• Pflanzenporträts

Gartenschatz: Wirsing

Brassica oleracea var. sabauda

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Gartenschatz
  • Wirsing
  • Welsch-Kohl
  • Wirsingblätter

WirsingFoto: oenning/Adobe Stock

Der Wirsing, auch Welsch-Kohl genannt, ist im Anbau und in der Verwertung dem Weißkohl ähnlich. Je nach Sorte wird in frühen, mittleren und späten Anbau unterschieden und er entsprechend Früh-, Sommer- sowie Herbst-/Winterwirsing genannt. Früh- und Sommerwirsing haben hellgrüne Blätter und einen milden Geschmack, Herbst- und Wintersorten haben dunkelgrüne, feste Blätter und schmecken würziger. Eine Besonderheit ist die Sorte ‘Violaceo di Verona’: Erste kalte Herbstnächte färben die Blätter außen violett, innen bleiben sie zartgrün.

Der Vitamin-C-haltige Kohl stammt vermutlich aus Italien und wird seit dem Mittelalter in Deutschland angebaut.

Wie andere Kohlarten sollten Sie Wirsing zum Schutz vor Krankheiten nur alle drei bis vier Jahre auf demselben Beet anbauen und nicht zusammen mit anderen Kreuzblütlern.

Wenn Sie bereits im Sommer einzelne Wirsingblätter ernten und den Strunk stehen lassen, können Sie sich im Herbst auf eine zweite Ernte freuen. Denn nach kurzer Zeit bilden sich in den Blattachseln neue Sprossen und daraus bis zum Herbst Miniköpfchen.

 

Empfehlenswerte SortenLage: sonnig
Boden: nahrhaft, humos, gut belüftet, lehmige Böden sind gut ge­eignet
Aussaat: Vorkultur Ende Februar bis Ende Mai, Direktsaat im Freiland von April bis August, Saattiefe 0,5–1 cm
Abstand: Frühwirsing: Reihe 40 cm, Pflanze 40 cm, Herbst- und Winterwirsing: 50 x 50 cm
Düngerbedarf: 3–5 kg/m2 Kompost vor dem Pflanzen, vor der Kopfbildung mit Brennnesseljauche oder Hornmehl düngen, Stark­zehrer
Pflege: ausreichend und gleichmäßig mit Wasser versorgen, regel­mäßig hacken, mit Rasenschnitt mulchen, Anhäufeln vor der Kopfbildung fördert das Wurzelwachstum, Kulturschutznetze helfen gegen Kohlfliege, Erdflöhe, Kohlmotte und den Kleinen Kohlweißling.
Ernte: Wenn Sie frühe, mittelspäte und späte Sorten kombinieren, können Sie etwa von Mai bis Februar frischen Wirsing ernten.
Genuss: gekocht oder als Krautroulade, feingeschnitten zum Rohkostsalat, Suppeneinlage, als Gemüsechips
Tipp: Überwinterungssorten wie ‘Advent-Wirsing’ können Sie ab August aussäen und ab Mai ernten.

 

Kartoffelsuppe mit WirsingFoto: fabiomax/Adobe Stock

Kartoffelsuppe mit Wirsing

Zutaten (4 Portionen):

• 2 EL pflanzliches Öl
• 1 Stange Porree
• 2 große Möhren
• 1 Zwiebel
• 800 g Kartoffeln
• 1,5 l Brühe
• 600 g Wirsing
• Schnittlauch
• 3 EL Rapsöl
• Salz und Pfeffer
• Crème fraiche

Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten

• Porree und Möhren waschen und in Ringe bzw. Scheiben schneiden, die Zwiebel schälen und hacken.
• Öl in einem großen Topf erhitzen, Porree, Möhren und Zwiebel darin anbraten.
• Kartoffeln schälen, halbieren und den Wirsing waschen und in grobe Stücke zupfen.
• Wenn die Zwiebel glasig ist, die Brühe und die Kartoffeln in den Topf geben, 15 Minuten köcheln lassen. Dann die Suppe etwas abkühlen lassen und im Topf mit einem Stab pürieren.
• Nun den Wirsing in die Suppe geben und noch mal 10 Minuten kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Crème fraiche und Schnittlauch garnieren.
• Je nach Geschmack Würstchen, Croutons oder Graubrot zu der Suppe servieren.

 

rs

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