• Kleingartenwesen

Mit Gemeinschaftsgärten in die Zukunft

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Kleingartenwesen
  • Gemeinschaftsgärten
  • Vereine
  • Schulgarten
  • Projekte

SchulgartenFoto: Kröger Schulgarten des „KGV Erholung“ in Wismar.

Viele Kleingärtner freuen sich über ihre grüne und bunt blühende Scholle. Sie bauen Obst und Gemüse für sich an und erfreuen sich an dem Stück Natur, das sie selbst gestaltet haben.

Aber nicht jedermann ist bereit oder in der Lage, selbst einen eigenen Garten zu bewirtschaften. Vor allem Senioren kommen irgendwann an den Punkt, an dem sie ihre eigene Parzelle aus Altersgründen abgeben müssen. Trotzdem möchten sie hier und da gern noch etwas im Garten „puzzeln“. Ähnlich geht es den Kindern, auch sie haben Spaß am gelegentlichen Gärtnern. Bei ihnen spielt dabei auch die Natur- und Umweltbildung eine größere Rolle.

Vereine unter Druck

Auf der anderen Seite sehen sich Kleingartenvereine immer größerem Druck von außen ausgesetzt. Es heißt, Kleingärtner seien privilegiert, weil sie für sehr wenig Geld Land zur Verfügung gestellt bekommen. Ob es Neid oder Missgunst ist, sei dahingestellt. Die Vereine versuchen jedoch, den Vorurteilen entgegenzuwirken, und öffnen ihre Pforten für jedermann.

In einigen Regionen müssen sie aber auch gegen Leerstand auf den Anlagen kämpfen und öffnen sich hier, um Interessenten zu gewinnen.

Hilfreich kann dabei das Anlegen von Gemeinschaftsgärten sein, auf denen Projekte verwirklicht oder Angebote an Kleingärtner und Nachbarn gemacht werden. Immerhin: Zweck der Kleingartenvereine ist die Kleingärtnerei. Dieser Zweck wird vor allem dadurch verwirklicht, dass Gärten an Interessenten weiterverpachtet werden. Damit bleibt der Status quo erhalten.

Gemeinschaften für die Zukunft

Eine Möglichkeit, künftige Generationen für die Kleingärtnerei zu gewinnen, ist auch das Angebot von Gemeinschaftsgärten für Kitas oder Schulen. Da dies der gärtnerischen Erziehung dient, dient es auch dem Vereinszweck. Aber auch andere Gemeinschaftsgärten, die die Rolle der Kleingärtnerei für die Gesellschaft oder für Natur und Umweltschutz herausstellen, dienen der Akzeptanz des Kleingartenwesens. Gleiches gilt natürlich auch für Senioren-Gemeinschaftsgärten, die Betagte an den Verein binden, sodass Mitglieder für den Verein nicht verloren gehen, denn die Kleingärtnerei wird in Vereinsstrukturen betrieben.

„Insektenhotel“-ProjektFoto: Kröger „Insektenhotel“-Projekt im Gemeinschaftsgarten des „KGV Freizeit“ von Bergen auf Rügen.

Vertrag oder Selbstverwaltung

Daher sind grundsätzlich zwei Varianten möglich, wie sich ein solcher Gemeinschaftsgarten verwirklichen lässt. Zum einen kann die Fläche über einen besonderen Vertrag dem Kita- oder Schulträger zur Verfügung gestellt werden, der dort eigenverantwortlich die Parzelle betreibt.

Die andere Variante ist eine reine Gemeinschaftsfläche, die vom Verein gestaltet und gepflegt wird und wo Kitas, Schulen, Vereine und andere Interessenten sich anmelden können, um dort gärtnerische Projekte umzusetzen.

In beiden Varianten ist eine gärtnerisch-fachliche Betreuung durch den Verein denkbar. Hier sollten Absprachen klar getroffen und schriftlich festgehalten werden, damit klar ist, wer zuständig ist.

Die erste Variante macht dort Sinn, wo in direkter Nachbarschaft der Anlage ein größeres Interesse an der Bewirtschaftung einer Parzelle für die Bildung besteht oder wo es einen klaren Kreis von Interessenten, etwa ehemaligen Pächtern gibt. Die zweite Variante ist dagegen offener und der Kreis möglicher Interessenten größer. Hier liegt aber die Gesamtverantwortung weiterhin beim Verein und damit beim Vorstand, wogegen in der ersten Variante der Nutzer letztlich im Rahmen des Vertrages verantwortlich ist.

Was zu welchem Verein passt, muss mit den örtlichen Gegebenheiten abgestimmt werden. In jedem Fall lohnt es sich, Beratung bei den Verbänden einzuholen. Vielfach werden Projekte zum gemeinschaftlichen Gärtnern oder Schulgärten auch gefördert.

Robert Kröger
Vorsitzender des Landesverbandes 
der Gartenfreunde Mecklenburg 
und Vorpommern

Online-Seminar am 26.03.2026

Stauden: heimisch, insektenfreundlich und klimawandeltolerant?

► Erfahren Sie, wie Sie Ihren Garten mit Stauden in ein Blüten- und Insektenparadies verwandeln
► Lernen Sie robuste, klimawandeltolerante Stauden für jeden Standort kennen
► Erhalten Sie Tipps zu Gestaltung und Pflege
► Wie gelingt der Spagat zwischen den Anforderungen aus heimisch, insektenfreundlich und klimawandeltolerant?

Staudenexperte Markus Finner entführt Sie in die Welt der Stauden! Jetzt zum Seminar anmelden!

Jetzt anmelden!

Was liegt an im Gemüsegarten?

Gemüsegarten März

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den März.

mehr…

Wintergemüse – Saisonkalender

Wintergemüse – Saisonkalender Auch im tiefsten Winter können Sie frisches Grün in Ihrem Garten ernten. Hier sehen Sie, welche Gemüsearten sich für den Anbau im Winter eignen und wann Sie welches Gemüse wie lange ernten, säen, pflanzen oder lagern können.

mehr…

Gartenfreund Spezial - Wildbienen

„Gartenfreund Spezial“: Wildbienen

Eine Ausgabe „Gartenfreund Spezial“ mit nur einem Thema: Wildbienen!

Alles Wissenswerte zu den spannenden und schützenswerten Insekten. Vom Erkennen der unterschiedlichen Arten bis hin zu praktischen Tipps, wie man ihnen im eigenen Garten eine Heimat bieten kann.

Ideal auch für Schulungen und Lehrgänge.

Alle Infos & Bestellung

Unsere Gartenschätze

Im Fokus: Gartenschätze

Sie sind auf der Suche nach Besonderheiten für Ihren Garten? Dann schauen Sie sich doch mal unsere Gartenschätze an. 

mehr…

Was liegt an im Obstgarten?

Obstgarten März

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den März.

mehr…

Wassermelonen im Gewächshaus und Freiland

Wassermelonen im Gewächshaus und Freiland

Der Gemüse-Experte Thomas Jaksch verrät Ihnen:
► Sortentipps für Beet und Gewächshaus
► wie Sie Jungpflanzen selbst anziehen
► alles über Kultur und Pflege: Standort, Düngung, Bewässerung
► Typische Kulturfehler und was Sie dagegen tun können
► wie Sie ernten und verarbeiten
+ Im Anschluss beantwortet Thomas Jaksch Ihre individuellen Fragen zum Anbau der runden Kugeln.

Alle Infos & Anmeldung

Hurra! Ich habe einen Kleingarten.

Hurra! Ich habe einen Kleingarten.Ideal für Neupächter!
2. Auflage ab jetzt erhältlich.

Auf über 100 Seiten bleiben keine Fragen zum Gärtnern im Verein, zum Anbau von Obst und Gemüse, Ziergehölzen oder Wasser im Garten offen.

         mehr…
 

Was liegt an im Ziergarten?

Ziergarten März

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den März.

mehr…

„Der Fachberater“ – damit Sie auf dem Laufenden sind!

Der Fachberater

Für Gartenfachberater, Vereinsvorstände und alle, die es genauer wissen wollen: „Der Fachberater“ informiert Sie vier Mal im Jahr über gartenfachliche und verbandspolitische Themen des Klein­gar­ten­wesens. Die Ver­bands­zeit­schrift des Bun­des­ver­ban­des Deutscher Gartenfreunde widmet sich zudem Ausgabe für Ausgabe verschiedenen Schwer­punkt­the­men.

mehr...

Online-Seminar am 28.04.2025

Alternativen zum klassischen Rasen

Es müssen nicht nur Gräser sein – Experte Prof. Martin Bocksch verrät Ihnen:
► mögliche Alternativen und geeignete Arten
► was die Alternativen bieten, was der Rasen nicht hat
► welche Gräser sich für „Problemstandorte“ eignen
► wie Sie Flächen anlegen, bewässern, düngen und pflegen
► wie, wann und wie oft Sie schneiden
+ Im Anschluss beantwortet Prof. Martin Bocksch Ihre individuellen Fragen zum Anbau der scharfen Schoten.

Alle Infos & Anmeldung