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Niedrige Ziergehölze für Ihren Garten

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  • Zwerg-Zierkirsche
  • Japanischer Perlschweif

Einheimischer SeidelbastFoto: mauritius images/Jaanus Järva/AlamyKleine Pflanzen mit großem Charme

Neben Stauden bereichern vor allem Ziergehölze unsere Gärten. Sie sorgen im Winter für Struktur und set­zen von März bis Oktober mit ihrer Blüte, schönem Laub und prächtiger Herbstfärbung Ausrufezeichen im Garten.

Wir möchten Ihnen eine kleine Auswahl weniger bekannter Arten vorstellen, deren Wuchshöhe zwischen 60 und 300 cm liegt. Viele der Arten ziehen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge geradezu magnetisch an. Und auch wir Gärtner lassen uns gerne von ihren Farben, Formen und Düften verlocken.

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Frühe Bienenweide

Der einheimische Seidelbast (Daphne mezereum) ist eine wertvolle frühe Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlinge. Blüten und Früchte haben auch optisch viel zu bieten. Aber Vorsicht: Alle Pflanzenteile sind sehr giftig!


Frühe BienenweideFoto: Flora Press/Lilianna Sokolowska


Größe: 100–150 cm hoch und breit
Standort: sonnig bis halbschattig, bevorzugt lehmige, kalkhaltige Böden
Blütezeit: März/April
Tipp: Die häufig angebotene Sorte ‘Rubra Select’ ist eine Auslese des Seidelbastes mit einer besonders satten, leuchtenden Blütenfarbe.


Sommerliche Blütenfülle

Mit seinem kompakten Wuchs, dem schönen, silbergrauen Laub und den blauviolettfarbenen Blüten ist der Weißgraue Bleibusch (Amorpha canescens) ein hübscher Sommerblüher mit ge­rin­ge­rem Platzbedarf. Er ist in den Steppen und Prärien Nordamerikas und Mexikos zu Hause und daher ein Sonnenkind.


Weißgrauer BleibuschFoto: Flora Press/Otmar Diez, Foto (r.): Eggert Baumschulen


Größe: 70–100 cm hoch, 70–150 cm breit
Standort: liebt warme, sonnige Lagen, verträgt Trocken­heit
Blütezeit: Juni bis August
Tipp: Im Winter den Wurzelbereich mit Laub und Reisig schützen, Rückschnitt im März.


Futterkugeln für Schmetterlinge

Der aus Nordamerika stammende Knopfbusch (Cephalanthus occidentalis) besticht durch seine ungewöhnlichen, kugelrunden Blütenstände. Damit begeistert er nicht nur Gartenfreunde, sondern lockt auch unzählige Schmetterlinge an.


KnopfbuschFoto: Baumschule Hachmann


Größe: 150–180 cm hoch, 100–150 cm breit
Standort: gedeiht in sonnigen und halbschattigen Lagen
Blütezeit: Juli bis August
Tipp: verträgt auch nasse und sogar sumpfige Böden

 

Chinesischer JudasbaumFoto: Baumschule Hachmann

Schön in Blatt und Blüte

Die Sorte ‘Avondale’ ist eine kompakt wachsende Züchtung des Chinesischen Judasbaumes (Cercis chinensis) mit großen, herzförmigen Blättern und einer leuchtend gelben Herbstfärbung. Im April erscheinen die auffälligen purpurrosa Blüten, die sogar direkt am Stamm gebildet werden („Kau­li­flo­rie“).

Größe: 150–250 hoch, 80–200 cm breit
Standort: liebt warme, sonnige Lagen und durchlässige, eher trockene Böden
Blütezeit: April
Tipp: In rauen Lagen ist ein Winterschutz empfehlenswert.

 
Zwerg in Bestform

Der aus Nordamerika stammende Erlenblättrige Federbuschstrauch (Fothergilla gardenii) begeistert durch seine nach Honig duftenden Blüten, das hübsche Blatt und die leuchtend gelbe bis schar­lach­ro­te Herbstfärbung. Mit seinem langsamen Wuchs und der guten Gesundheit ist er eine wert­vol­le und dauerhafte Pflanze.


Erlenblättriger FederbuschstrauchFoto: Hans-Roland Müller/Botanikfoto, Foto (r.): Baumschule Hachmann


Größe: 60–80 cm hoch und breit
Standort: sonnig bis halbschattig, bevorzugt humose oder leicht lehmige Böden
Blütezeit: Mai


Reinweißer Blütentraum

‘Summer Snowflake’, eine kompak­te Züchtung des Japanischen Schneeballs (Viburnum plicatum), besticht durch seine eleganten, reinweißen Blüten, die dekorativen hellroten Früchte und die prächtige rote bis purpurrote Herbstfärbung. In Kombination mit der langen Blütezeit und der gleichmäßigen Wuchsform ist ‘Summer Snowflake’ ein wahrer Gartenschatz.


Japanischer SchneeballFoto: Bundessortenamt


Größe: 150–200 cm hoch, 100–180 cm breit
Standort: sonnig bis halbschattig, bevorzugt nährstoffreiche, humose Böden
Blütezeit: Hauptblüte Mai/Juni, Nachblüte bis Ende September

 

ZimterleFoto: Steffen Hauser/Botanikfoto

Insektenfutter für den Sommer

Ein aromatischer Duft nach Vanille zeichnet die in den Wäldern und Sümpfen Nordamerikas beheimatete ­Zimterle (Clethra alnifolia, auch Scheineller genannt) aus. Weitere Pluspunkte sind ihre lange Blütezeit, ihre Attraktivität für Schmetterlinge, Bienen und Hummeln und die gelbe Herbstfärbung.

Größe: 200–250 cm hoch, 100–200 cm breit
Standort: gedeiht in sonnigen und schattigen Lagen gleichermaßen, liebt feuchte bis nasse Böden
Blütezeit: Juli bis September

 

Blütenwolken in Purpurrosa

Nur bedingt frosthart, aber wunderschön ist der Buschklee (Lespedeza thunbergii), ein wertvoller Spätblüher aus Asien. Ab September bildet er Hunderte leuchtend purpurrosa Schmet­ter­lings­blü­ten an langen, bogig überhängenden Trieben.


BuschkleeFoto: Flora Press/GWI, Foto (r.): Eggert Baumschulen


Größe: 100–150 cm hoch und breit
Standort: liebt sonnige, warme und ge­schütz­te Lagen und durchlässige Böden
Blütezeit: Anfang September bis zum Frost
Tipp: Triebe frieren im Winter häufig zurück, dann im Frühling rigoros zurückschneiden (wachsen schnell), in rauen La­gen ist ein Winterschutz empfehlenswert.


Zart und gehaltvoll

Bei dem Buschgeißblatt (Diervilla x splendens) handelt es sich um eine Kreuzung aus dem Kanadischen Buschgeißblatt (Diervilla lonicera) und dem Stiellosen Buschgeißblatt (Diervilla sessilifolia). Die zarten, schwe­fel­gel­ben Blüten bie­ten Schmetterlingen, Bienen und Hummeln reichlich Nahrung. Schön sind auch der kupferfarbene Austrieb und die orangerote Herbstfärbung.


BuschgeißblattFoto: Eggert Baumschulen


Größe: 100–150 cm hoch und breit
Standort: sonnig bis halbschattig, gedeiht auf allen Böden
Blütezeit: Juli/August
Tipp: sehr robust, frosthart und trockenheitsverträglich


Spät und schön

Das Bezaubernde am Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) ist seine späte Blütezeit, die Reich­blü­tig­keit und die schöne violettblaue Blütenfarbe. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Mittelmeerraum bis zur Krim. Die duftenden Blüten sind auch für Bienen und Hummeln sehr attraktiv.


MönchspfefferFotos: Eggert Baumschulen


Größe: 100–250 cm hoch, 100–200 cm breit
Standort: liebt sonnige, warme und geschützte Standorte sowie durchlässige Böden
Blütezeit: August bis Anfang Oktober
Tipp: Schneiden Sie den Mönchspfeffer im März um 30–50 % zurück. Dann bleibt er schön buschig und kompakt.

 
Blüten auf Zickzack-Kurs

Die Zwerg-Zierkirsche (Prunus incisa ‘Kojou-no-mai’) wächst sehr kompakt und besitzt interessante zickzackförmige Triebe. Sie blüht extrem reich und zeigt ab September eine leuchtend karminrote Herbstfärbung.


Zwerg-ZierkirscheFoto: Baumschule Hachmann


Größe: 100–120 cm hoch, 80–120 cm breit
Standort: bevorzugt sonnige Lagen und fruchtbare Böden
Blütezeit: März/April


Botanische Perlenkette

Bereits vor dem Laubaustrieb und wie Perlen an einer Schnur aufgereiht erscheinen die zau­ber­haf­ten, hellgelben Blütenglöckchen des Japanischen Perlschweifs (Stachyurus praecox). Bienen und Hummeln laben sich gerne an den frühen Blüten. Ein weiterer Pluspunkt ist die gelbe bis rötliche Herbstfärbung des Laubs. An optimalen Standorten können alte Pflanzen auch eine Wuchshöhe von über 300 cm erreichen, lassen sich aber durch Rückschnitt problemlos im Zaum halten.


Japanischer PerlschweifFoto: Eggert Baumschulen


Größe: 200–300 cm hoch, 100–200 cm breit
Standort: liebt sonnige bis halbschattige, warme und geschützte Lagen
Blütezeit: März/April
Tipp: In rauen Lagen im Winter mit Laub und Reisig schützen.

 

Bezugsquellen


Böhlje Baumschulen
Tel. 0 44 88/99 86 0
www.boehlje.de

Eggert Baumschulen
Tel. 0 48 27/93 26 27
www.eggert-baumschulen.de

Baumschule Hachmann
Tel. 0 41 23/20 55
www.hachmann.de

Baumschule Horstmann
Tel. 0 48 92/8 99 34 00
www.baumschule-horstmann.de

 

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