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Feine Stangenbohnen liegen voll im Trend

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MatildaFoto: Flora Frey Die runden, zarten Hülsen der Stan­genbohne ‘Matilda’ ähneln denen einer Buschbohne Die Gartenbohne, auch Fisole ge­nannt, ist eine der bedeutendsten Ge­mü­se­pflan­zen der Welt. Ih­re Heimat liegt in Süd- und Mittelamerika, wo die Wildform Phaseolus aborigineus als einjährige Kletterpflanze noch heute in den subtropischen und tropischen Wäl­dern der Anden vorkommt.

Die französischen „Filetbohnen“ erfreuen sich in letzter Zeit besonderer Beliebtheit. Diese meist sehr zarten und feinen Buschbohnen werden als Ganzes zubereitet. Mit der Züchtung ‘Matilda’ gibt es in­zwischen auch eine Filet-Stangenbohne. Die runden, zarten Hülsen mit ausgezeichnetem Ge­schmack ähneln denen einer Busch­boh­ne. Wie die meisten modernen Züchtungen ist ‘Matilda’ fadenlos und resistent gegen das Bohnenmosaikvirus.

Tipps zum Anbau
Wollen Sie Stangenbohnen kultivieren, suchen Sie jetzt einen ge­eigneten Platz dafür in Ihrem Gar­ten aus: Stangenbohnen lieben sonnige, warme Plätze mit humusreichem, durchlässigem Gartenboden. Die Stangen oder andere Kletterhilfen können Sie jetzt schon setzen.

Stangenbohnen werden dann von Mitte Mai bis Mitte Juni im Freiland direkt an den Stangen oder anderen Kletterhilfen ausgesät. Pro Stange werden fünf bis neun Korn in einer Tiefe von 2–3 cm abgelegt. Zwischen den Stangen ist ein Abstand von 80 x 100 cm zu empfehlen.

Neben einer gleichmäßigen Bodenfeuchtigkeit spielt für eine er­folgreiche Keimung die Bodentem­peratur eine entscheidende Rolle: Sie sollte 15°C nicht unterschreiten. Bei jeder, wenn auch nur kurzzeitigen, Frosteinwirkung sterben die Keimlinge ab. Daher sollten Sie im Zweifelsfall lieber eine Woche später als zu früh aussäen! Die meisten Probleme bei der Aussaat sind auf zu niedrige Bodentemperaturen zurückzuführen.

Für reichen Ertrag und wohlschmeckende, zarte Hülsen ist ei­ne gleichmäßige Wasserversorgung Voraussetzung. Der Boden sollte durch Hacken locker gehalten werden. Wenn Sie dabei die Erde an die Pflanzen heranziehen, erhöht sich gleichzeitig die Standfestigkeit.

Verwendung in der Küche
Die Ernte der Stangenbohnen beginnt im August und dauert bis zum ersten Frost an. Die Hülsen enthal­ten viele wertvolle Mineralstoffe, besonders Kalium und Magnesium. Daneben sind sie reich an Vi­tamin B, Vitamin E, Phosphor und Eisen.

Wie bei allen Bohnen dürfen die Hülsen nicht roh verzehrt werden, da sie den Giftstoff Phasein enthalten. Dieser wird zerstört, indem man die Bohnen 15–20 Minuten kocht. Verwendet werden die Hülsen ganz oder in Stücke geschnitten als Beilage, für Salate oder in Suppen. Frische Bohnen lassen sich hervorragend einfrieren, wenn Sie sie vorher kurz blanchieren.

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GartenDialog 2026Foto: Petra Richli

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