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Nur gesunde Knollen bringen gute Erträge

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Krankheiten und Mängel

PflanzkartoffelblütenFoto: Themenbild Die Pflanzen, die aus den Pflanzkartoffeln hervorgehen, bilden die leckeren Knollen, die wir ernten wollen. ­Außerdem schmücken sie den Garten mit hübschen Blüten. Pflanzgut für den Haus- und Klein­gar­ten ist nicht gebeizt, also nicht vor­beu­gend gegen Krankheiten be­han­delt. Deshalb sollte man darauf achten, dass das erworbene Pflanzgut für den Hausgarten weitgehend frei von Rhizoctonia-Befall ist. Die Krankheit kann nämlich vom Pflanzgut auf die Tochterknollen (also die Ern­te­kar­tof­feln) übertragen werden. Auch eine Übertragung über den Boden ist möglich.

Dauerkörper des Pilzes können mehrere Jahre im Boden verweilen. Sie werden durch einen hohen Anteil an unzersetzten Rückständen von Stroh und einen hohen Humusgehalt im Boden gefördert. Daher sollte man vorsichtig mit unverrottetem Stallmist, Kompost o.Ä. als Dünger sein. Gut verrotteter Mist oder Kompost  sollte in jedem Falle im Herbst und nicht im Frühjahr ausgebracht werden. Frischen Mist verträgt die Kartoffelpflanze nicht.

 

Der Profi „beizt“

Unter Beizen versteht man die vorbeugende Behandlung des Pflanzgutes gegen Krankheiten. Die Beizung zielt in erster Linie auf den Erreger der Wurzeltöterkrankheit Rhizoctonia solani ab. Die schwarzen Pocken, die zu den „äußeren Mängeln“ zählen, bilden im Profianbau Qualitätsmängel für den Verkauf. Die Kartoffel wird dadurch aber nicht ungenießbar.

Auch gegen andere Krankheiten wie Schwarzbeinigkeit, Silberschorf und Nassfäule werden in der Landwirtschaft chemische Mittel prophylaktisch eingesetzt. Die Beizmittel sind für den Haus- und Kleingarten jedoch nicht zugelassen und damit auch nicht im Handel erhältlich.

 

Die bedeutendste Kartoffelkrankheit, die Kraut- und Knollen­fäule, kann an den Knollen bleigraue, leicht eingesunkene Flecken verursachen. Schneidet man die Knolle auf, zeigt sich unter dem eingesunkenen Fleck im Innern eine unscharf zum gesunden Gewebe abgegrenzte braune Verfärbung. Die Infektion ist jedoch nicht immer durch die Schalensymptome sichtbar.

Latent infizierte Pflanzknollen, an denen äußerlich keine Erkrankung erkennbar ist, können den späteren Befall im Bestand verursachen. Gleichwohl kann eine In­fe­ktion auch von außen über Sporen in den aufgewachsenen Kartof­felbestand hineingetragen wer­den, denn die Sporen aus bereits befallenen Beständen werden über Wind und Regentropfen weiterverbreitet.

Eine entsprechende Sortenwahl und Vermeidung zu hoher Stickstoffgaben kann die Befallsgefahr mindern. Vorgekeimtes Saatgut und frühzeitiges Legen sind von Vorteil, da die Kartoffeln dann der Krankheit „davonwachsen“ können, d.h. dass beim Absterben des Krautes durch die Krankheit bereits ein befriedigender Ertrag an­gesetzt worden ist. Eine gute Durchlüftung des Bestandes (Wind­richtung, Reihenabstand, Windschatten beachten) fördert schnelle Abtrocknung, diese mindert den Krautfäuledruck.

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