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Bartnelken – Pflegeleichter Klassiker im Gartenbeet

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SchmetterlingFoto: mauritius images/Jamie Pham/Alamy Die ungefüllten Sorten versorgen Schmetterlinge mit Nektar.

Es gibt Blumen, die sind so schön und so charmant, dass sie einen Platz in jedem Garten verdienen. Bartnelken (Dianthus barbatus) gehören dazu. Sie blühen von Mai bis August in tollen Farben, sind Futterquelle für Schmetterlinge und Bienen und verströmen einen feinen Duft. Sie lassen sich leicht aus Samen anziehen, vermehren sich durch Selbstaussaat – und halten als Schnittblumen in der Vase zehn bis 14 Tage.

Botanische Zwischenstellung

Bartnelken gehören weder zu den (dauerhaften) Stauden noch zu den einjährigen Sommerblumen, sondern zu den Zweijährigen. Das bedeutet, dass sie im Jahr der Aussaat nur eine grüne Blattrosette bilden und erst im zweiten Standjahr blühen. Nach der Blüte stirbt die Pflanze in der Regel ab, muss also genau wie einjährige Sommerblumen immer wieder neu gesät werden.

BartnelkenblütenFoto: M. Schuppich/Fotolia

Doch keine Regel ohne Ausnahme: Einige Sorten wachsen wie Einjährige und blühen bereits im Jahr der Aussaat. In warmen Regionen oder nach milden Wintern verhalten sich Bartnelken auch manchmal wie Stauden und überleben mehrere Jahre. Falls das in Ihrem Garten nicht der Fall sein sollte, müssen Sie aber nicht traurig sein: Denn genau wie Fingerhut (Digitalis), Königskerzen (Verbascum) oder Goldlack (Erysimum) sorgen auch Bartnelken durch Selbstaussaat meist selbst für ihren Fortbestand.

Direktsaat ist am einfachsten

Bartnelken lieben ein sonniges Gartenplätzchen. Sie kommen mit fast jedem Gartenboden zurecht, nur bei staubtrockenen Sandböden oder Staunässe kapitulieren sie.

Am bequemsten ist die Direktaussaat im Beet, am besten im Spätsommer. Drücken Sie die Samen leicht in die Erde und bedecken Sie sie mit einer dünnen Schicht Erde. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, und die Samen werden problemlos keimen. Falls Sie zu dicht gesät haben, können Sie die Sämlinge später etwas ausdünnen oder überzählige Sämlinge an andere Stellen des Gartens pflanzen. Ein Abstand von 20–30 cm ist optimal.

Selbstverständlich können Sie die Samen ab Mai auch in Töpfe oder Schalen aussäen und die Jungpflanzen später auspflanzen. Da Bartnelken aber willig keimen und problemlos wachsen, macht die Direktaussaat weniger Arbeit.

Ganz Ungeduldige können im Mai auch knospige Bartnelken in Töpfen kaufen und in den Garten pflanzen. Die blühen dann im selben Jahr und säen sich bestenfalls gleich wieder selbst aus, sodass aus einer Pflanze ein kleiner Bestand entsteht.

BartnelkenFoto: mauritius images/Garden World Images/Rowan IsaacFür jeden die richtige

Bei den Bartnelken haben Sie die Qual der Wahl, denn die Sortenvielfalt ist groß. Passend zum Gartenbeet (und zur Vasengröße) können Sie zwischen 20 und 60 cm Wuchshöhe wählen. Die Farbpalette reicht von Reinweiß über verschiedene Rosa- und Rottöne bis zu fast Schwarz. Und es gibt jede Menge zweifarbige Sorten, mit hellen oder dunklen Augen, Tupfen und Kreisen.

Schließlich stellt sich noch die Frage: einfach oder gefüllt? Hier sollten Sie bedenken, dass gefüllte Bartnelken steril sind, also keine Samen bilden und nach der Blüte aus dem Garten verschwinden. Zudem ist für Insekten bei ihnen nichts zu holen. Im naturnahen Garten ist es also vorteilhaft, Sorten mit einfachen Blüten zu verwenden. Da auch oft Saatgut-Mischungen angeboten werden und sich die Farben untereinander kreuzen, entstehen so im Laufe der Jahre immer wieder überraschende Varianten.

Die beste Nachricht kommt zum Schluss: Bartnelken werden grundsätzlich von Schnecken verschmäht. So können die kleinen Keimlinge gefahrlos heranwachsen – für Farbenpracht und Blütenduft im nächsten Sommer.

Gabriele R. Richter, Verlag W. Wächter

Bartnelken mit einfachen Blüten

Handelsname/Sorte
Blütenfarbe
Höhe (cm)
‘Barbarini’ F1-Serie verschiedenfarbig 20–25
„Bodenstolz“-Mischung verschiedenfarbig 40–60
„Indianerteppich“-Mischung verschiedenfarbig 25–30
‘Oeschberg’ purpurrot 40–50
„Midget“-Mischung verschiedenfarbig 20–25
‘Nigrescens’/‘Sooty’ schwarzrot 35–40
‘Samtkönigin’ schwarzrot 50–60
„Vorläufer“-Mischung verschiedenfarbig 50–60

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