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Fugen clever begrünen

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ThymianFoto: Steffen Hauser/Botanikfoto Der Niedergestreckte bzw. Gewöhnliche Frühblühende Thymian (Thymus praecox subsp. praecox) eignet sich gut für sonnige Standorte.

Praxistipps fürs „Fugengrün“

Die Begrünung der Fugen funktioniert im Prinzip ganz einfach. Ideale Zeitpunkte für die Aussaat sind der Herbst oder das Frühjahr. Vermischen Sie die jeweilige Saatgutmischung großzügig mit einem Füllstoff, wie z.B. Sand. Anschließend ver­teilen Sie die Mischung über die befestigte Fläche und kehren sie diagonal zum Fugenverlauf ein. Bedecken Sie das einge­kehrte Saatgut nicht zusätzlich mit Erde.

Es ist von Vorteil, wenn die Samen bei entsprechender Fugentiefe 1–2 cm unterhalb der Pflasteroberkante liegen, damit sie nicht vom Winde verweht werden. Ein weiterer Vorzug der geschützten Lage: Die zarten, gerade aufgekeimten Pflanzen bleiben von Fußtritten verschont.

Nach dem Einkehren der Aussaat in die Fugen gießen Sie die eingearbeitete Mischung ausreichend. Sofern die Pflastersteine nicht schon verlegt worden sind, lautet der Expertentipp: Legen Sie die Fugen direkt etwas breiter an, das erleichtert das Aussäen und Begrünen.
 

 

Wenn Sie breite Fugen mit Kleinballenstauden (z.B. aus dem Multitopf) bepflanzen, wässern Sie die Wurzelballen vorher gründlich! Der große Vorteil dieser Art der Bepflanzung ist: Die Fugen sind danach direkt „fertig“. Allerdings ist dieses Prozedere deutlich mühsamer und zeitaufwändiger als die Aussaat. Für die Begrünung der Zwischenräume von Natursteinplatten oder -pflaster ist die Anpflan­zung – bei ausreichender Fugenbreite – dennoch die Methode der Wahl. Auch eine Kombination von Aussaat und Pflanzung ist möglich.

Unterschiedliche ArtenFoto: Schonschek Eine Mischung unterschiedlicher Arten wirkt besonders ­abwechslungsreich.

 

Weitere Pflegemaßnahmen

Bei lang anhaltender Trockenheit gießen Sie die Fugenpflanzen. Das ist vor allem dann sehr wichtig, wenn die Pflanzen noch recht jung sind und ihr Wurzelsystem noch nicht voll ausgebildet ist. Weitere Pflegemaßnahmen sind bei einer intensiven Benutzung der Fläche nicht erforderlich: Das regelmäßige Betreten des Pflasters hält Stauden, Kräuter und Gräser in den Fugen fast von alleine auf niedriger Wuchshöhe.

Dort, wo die Wege nicht so stark frequentiert werden, fahren Sie ab und zu mit dem Rasenmäher darüber. Je nach Art und Sorte kann eine gelegentliche Düngung helfen, das Erscheinungsbild der „Fugenflora“ zu verbessern.

Ganz gleich, ob intensiv genutzt oder nicht: Einmal im Jahr sollten Sie die abgeblühten Pflanzen zurückschneiden – mit einem Rasenmäher oder einem Freischneider. Entfernen Sie das Schnittgut, damit die Fläche mager und wildkrautfrei bleibt. Sollten dennoch unerwünschte Wildkräuter in den Fugen aufgehen, entfernen Sie sie gründlich von Hand. Nichts in den Fugen zu suchen haben vor allem Gehölzsämlinge, hohe Kräuter sowie Neophyten.

 
Fazit

Voraussetzung für eine erfolgreiche Fugenbegrünung sind eine sorgfältige Ausführung und ein wenig Geduld. Mit der Zeit entstehen dort, wo einst triste graue Fugen das Bild prägten, attraktive grün-bunte Polster und Muster, die ganz nebenbei auch noch als Insektenweide dienen. Mit begrünten Fugen können Sie Flächen also durchaus repräsentativ gestalten! Einen ganz be­son­de­ren natürlichen Charme entwickelt die Fugenbegrünung zwischen unregelmäßig geformten Natursteinplatten oder großformatigen Pflastersteinen.

Christine Schonschek

 

PfennigkrautFoto: emer/Fotolia.com Pfennigkraut

Deutscher Name
Botanischer Name
Blaugrünes Stachelnüsschen Acaena buchananii
Braunblättriges Stachelnüsschen Acaena microphylla ‘Kupferteppich’
Gewöhnliches Katzenpfötchen Antennaria dioica var. dioica
Filziges Katzenpfötchen Antennaria dioica var. borealis
Andenpolster Azorella trifurcata
Römische Kamille Chamaemelum nobile
Laugenblume Cotula squalida
Mauer-Zimbelkraut Cymbalaria muralis
Bleiches Zimbelkraut Cymbalaria pallida
Sündermanns-Silberwurz Dryas x suendermanii
Frühlings-Hungerblümchen Erophila verna
Gefleckte Wolfsmilch Chamaesyce maculata
Herzblättrige Kugelblume Globularia cordifolia
Kriechendes Gipskraut Gypsophila repens
Kahles Bruchkraut Herniaria glabra
Orangerotes Habichtskraut Hieracium aurantiacum
Kleines Habichtskraut Hieracium pilosella
Schuttkresse Lepidium ruderale
Pfennigkraut Lysimachia nummularia
Strahlenlose Kamille Matricaria discoidea
Schwarzfrüchtiger Drahtstrauch Muehlenbeckia axillaris
Steinbrech-Felsennelke Petrorhagia saxifraga
Teppichverbene Phyla nodiflora var. nodiflora
Frühlings-Fingerkraut Potentilla tabernaemontani
Gewöhnliches Niederliegendes  Salzkraut Sagina procumbens
Sternmoos Sagina subulata
Scharfer Mauerpfeffer Sedum acre
Weiße Fetthenne Sedum album in Sorten
Milder Mauerpfeffer Sedum sexangulare
Rote Schuppenmiere Spergularia rubra
Gewöhnlicher Frühblühender Thymian Thymus praecox subsp.
praecox
Arznei-Thymian Thymus pulegioides
Sand-Thymian Thymus serpyllum

 

Bezugsquellen für Fugenmischungen

Kräuter- und Wildpflanzen-Gärtnerei Strickler
Tel. 0 67 31/38 31
www.gaertnerei-strickler.de

Rieger-Hofmann
Tel. 0 79 52/9 21 88 90
www.rieger-hofmann.de
(Mindestbestellwert 30 Euro)

Templiner Kräutergarten
Tel. 01 76/45 01 51 00
www.templiner-kraeutergarten.de 

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