- Pflanzenporträts
Gartenschatz: Spargelbohne
Foto: lzf/Adobe Stock
Die Spargelbohne – auch Spaghetti- oder Schlangenbohne genannt – ist eine wuchsfreudige Kletterbohne. Ihr Vorfahre, die Augenbohne (Vigna unguiculata), stammt aus Westafrika und wurde in Südostasien auf lange Hülsen hin gezüchtet. In unserem Klima werden die Hülsen etwa 50–60 cm lang, in den Hauptanbaugebieten in China, Korea sowie Ost- und Südasien dagegen bis zu 90 cm. Die einjährige Pflanze liebt es warm und sonnig. Sie wächst gut bei Temperaturen zwischen 25–35 °C und eignet sich damit ideal fürs Gewächshaus oder eine windgeschützte Südwand. Trockenheit macht der Pflanze wenig aus, doch steigt mit guter Bewässerung der Ertrag.
In Brasilien werden die ausgereiften Kerne getrocknet und zu Mehl verarbeitet. Junge Blätter (ohne Stiele) sind gekocht ebenfalls essbar.
Fotos: ruzz; Lili.Q/beide Adobe Stock
Lage: sonnig, warm, windgeschützt
Boden: nährstoffreich, durchlässig
Aussaat: Vorkultur Ende April zur Pflanzung (im Gewächshaus) Ende Mai oder Direktsaat im Freiland ab Mitte Mai, Saattiefe 2–3 cm
Abstand: Reihe 100 cm, Pflanze 25–30 cm
Düngerbedarf: gering (Stickstoffsammler); etwas Kompost bei Pflanzung einarbeiten
Pflege: feuchter kultivieren als Stangenbohnen, ca. 3 m hohe Rankhilfe aufstellen, mulchen
Ernte: ab Mitte Juli, ca. 70 Tage nach Aussaat
Genuss: Der Geschmack erinnert an Kartoffeln. Junge Hülsen roh, kurz angebraten oder gedämpft; Hülsen mit Speck umwickelt und gedünstet, sehr gut für den Wok geeignet oder im Ofen gebacken direkt vom Blech. Die Bohnen lassen sich auch einfrieren.
Tipp: Spargelbohnen sind roh essbar, da sie kein Phasein enthalten.
Indonesischer Bohnensalat
Zutaten (4 Portionen):
• 250 g frische Spargelbohnen
• getrocknete Chilischoten (Anzahl je nach gewünschtem Schärfegrad)
• 3 Knoblauchzehen
• 1 TL Garnelenpaste
• 1 EL Pilzbrühe
• 1 Prise Zucker, 1 Prise Salz, etwas Hühnerbouillon
Foto: Ika Rahma/Adobe Stock
Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten
• Bohnen abwaschen und in kleine Stücke schneiden
• Chili, Zucker und Salz im Mörser zerreiben, dann Knoblauch, Pilzbrühe und Garnelenpaste hinzugeben und alles fein zerdrücken
• Bohnen und Paste in eine Schüssel geben und die Bohnen vorsichtig mit einem Löffel oder einem Stößel in die Paste einarbeiten, so nehmen die Bohnen das Aroma gut auf
• Masse wenden und zerkleinern
• mit einer Prise Hühnerbouillon abschmecken
rs








