• Tiere im Garten

Gartenvögel - Ja, wo brüten Sie denn?

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Grauschnäpper FamilieFoto: Reinhard-Tierfoto Grauschnäpper nutzen gerne Wände von Häusern, Lauben, Garagen oder Schuppen als Bruthabitat. Diese Familie hat ihr Heim auf einem alten Weinstock errichtet. In dichter Vegetation versteckt
Ob sich die Vögel in unseren Gärten wohl fühlen, sodass sie diese als Bruthabitate nutzen können, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In erster Linie ist entscheidend, ob für ein Paar ausreichend Nist­ge­le­gen­hei­ten sowie Nahrung in Form von Würmern, Insekten, Spinnen, Schnecken, Beeren, Kräutern und Sämereien vorhanden sind. Auch wenn das Weibchen letztendlich nur in einem Nest brütet, so haben die meisten von ihnen gerne mehrere Nester zur Auswahl.

Zahlreiche Gartenvögel brüten an geschützten Stellen im Bodenbereich oder in Hecken und Sträuchern. So befinden sich die in dichter Vegetation errichteten Nester von Zaunkönig, Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Zilpzalp in Bodennähe. Dagegen brüten Amsel, Singdrossel, Mönchsgrasmücke, Girlitz, Grün- und Buchfink sowohl in Sträuchern und Hecken als auch frei auf Bäumen. Die Nester von Amseln und Sing­dros­seln kann man recht gut von anderen unterscheiden, da die Nestmulde mit feuchter Erde oder einem Brei aus Holzfasern und Speichel ausgekleidet ist.

Eine Besonderheit stellen die Nester des Zaunkönigs dar: Ein Männchen baut drei bis zehn kugelförmig überdachte Nester, von denen sich das Weibchen eines zum Nisten aussucht. Auch der Zilpzalp errichtet kugelige Nester mit seitlichem Eingang. Prinzipiell sollte man beim Aufsuchen eines Vogelnestes vorsichtig sein, damit man die Tiere nicht bei der Brut stört.


Aufwendiger NestbauFoto: blickwinkel/F. Hecker Zaunkönige brüten in Bodennnähe. Der Nestbau ist für das Männchen aufwändig: Es baut drei bis zehn kugelförmig überdachte Nester, von denen sich das Weibchen eines aussuchen kann.

Höhlen- und Halbhöhlenbrüter
Ein recht hoher Anteil der Gartenvögel ist zur Fortpflanzung auf Höhlen, Halbhöhlen, Ritzen und Nischen angewiesen.

BaumhöhlenbrüterFoto: fokus-natur.de Baumläufer Typische in Gärten vorkommende Baumhöhlenbrüter sind Blau- und Kohlmeisen, Stare, Kleiber sowie Feldsperlinge. Je älter ein Baum ist, desto weicher wird sein Stamm. In solch eine Vorlage kann ein Bunt- oder Grünspecht leicht eine Höhle zimmern, die für viele Jahre als Brutstätte für verschiedene Vo­gel­ar­ten dienen kann. Neben Vögeln nutzen aber auch Fledermäuse, Kleinsäuger sowie zahlreiche In­sek­ten­ar­ten natürliche Baumhöhlen als Fort­pflan­zungs- und Wohn­stät­ten.

Bei alten Bäumen entstehen mit der Zeit leicht Risse und Spalten, in denen die rindenartig gefärbten Gartenbaumläufer brüten können. Diese Vögel sind hervorragende Stammkletterer, die in Ritzen nach Insektenlarven und Spinnen suchen.

Halbhöhlen in Bäumen oder anderen natürlichen Requisiten werden von Haus- und Gar­ten­rot­schwän­zen, Grauschnäppern und Rotkehlchen genutzt. Rotkehlchen brüten z.B. auch gerne in Holzstapeln und Reisighaufen.


Mauernischen als Bruthabitate

Auch Gebäude – egal ob Wohnhaus, Gartenlaube oder Garage – werden von den Vögeln als Bruthabitate genutzt. Befinden sich dort Nischen, Dachbalken oder Maueröffnungen, so können Haussperling, Hausrotschwanz, Star, Amsel und Kohlmeise an diesen Stellen ihre Nester errichten. Daneben nutzen auch die selteneren Arten Bachstelze, Gartenrotschwanz, Singdrossel, Grau­schnäp­per, Tannenmeise und Feldsperling solche Plätze als Bruthabitate. In der Fas­sa­den­be­grü­nung bauen Amseln und Zaunkönige gerne ihre Nester.

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