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Apfel- und Birnbäume sachgerecht schneiden

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Auslichten eines BirnbaumesFoto: Wachtmann Der stellvertretende Landesgartenfachberater Sven Wachtmann beim Auslichten einen Birnbaumes: Wer praktisches Wissen sucht, kann sich bei den Fachberatern der Kleingarten-Vereine und -Verbände Rat holen. Vielerorts werden auch Praxis-Lehrgänge zum Obstbaumschnitt angeboten, an denen aus "Nicht-Kleingärtner" teilnehmen können. „Welcher Zeitpunkt ist der richtige, um meinen Obstbaum zu schneiden?“ Diese Frage stellen sich viele Klein­gar­ten­be­sit­zer, gerade dann, wenn im Garten sonst nichts mehr zu tun ist und das herabfallende Laub immer mehr „nackte“ Krone freigibt.

Um diese Frage aber richtig be­ant­wor­ten zu können, muss man sich mit der Biologie des Obstgehölzes näher beschäftigen. Genauer gesagt muss man wissen, was im Inneren des Bau­mes passiert.

Im Sommerhalbjahr befinden sich die sogenannten Wuchsstoffe im ge­sam­ten Baum. Diese sind verantwortlich für das Wachstum der Äste, Zweige und Wurzeln. Im Herbst ziehen sich diese Wuchsstoffe großteils in Stamm und Wurzeln zurück.

Der richtige Zeitpunkt eines Obstbaumschnittes richtet sich nun nach dem Ziel, welches mit dem Schnitt erreicht werden soll.


Winterschnitt gerne bei „alten“ Bäumen

Bei einem normalen Winterschnitt (Verjüngungsschnitt) werden die Wuchsstoffe nicht großartig entfernt, da sie sich ja nicht im Astbereich befinden, sondern im Wurzel- und Stammbereich. Im Frühjahr nach dem Winterschnitt wird der Baum kräftig durchtreiben. Dies wird vor allem bei älteren Bäumen gewünscht, um einen neuen Kronenaufbau zu erzielen.

Etwas nachteilig für den Winterschnitt ist, dass die meisten Wunden über das Winterhalbjahr offen liegen und vom Baum selbst nicht schnell verschlossen werden können. Die Wundheilung ist also im Frühjahr und Sommer deutlich besser, die Wunde liegt nicht lange offen und wird durch die Selbstheilungskräfte des Baumes schnell verschlossen (siehe Kasten).


Frühjahrsschnitt als „Wuchsbremse“

Wird der Schnitt in das späte Frühjahr gelegt, erzielt man eine Wuchsbremse. Denn dabei werden die bereits langsam von Wurzel und Stammbereich bis in jede kleine Astpartie fließenden Wuchs­stof­fe mit weggeschnitten – der Baum wird in seiner Wuchsvitalität „ausgebremst“. Je weiter man den Schnitttermin nach hinten schiebt, umso besser für einen geschwächten Neuaustrieb (d.h. es bilden sich nicht so viele Wasserschosser).

Auch der Sommerschnitt bei Kernobst sollte mehr Beachtung finden. Durch leichte Schnitt­maß­nah­men fällt zur Reifezeit mehr Licht ins Innere (zu den Früchten). Ebenso wird der Pilzbefall minimiert, da durch mehr Luftbewegung die Blätter schneller abtrocknen können.

Ein Sommerschnitt wird allerdings nur empfohlen, wenn durch regelmäßige Schnittmaßnahmen der Baum bereits eine fachgerechte Krone aufgebaut hat.

Bei allen genannten Zeitpunkten ist die oberste Schnittregel zu beachten: Je stärker ich einen Baum zurückschneide, umso stärker ist der Neuaustrieb, vorausgesetzt, der Obstbaum ist grund­sätz­lich vital und gesund.

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