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Rosen: Profis pflanzen im Herbst

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Rosenschnitt, wenn die Forsythien blühn, ...


Rose ‘Westzeit’ (Noack Rosen)Foto: Themenbild Rose ‘Westzeit’ (Noack Rosen)

Rosen benötigen zur vollen Entfaltung nicht nur einen guten Standort, sondern auch eine re­gel­mä­ßige Pflege. Im Frühjahr – etwa Anfang April –, wenn keine stärkeren Fröste mehr zu erwarten sind, werden sie abgehäufelt und zurückgeschnitten.

Bei frisch gepflanzter Ware werden nur vertrocknete oder erfrorene Partien entfernt. Ansonsten gilt: starker Rückschnitt gleich starker Austrieb, dadurch wachsen Rosen mit langen Blütenstielen und einer großen Blütenfülle heran. Denn der Rückschnitt ist – wie bei allen Gehölzen – ein Eingriff in das Gleichgewicht zwischen Wurzel und Krone, den die Pflanze schnell auszugleichen versucht.

Auch bei Kletterrosen ist ein Rückschnitt möglich. Hier sollte aber möglichst nur das Ausschneiden älterer Zweige vorgenommen werden, um die Vitalität der Pflanze zu erhalten.


Düngen, Wässern, Schneiden – mit Sinn und Verstand

Zur Pflege der Rosen im Garten gehört eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung. Dabei kann das Ausbringen von abgelagertem Kompost schon ausreichend sein, besonders für einmal blühende Sorten. Das Ausbringen von weiterem mineralischem oder organischem Dünger sollte immer nur als Ergebnis einer Bodenprobe erfolgen, ist jedoch bei öfter blühenden Sorten oft notwendig, um die Blühfreudigkeit zu erhalten.

Rosen gedeihen besonders gut, wenn der Boden um die Rose regelmäßig gelockert wird. Bei starker Trockenheit ist ein Wässern mit der Gießkanne direkt an der Wurzel ratsam, das Gießen bzw. Beregnen über die Blätter fördert Krankheiten, besonders den Sternrußtau.

Manche Rosen blühen nur einmal im Jahr, so z.B. viele Kletterrosen. Wer schneiden will, sollte es auf jeden Fall im Sommer direkt nach der Blüte tun. Dann hat die Rose Zeit, für die kommende Saison noch zweijähriges Blütenholz zu entwickeln.

Die meisten Buschrosen  blühen mehrmals im Jahr, je besser „ausgeputzt“ wird, desto üppiger. Dazu sollten in regelmäßigen Abständen alle abgeblühten Rosen mit bis 1/3 der Stiellänge ab­ge­schnit­ten werden. Durch diesen Eingriff wird die Rose zum erneuten Blühen angeregt.

Rolf Möhrke,
Landesfachberater des Landesverbandes
der Gartenfreunde Sachsen-Anhalt

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