• Kleingartenwesen

So entsteht die Zeitschrift „Gartenfreund“

Von Kartoffeln bis Brotgetreide

Jeden Monat halten Sie die neuste Ausgabe Ihres „Gartenfreunds“ in den Händen – 
ob auf Papier oder als ePaper. Vollgepackt mit Tipps über das (Klein-)Gärtnern und Infos rund um das Kleingartenwesen. Bis dahin hat Ihre Verbandszeitschrift einen weiten Weg hinter sich gebracht. Themen müssen gesucht, Artikel geschrieben und Seiten gestaltet werden.

Verantwortlich dafür, dass es den „Gartenfreund“ in seiner jetzigen Form gibt, sind zehn Landesverbände aus dem Kleingartenwesen. Zum Herausgeberkreis gehören die Verbände aus Berlin, Braunschweig, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und bis Ende dieses Jahres Westfalen und Lippe. 

So entsteht Ihr Gartenfreund

„Der ‚Gartenfreund‘ ist ein wichtiges verbindendes Element in einer starken Kleingarten­organisation. Wichtige Informationen können so an alle Mitglieder der Kleingarten­vereine weitergereicht werden“, erläutert Dirk Sielmann, Vorsitzender des Landesbundes der Gartenfreunde in Hamburg.

Verlegt, also sozusagen „gemacht“, wird der „Gartenfreund“ vom Verlag W. Wächter mit Standorten in Bremen und Berlin. Er ist für die Fachredak­tion, Gestaltung, Produktion, den Anzeigenverkauf und den Vertrieb zuständig. „Die Themen Garten, Natur und Umwelt hatten für unseren Verlag schon immer eine große Bedeutung. Daher freuen wir uns sehr, dass wir mit dem ‚Gartenfreund‘ die Leserinnen und Leser immer wieder darüber informieren und im Garten begleiten dürfen“, so Oliver Wächter, Inhaber des Verlages.

Neues aus Ihrem Verein

Jeder Landesverband sowie der Regionalverband Neckar hat einen eigenen Regionalteil, den Sie ab Seite 19 finden. So vielfältig wie das Kleingartenwesen, sind auch diese „Regios“: Vom Interview mit dem Umweltminister bis zum 100. Geburtstag von Oma Erna, vom Kochrezept bis zur Kinderseite.

Die Regionalteile liegen im Verantwortungsbereich der Verbände. Diese suchen, sammeln und bearbeiten die Texte und die Bilder dafür. Eine Ausnahme ist Berlin, wo eine eigene Redaktion des Verlages zusammen mit dem Landesverband am „Berliner Gartenfreund“ arbeitet.

Alle Vereine können in der Regel Bilder und Texte an „ihren“ Landesverband schicken, damit diese ver­öffentlicht werden. Sie können so dazu beitragen, dass die Vielfalt in den Kleingärten sichtbar wird. „Der ‚Gartenfreund‘ ist Ratgeber, Nachschlagewerk und Vereinsorgan für die Leserinnen und Leser in einem, gleichzeitig das Sprachrohr der Vereine. Ganz schön viele Aufgaben für eine Verbandszeitschrift, die nur in einer großen Gemeinschaft gelöst werden können!“, so Thomas Kleinworth, Geschäftsführer des Landesverbandes Schleswig-Holstein.

Gartenfreund JahrestreffenFoto: Verlag W. Wächter Zweimal im Jahr treffen sich Herausgeber und Redaktion, um die Inhalte für den „Mantel“ abzustimmen.

Die Verbände schicken dann das Mate­rial an den Verlag, wo es von den Redakteurinnen und Redakteuren gesichtet, sortiert, platziert, formatiert und grob korrigiert wird. Ebenso werden die Bilder geprüft, den Texten zugeordnet und mit Bildunterschriften und Fotonachweisen versehen. Bei Bedarf wer­den die Regionalteile hinter den Vereins­nach­richten noch mit gartenfachlichen Artikeln aufgefüllt.
 

Für alle was dabei

In Bremen sitzt auch die Fachredaktion des Verlages, die für den sogenannten, für alle einheitlichen „Mantel“ bis Seite 18 verantwortlich ist. Zweimal im Jahr trifft sie sich mit den Herausgebern, um die Inhalte dafür abzustimmen. Vor allem über das Editorial und die Rubrik „Kleingartenwesen“ wird dann intensiv diskutiert: Soll es einen Artikel über die kleingärtnerische Nutzung geben oder über alte Obstsorten? Wichtig ist, die Themen so zu transportieren, dass sowohl Leser als auch Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung wissen, worauf es den Kleingärtnern ankommt.

Die gartenfachlichen Themen schlägt die Fachredaktion vor. Dafür stimmt sie sich mit den Fachberatern der Landesverbände ab. „Alte Hasen“ und Neupächter sollen dabei gleichermaßen angesprochen werden, was nicht immer ganz einfach ist: Langweilen wir die Leser mit einem erneuten Artikel über Kartoffeln? Interes­siert das Thema „Brotgetreide“ genügend Kleingärtner? 

Vor allem der Anbau von Obst und Ge­müse oder das naturnahe Gärtnern stehen im Vordergrund. Schließlich richtet sich der „Gartenfreund“ explizit an Kleingärtner. Gehölze müssen so z.B. auch den Gartenordnungen entsprechen. „Gar nicht so einfach, etwa Vogelnährgehölze zu finden, die dauerhaft unter 3 m bleiben, attraktive Blüten haben und keine Ausläufer treiben. Da hilft nur gründliches Recherchieren und ein paar Prozent Chlorophyll im Blut“, erzählt Gabriele Rautgundis Richter, Redakteurin vom „Gartenfreund“.

Redakteurin bei der BildsucheFoto: Verlag W. Wächter Redakteurin Gabriele Rautgundis Richter bei der Bildsuche.

Da die Leser alle selbst gärtnern, sind die Artikel fachlich anspruchsvoller im Vergleich mit den Gartenzeitschriften aus dem Kiosk – wo es vielen Lesern reicht, schöne Bilder anzugucken. Im „Gartenfreund“ darf dagegen auch die Realität mit Schädlingen, Krankheiten und Co. gezeigt werden. Da ist es nur gut, dass ein Großteil der Autoren aus den Landesverbänden kommt, meist sind es Fachberater. Sie wissen, wovon sie schreiben, und haben es nicht nötig, sich ihre Infos aus zweiter Hand aus dem Internet zusammenzusuchen.

Die Redakteure übernehmen die Koordination, Bearbeitung und fachliche Betreuung der Texte. Ebenso suchen sie die passenden Bilder. Eine Besonderheit ist die Seite des Bundesverbandes, die dem BDG von den Herausgebern zu Verfügung gestellt wird. Bilder und Texte kommen hier direkt vom BDG.

Bilder zum Text

Nach dem Lektorat gehen Texte und Bil­der an die Grafik, die „DTP“, in Berlin. Dort werden die Seiten gestaltet. „Uns geht es darum, dass die Leser begeistert sind, wenn sie eine Seite aufschlagen, und sofort Lust zum Lesen haben. Dafür müssen Bilder und Text zusammenpassen, sonst bleibt der Leser nicht auf der Seite hängen“, so Christin Hönemann, Leiterin der DTP.

Gestaltung der SeitenFoto: Verlag W. Wächter Christin Hönemann, Leiterin der DTP, beim Gestalten der Seiten.

Tausend Mal „Schmidt“

Das fertige Heft wird den Lesern als ePaper zur Verfügung gestellt oder zu einer Druckerei bei Würzburg geschickt. Von dort werden die gedruckten Ausgaben direkt an die Empfänger verschickt. Für die Verwaltung aller Adressdaten sind die Vereine oder die unteren Verbände zuständig. Die Adressen werden dem Verlag nur für den Bezug des „Gartenfreunds“ zur Verfügung gestellt. „Jeden Monat übermitteln wir 240.000 Adresssätze an die Druckerei. Da darf nichts schiefgehen, wenn man be­denkt, dass wir allein 2547 Adressen haben, wo der Name ‚Schmidt‘ vorkommt“, so Michaela Wolter, Mitarbeiterin im Vertrieb.

In Bremen sitzt auch die Anzeigenabteilung, die mit dem Anzeigenverkauf dafür sorgt, dass der „Gartenfreund“ erschwinglich bleibt. „Die meisten unserer Anzeigenkunden sind mittelständische Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen rund um den Garten anbieten. Sie schätzen den Qualitätsanspruch unserer Leserinnen und Leser und die Realitätsnähe der Artikel“, erläutert Anzeigenleiterin Claudia Köpke.

Wandel im Blick

Seit Jahren gibt es den „Gartenfreund“ in seiner jetzigen Form, und er wurde immer wieder an Moden und Trends angepasst, um stets auf der Höhe der Zeit zu sein. Neu ist etwa, dass die Regionalteile in einem geänderten Layout erstrahlen. Ebenso wird den Lesern die Möglichkeit gegeben, den „Gartenfreund“ nur als ePaper – digital pur – zu beziehen. Weitere Ideen sind in Planung – damit der „Gartenfreund“ auch in Zukunft Ihr „Gartenfreund“ bleibt.

Sören Keller
Verlag W. Wächer, Redaktion „Gartenfreund“

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