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Gemüsegarten April

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Blätter vom BärlauchFoto: Stein Die Blätter vom Bärlauch (M.) sind leicht zu verwechseln mit den Blättern von giftigen Pflan­zen wie Maiglöckchen (l.), Herbst­zeitlose (r.) oder Gefleckter Aronstab (o. Abb.).

Bärlauch hat jetzt Hochsaison

(bs) Wer auf gesunde Ernährung ach­tet, möchte am liebsten seine Kräu­ter aus dem eigenen Garten in die Küche holen. Zu den ersten Genüssen im Frühjahr gehört der Bärlauch (Allium ursinum), auch als Wilder Knoblauch bekannt.

Bärlauch gedeiht in unseren Gär­ten pro­blem­los. Doch Achtung! Die frisch-grünen Blätter können leicht mit den Blättern von Maiglöckchen (Convallaria), Herbstzeitlosen (Col­chicum autumnale) oder den meist ungefleckten Blättern jüngerer Pflanzen des Gefleckten Aronstabs (Arum maculatum) verwechselt werden. Alle drei Arten sind sehr giftig!

(msh) Wer sich jetzt eines der nicht ganz billigen Töpfchen mit Bärlauch (Allium ursinum) leistet, sollte ihn an einem halbschattigen, feuchten Standort auspflanzen. Der Bärlauch wird bald blühen und ab August aussamen. Vielleicht zeigt der Kaltkeimer schon im kommenden Frühjahr winzige Keimlinge, die in drei bis vier Jahren zu großen Pflanzen heranwachsen, zumindest wenn Sie dort nicht hacken.


Jetzt wird gesät

(msH) Erstes zartes Grün regt sich bei Schnittlauch, Winterheckzwiebeln, Etagenzwiebeln und Gartenampfer. Im März unter Vlies gesäte Kresse ist schnittfertig. Ausgesät werden jetzt nochmals Gartenkresse, Radies, Rettich, Spinat, Markerbsen, Möhren (gibt es jetzt auch in Weiß, Violett, Gelb und Dunkelrot), Pastinaken, Wurzelpetersilie und zum Monatsende Rote Rüben und Blattmangold (Sorte ‘Lukullus’).

(bs) Der April ist Aussaatmonat, und die meisten der Gemüse (bis auf Tropenpflanzen wie Bohnen, Gurken, Zucchini) müssen in den Boden. Gemüse mit kurzen Kul­tur­zeiten, wie z.B. Spinat oder Radieschen, sät man in Folgen von 14 Tagen aus. Auch Kartoffeln und vorkultivierte Setzlinge von Frühgemüse werden nun ausgepflanzt.


Bei wärmeliebendem Gemüse nichts überstürzen

(msH) Wer sehr früh Bohnen, Gurken, Kürbis und Zuckermais ernten will, sät diese ab dem 20. April in Töpfchen aus und stellt die Jungpflanzen später ans Fenster, ausgepflanzt wird ab Mitte Mai. Nur risikobereite Gärtner pflanzen schon Mitte April einige Paprika- und Tomatenpflanzen in Mulchvlies oder Mulchpapier und decken sie dann mit Verfrühungsvlies ab. In mäßigen Frostnächten wird zusätzlich mit Strohmatten o.Ä. abgedeckt. Mit dieser Methode konnten im Ökologischen Gemüsebauversuchsbetrieb der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Bamberg Tomaten schon 14 Tage früher als bei Pflanzung Mitte Mai geerntet werden.


Gretchenfrage: Selbst vorziehen oder Jungpflanzen kaufen?

(bs) Im Gartencenter gibt es jetzt schon eine riesige Auswahl an vorgezogenen Setzlingen in bester Qualität, doch Pflanzen aus eigener Pro­duktion stehen denen in nichts nach. Bei der Sortenauswahl bleiben wohl kaum noch Wünsche of­fen. Denkt man allein an die verschiedenen Tomaten, von Dattel- über Fleisch- bis hin zu Kirschtomaten, an Stäben wachsend oder buschig, ist schon für jeden Anspruch gesorgt.

Die Platzfestigkeit ist wichtig bei Tomaten. Was nützt die sorgfältigste Pflege, wenn nach einem Wetterumschwung mit viel Regen die Früchte verfaulen? Zwar ist bekannt, dass Platzer durch krassen Wechsel von Trockenheit und Nässe verursacht werden, doch wer kann schon alle Tomaten vor Regen schützen?

Platzfeste Sorten wie die Stabtomate ‘Vanessa’ (große Früchte) oder die Cocktailtomate ‘Picolino’ mit mittelgroßen Früchten sind deshalb beliebt. Leider zählen die dünnhäutigen, feinen Kirsch­to­ma­ten nicht zu den stabilsten.

(bs) Zucchini, Gurken, Melonen und Kürbisgewächse gedeihen besser, wenn man sie im Warmen anzieht. Anfang April bis Anfang Mai können sie noch bei Zimmertemperaturen ausgesät werden. Wer jeweils ein bis zwei Samen in Töpfchen sät, bekommt kräftige Pflanzen mit gut entwickeltem Ballen. Mitte Mai bis Anfang Juni können Sie sie dann an eine sonnige, geschützte Stelle pflan­zen.

(bs) Liebhaber von alten Gemüsesor­ten kommen mit Spezialitäten wie dem gefleckten Bindesalat ‘Forellenschuss’, der Roten Bete ‘Chioggia’ oder ‘Mairüben’ in den Ge­nuss von „Omas Küchen­gar­ten“, den sogar Sterneköche wiederentdeckt haben.

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GartenDialog 2026Foto: Petra Richli

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