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Pelargonien selbst vermehren

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Schneiden und Stecken


StecklingeFoto: Neder

Zum Schneiden ist ein scharfes Stecklingsmesser ideal. Stumpfe Scheren oder Messer quetschen die Schnittstelle. Mit gut geschärfter Klinge erzielt man auch mit der Schere gute Erfolge. Al­ter­na­tiv leistet eine Rasierklinge hervorragende Dienste.

Zum Stecken eignet sich nährstoffarme Aussaaterde mit geringem Salzgehalt. Sie enthält zudem keine Keime unerwünschter Vermehrungskrankheiten wie Umfallkrankheit, Stängelwelke oder Grauschimmel. Eine Mischung aus Torf und Sand im Verhältnis 1:1 oder das altbekannte Kul­tur­subs­trat TKS 1 eignen sich ebenso – oder die im Handel erhältlichen Torfquelltöpfe, die im Wasser ihre volle Grö­ße entfalten. In die Quelltöpfe steckt man nur jeweils einen Steckling.

Um den Steckling an der Basis nicht zu verletzen oder umzuknicken, formt man mithilfe eines Hölzchens oder Pikierstabes kleine, etwa 3 cm tiefe Löcher in das feuchte Vermehrungssubstrat, steckt den Steckling vorsichtig hinein und drückt leicht an. Die Stecklinge können dicht stehen, sollten sich aber möglichst nicht berühren.


Langer Pelargonien-TriebFoto: Neder 1) Aus einem längeren Pelargonien-Trieb lassen sich ein Kopf- und mehrere Teilstecklinge gewinnen.

2) Die unteren Blätter und alle Blütenknospen entfernen, nur die oberen Blättchen stehen lassen. (Fotos: Neder)

Kopf- und TeilstecklingeFoto: Neder 3) Kopf- und Teilstecklinge sind etwa fingerlang und sollten möglichst die gleiche Länge haben.

4) Erst ein Loch in die Aussaaterde bohren, dann den Steckling hineinstecken und leicht andrücken.

Torfquelltöpfe, Plastik-Pikiertrays und auspflanzbare Einweg-TorftöpfeFoto: Neder 5) Gesteckt werden kann in Torfquelltöpfe, Plastik-Pikiertrays oder mit auspflanzbare Einweg-Torftöpfe.

6) In einem Mini-Gewächshaus sorgt die Kunststoffhaube für die nötige Luftfeuchtigkeit.


Nicht von oben angießen, um einen Befall mit Grauschimmel und anderen Pilzkrankheiten zu vermeiden! Wasser im Untersetzer steigt durch die Kapillarkräfte im Substrat automatisch langsam nach oben. Generell können Pflanzen in Tontöpfen wegen der starken kapillaren Wirkung leichter über einen Untersetzer von unten bewässert werden als solche in Töpfen aus Kunststoff.

Das Eintauchen in ein Bewurzelungshormon kann die Bewurzelung beschleunigen, ist aber nicht unbedingt notwendig. Unter guten Bedingungen bewurzeln die Stecklinge ab ca. 15 °C Bodentem­peratur innerhalb von sieben bis zehn Tagen.

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GartenDialog 2026Foto: Petra Richli

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