• Kleingartenwesen

Offen für alle!

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Bernd WeichmannFoto: Weichmann Bernd Weichmann, Vorsitzender des Kleingärtnervereins „Weiße Rose“, zeigt, wie man eine Anlage für Außenstehende öffnet.

Bernd Weichmann ist Vorsitzender des Kleingärtnervereins „Weiße Rose“ in Rostock, er ist 36 Jahre jung, verheiratet und stolzer Vater zweier Kinder. Als jüngster Gartenfreund übernahm er vor fünf Jahren den Vorsitz und startete mit den Vereinsmitgliedern einige Projekte in der Anlage, um diese auch für Nicht-Kleingärtner zu öffnen.

Bernd, wie bist du zum Kleingarten gekommen?

Ich selbst bin in einem kleinen Dorf im Spreewald groß geworden und fand, eine kleine Oase zu erwerben, eine großartige Idee. Die Kleingartenanlage „Weiße Rose“ ist nur fünf Gehminuten von unserer Wohnung entfernt. Als wir einmal durch die Anlage einen Spaziergang machten, wurden wir angesprochen: „Na sucht ihr ’nen Garten?“ Uns wurde gleich ein Garten gezeigt, in den wir uns verliebten und in dem wir uns bis heute verwirklichen. Auch gerade in der Corona-Krise zeigt sich, wie wichtig so ein Rückzugsort sein kann.

Was verbindest du noch mit dem Ort Kleingarten?

Nach einem stressigen Arbeitstag ist es für mich der perfekte Ort zum Entschleu­nigen. Hier hat man das Gefühl, man ist im Urlaub. Alle sind freundlich, man kennt sich oder freundet sich an. Es hat für mich so einen gewissen Dorfcharakter, und das mitten in der Stadt. Und das eigene Obst und Gemüse schmeckt immer noch am besten. Zudem freuen sich die Kinder, draußen zu sein, und finden neue Freunde.

Wie wurdest du Vorsitzender?

Unser Vorstand war nicht mehr der jüngs­te, als man mich fragte, bin ich da wohl irgendwie reingerutscht. Es ist nicht ge­rade ein Posten, den jeder will. Als junger Vorsitzender und Kleingärtner muss­te ich mir erstmal den Respekt erarbeiten. Am Anfang brauchte ich viel Zeit zur Einarbeitung. Gerade in den ersten Monaten war ich viel beim Verband der Gartenfreunde Hansestadt Rostock zu Besuch, da ich mich über bestimmte Abläufe informieren musste. Als neuer Vorsitzender möchte man auch nichts falsch machen. Mittlerweile bin ich fünf Jahre in diesem Amt tätig, und es bereitet mir viel Freude.

Was habt ihr euch ausgedacht, um die Anlage attraktiver zu machen für die Gartenfreunde selbst, aber auch für Außenstehende?

Wir können uns nicht weiterhin unter unserer Glocke im Kleingarten verstecken, wir wollen zeigen, was wir zu bieten ha­ben. So führen wir seit fünf Jahren regel­mäßig ein Kinder- und Gartenfest durch, ein Fest für Jung und Alt, Kleingärtner, Anwohner oder Interessenten. 2017 hatten wir als Highlight unsere Spielplatz­eröffnung mit Tombola und mobiler Mos­terei. Das war für mich ein hartes Stück Arbeit. Aber es hat sich gelohnt, der Spiel­platz ist seitdem für alle Kinder offen.
Wir haben auch einen Erlebnisgarten und den ersten öffentlichen Sinnesgarten im Zentrum Rostocks geschaffen. Hier er­folgen Erfahrungsaustausch mit Gartenfreunden, Gartentherapie, gartenpädago­gisches Arbeiten und regelmäßig themenorientierte Workshops – oder einfach nur ein Spaziergang durch eine naturnahe Gartenoase.

ErlebnisgartenFoto: Weichmann Der Erlebnisgarten lädt große und kleine Besucher gleichermaßen in die Anlage ein.

Direkt an unsere Anlage grenzt auch das Gelände der Südstadt-Klinik. Wir haben an dieser Seite ein Tor und direkt eine Wildblumenwiese, sodass die Patienten herzlich zum Spazierengehen in der Anlage eingeladen sind.

Seit zwei Jahren haben wir zudem eine Kooperation mit der Uni Rostock. Junge Lehramtsstudenten werden in dem Fach Schulgarten unterrichtet und unser Gemeinschaftsgarten dafür als grünes Klassenzimmer genutzt. Des Weiteren nutzt eine Kita die Anlage für regelmäßige Ausflüge ins Grüne.

Welche Herausforderungen bewegen dich aktuell?

Für die Stadtplaner ist unsere Anlage attraktives Bauerwartungsland. Das hat uns 2016 das erste Mal wachgerüttelt. Ich bleibe zuversichtlich und kämpfe für den Erhalt unserer Kleingarten­anlage – nicht nur für uns, sondern auch für die Generationen, die nach uns kommen und die Anwohner und Besucher.

Kleingarten ist schon längst kein Auslaufmodell mehr. Die jungen Familien, die jetzt die Kleingärten erobern, sollten mit einbezogen werden. Nur gemeinsam können wir etwas erreichen.

Das Interview führte Robert Kröger, 
Vorsitzender des Landesverbandes 
der Gartenfreunde Mecklenburg 
und Vorpommern.

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