Vertreter sind Erbsen und Bohnen.

Schoten besitzen Kreuzblütler (Brassicaceae) wie Raps oder Senf. Die Früchte haben zwei Kammern, die von einer Wand unterteilt werden. Von Schötchen spricht man, wenn die Länge der Frucht nicht das Dreifache der Breite erreicht. Ein Beispiel dafür ist das Gewöhnliche Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris) mit seinen hübschen, herzförmigen Schötchen.

Bei Kapseln als Fruchtform werden die reifen Samen in die Freiheit entlassen, indem z.B. Längs­ris­se in der Kapsel entstehen oder die Samen durch Poren in der Kapsel ausgestreut werden. Bekannter Vertreter einer Kapselfrucht ist der Mohn (Papaver). Seine Kapselfrucht diente übrigens dem Salzstreuer als Vorbild.

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