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Fetthenne – Pflegeleichter Dickhäuter für den Garten

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FetthenneFoto: GMH/Peter Behrens Auch Hühner können von der Fetthenne nicht genug be­kommen: Henne „Trude“ sieht sich die Staude des Jahres 2011 einmal ganz aus der Nähe an. Die Fetthenne (Sedum) gehört zu den pflegeleichten Pflanzen im Garten und fühlt sich an vielen Stand­or­ten wohl. Der deutsche Name Fetthenne bezieht sich auf ihre dickfleischigen Blätter. Sie dienen als Was­ser­spei­cher und machen die Pflanze zu einem Tro­cken­heits­spe­zia­lis­ten, der auch auf steinigen und mageren Böden gut gedeiht. Einzig Staunässe vertragen die Pflanzen nicht.


Strukturstarke Zwerge

Die Gattung Sedum umfasst rund 500 Ar­ten, die vorwiegend in nördlichen Brei­ten­graden vorkommen. Davon sind einige schon seit Langem in unseren Gärten hei­misch, insbesondere teppichbildende Arten, die früher auf Mauern und Dächer gesetzt wurden, um dem Volksglauben nach vor Blitzschlag zu schützen. Aber ob nun hoch oben auf dem Dach, als Un­ter­pflan­zung, in Töpfen oder im Steingarten – die an­spruchs­lo­sen kleinwüchsigen Arten fühlen sich an sonnigen, durchlässigen Standorten wohl und bilden dort dichte Kissen.

Sie zeichnen sich durch eine attraktive üppige Blüte und ihr farbenfrohes Laub aus. Die dekorativen Blattrosetten sind auch ohne Blüte eine Zierde, da die Blattfarben je nach Art von Graugrün, Grün, Gelb über Kupferrot bis hin zu einem sil­brigen Farbton reichen können. Die Blüte zeigt sich bei den meisten Fetthennen von Juni bis August in Weiß oder Gelb. Die Sedum-spurium-Sorte ‘Fuldaglut’ leuch­tet sogar in Karminrot.

Besonders beeindruckend ist die Robustheit der Pflanzen, so bilden sie auch an trockenen oder sonnigen Standorten zuverlässig schöne Blatt- und Blütenteppiche. Viele der kleinwüchsigen Sedum-Arten zeigen sich im Herbst nochmals in attraktiven Farben, so etwa die Sedum-album-Sorte ‘Coral Carpet’, deren Blätter von Grün zu einem intensiven Korallenrot wechseln und damit für zusätzliche Farbe im herbstlichen Garten sorgen.


Attraktive Kontraste

Höherwüchsige Arten und Sorten eignen sich wunderbar für Staudenbeete. Sie sind vom Austrieb über die Blüte bis hin zum Samenstand attraktiv. Je nach Sorte bilden sie von Juli bis Oktober 30–60 cm hohe Blütenschirme. Es gibt Sorten, die in kräftigem Rosarot, Weiß, Hellrot oder leuch­ten­dem Dunkelrot blühen.


Fetthenne - Xenox YellowFoto: GMH/Christiane Bach Die Sorte ‘Xenox Yellow’ zeichnet sich durch ein dunkles Blatt und eine attraktive gelbe Blüte aus.


Im Staudenbeet pflanzen Sie sie am besten in kleinen Gruppen. Besonders gut lassen sich hohe Fetthennen mit Pflanzen kombinieren, die aufrechte Strukturen aufweisen. Diese bilden wun­der­ba­re Kontraste zu den tellerförmigen Fetthennen-Blüten. Gräser wie Federgras (Stipa) oder Reitgras (Calamagrostis) sind z.B. geeignete Partner. Zusammen mit Herbst­astern oder herbstblühenden Gehölzen zieren sie jeden Garten.

Ebenfalls ein wertvoller Spätblüher ist die etwa 25 cm hoch wachsende Sedum cauticola ‘Ro­bus­tum’. Besonders schön ist ihre lang anhaltende karminrote Blüte im September und Oktober. Die Sorte besitzt zudem rötliche Triebe und blau bereifte, rötlich geränderte Blätter. Im Herbst werden diese Fetthennen außerdem zum Magneten für Schmetterlinge und andere Insekten.


Fetthenne - RobustumFoto: GMH/Christiane Bach Die Sorte ‘Robustum’ ist ein äußerst wertvoller Spätblüher mit karminroten Blüten, die sich von September bis Oktober zeigen.


Auch die hohen Arten und Sorten bevorzugen sonnige Standorte. Auf feuchten und zu stark gedüngten Plätzen nimmt die Standfestigkeit der Pflanzen ab. Auch nach der Blüte haben hohe Fetthennen eine vornehme Wirkung. Mit Reif oder Schnee geschmückt, sorgen sie neben Gräsern auch im Winter für ein edles Erscheinungsbild des Gartens.


Wussten Sie, dass …

Sedum eine Pflanze für „faule“ Gärtner ist? Einmal gepflanzt, wächst sie ohne besondere Pflege an den extremsten Standorten im Garten. Die Pflanzen begnügen sich auch mit einer dünnen Substratschicht und breiten sich an den unwirtlichsten Stellen aus.

Aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit sind die Pflanzen auch in Töpfen sehr empfehlenswert und dekorativ. Witzig sehen die Dickhäuter z.B. auch in alten Schuhen, Töpfen oder Dosen aus. Selbst ein alter Tisch, auf dem eine dünne Erdschicht auf­gebracht wird, kann als Standort dienen.

Wichtig ist, dass der Wasserabzug gewährleistet ist. Deshalb sollten alle Gefäße mit Löchern oder einer ausreichenden Drainageschicht versehen werden. Dekorativ in Gefäßen sind vor allem die kleineren Vertreter wie Sedum ewersii ‘Nanum’ oder Sedum cauticola ‘Robus­tum’ mit silbergrauen, rötlich umrandeten Blättern.

GMH/BdS

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