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Wildpflanzen: das Gänseblümchen

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Gänseblümchen
  • Maßliebchen
  • Tausendschön
  • Gesundheit
  • Korbblütengewächse

GänseblümchenFoto: Breder Gänseblümchen wenden ihre Blütenkörbchen der Sonne entgegen Tatsächlich wird das Gänseblümchen als Gänsefutter verwendet und erhielt daher seinen deutschen Na­men. Viele Gartenfreunde kennen das kleine Gewächs auch als Maßliebchen oder Tausendschön. Sein wis­sen­schaft­li­cher Name „Bellis" entstammt dem lateinischen Wort „bellus" für „hübsch, niedlich". Der Artname „perennis" bedeutet ausdauernd und weist darauf hin, dass die Pflanze fast ganzjährig blüht.

Die jungen Blättchen munden als Salatzugabe oder als Wildgemüse. Zudem war und ist das Gän­se­blüm­chen in der Volksmedizin beliebt: Es lässt sich z.B. als Heilkraut bei Erkältungskrankheiten, bei Rheuma, Beschwerden im Magen-Darmbereich oder zur Blutreinigung einsetzen. Äußerlich wird es bei Hautausschlägen und zur Wundheilung verwendet.

Das Gänseblümchen liebt viel Licht und wendet seine Köpfchen der Sonne entgegen. Nachts oder bei schlechtem Wetter schließen sich die Blütenkörbchen. Käfer, Schmetterlinge und Fliegen la­ben sich gerne am Nahrungsangebot der Blüten. Die für den Garten als Zierpflanzen an­ge­bo­te­nen Sorten mit gefüllten Blüten machen es den Tierchen jedoch schwer, an den Pollen zu ge­lan­gen. Also lieber der Wildform einen Platz im Garten schenken.

Die kleinen Pflanzen mögen frischen, nährstoffreichen Lehm- und Tonboden. Sie wachsen an Wegrändern, auf Wiesen und Weiden, im Parkrasen und auch im Garten, wenn sie dürfen. West- und Südeuropa sind die bevorzugte Heimat des Gänseblümchens, wobei es von der Ebene bis in mittlere Gebirgslagen vordringt.

 

Steckbrief

Botanischer Name: Bellis perennis

Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae)

Blütenfarbe: außen weiße oder rötlich überlaufene Zungenblüten, innen gelbe Röhrenblüten

Blüte: in einzelnen Körbchen am Ende des Stängels, Blütenköpfe hohl

Blütezeit: Februar bis November

Wuchshöhe: 3 bis 10 cm

Vorkommen: sehr häufig

Frucht: Achäne (einsamige Frucht der Korbblütler, deren Samen bei der Reife und Verbreitung von der ganzen oder von Teilen der Fruchtwand umschlossen bleiben, auch als Schließfrucht bezeichnet) knapp 1 mm lang, ohne Haarkranz

Stängel: blattlos, aufrecht

Blätter: in grundständiger Rosette, spatelig oder verkehrt-eiförmig, gekerbt

Besondere Eigenschaft: Salatpflanze, alte Heilpflanze

Christiane Breder

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