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Nistkasten für Vögel selbst bauen

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Vögel auf Wohnungssuche: Bauanleitung für einen Meisenkasten mit Marderschutz


Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde,

Der Vogelwart informiert über den NistkastenbauFoto: Barg Und so sieht der fertige Meisenkasten aus. Das vorgezogene Ein­flugloch verhindert, dass Marder mit der Pfote durch das Flugloch an die Brut gelangen. wenn man ein wenig handwerkliches Geschick hat, macht es Spaß, einmal Nistkästen für die Vögel selbst her­zu­stel­len. Nistkästen las­sen sich schon mit einfachsten Werkzeugen bauen, die normaler­weise in jedem Haushalt zu finden sind: Säge, Hammer, Raspel, Schraubendreher, Maßband, Winkel, Lineal und Bleistift reichen aus.

Eine Werkbank zur Bearbeitung der einzelnen Teile und ein Loch­boh­rer zur Vorbereitung der Fluglöcher wä­ren sinnvoll, da ohne diese Werk­zeu­ge die Bearbeitung mühselig ist. Mit einer elektri­schen Kreis- oder Stich­sä­ge lassen sich die Bretter müheloser und genauer zuschneiden, aber das ist schon etwas für versierte Bastler.

Bitte beachten Sie: Nistkästen sollten möglichst bis Mitte, spätes­tens bis Ende Februar aufgehängt werden. Manchmal, bei milder Witterung, beginnen einige Singvögel bereits im März mit dem Erstgelege.


Materialien

Holz (Stärke: 20 mm) ist das wichtigste Material. Am besten eignet sich von der Bearbeitung her Tanne, Fichte oder Kiefer.

Der Vogelwart informiert über den NistkastenbauFoto: Barg Blick von oben in den Meisenkasten Wer die Kosten nicht scheut oder günstig an wasserfest verleimtes Sperrholz oder Spanplatten V 100 herankommt, sollte die­ses Ma­te­ri­al verwenden. Haltbarkeit und Form­be­stän­dig­keit sind dadurch wesentlich verbessert.

Außerdem benötigen Sie noch Schrau­ben bzw. Nägel für das Zu­sam­men­bau­en, Dübel für die Sei­ten­wän­de, einen Schraubhaken, eine Ring­schrau­be, eine Ringhakenschraube und Draht zum Aufhängen des Nistkastens.


Größe und Form des Nistkastens richten sich nach den Ansprüchen der zukünftigen Bewohner:
  • Wählt man ein kleines Flugloch mit 26 mm Durchmesser, so be­vorzugen die kleineren Arten wie Blau-, Hauben-, Sumpf- und Tannenmeise sowie Feldsperling den Kasten.
  • Bei einer Fluglochgröße von 32 mm Durchmesser nisten Arten wie Kohlmeise, Trauer- und Halsbandschnäpper, Garten­rot­schwanz, Kleiber, Haussperling und Wendehals.

Bauanleitung
  • Rückwand: 140 x 280 mm (A)
  • zwei Seitenwände, 180 und 220 mm breit, 280 und 235 mm hoch (B)
  • Boden: 140 x 140 mm mit fünf 8 mm großen Bohrlöchern (C)
  • Dach: 200 x 280 mm (D)
  • obere Vorderwand: 180 x 95 mm (E)
  • Vorderboden: 180 x 40 mm (F)
  • untere Vorderwand: 140 x 160 mm (G)

Und so wird es gemacht:
  1. Bei der Rückwand (A) mit einer Raspel vorher die Schrägung der Seitenwände anpassen.
  2. Anschließend die Rückwand an den Boden (D) nageln oder schrauben.
  3. Die Seitenwände (B) an Boden (D) und Rückwand nageln oder schrauben.
  4. Obere Vorderwand: Einflugloch (26 oder 32 mm) in die oberen Vorderwand bohren.
  5. In den Seitenwänden, in der Höhe des oberen Vorderbodens, je Seite einen Dübel einsetzen, als Haltepunkt für die untere Vorderwand. Tiefe (2 cm) der Vorderwand beachten, damit es zu keinem Lichteinfall kommt.
  6. In der unteren Mitte der Vor­derwand einen Schlitz sägen (1,2 mm tief und 0,6 mm breit) für einen Schraubhaken mit Gewinde zum Festsetzen der Vorderwand.
  7. Dach (E): An der Rückseite die Dachkante mit einer Raspel angleichen.
  8. Das Dach mit gleichem Seitenüberstand festnageln.
  9. An den Seitenwänden im oberen Drittel je eine Ringschraube und eine Ringhakenschraube einsetzen.
  10. Ein Draht verbindet beide Schrau­ben zum Aufhängen. Den Kasten in einer Höhe von 160?–300 cm aufhängen.

Viel Spaß beim Basteln.

Günter Barg

 


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