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Das leidige Thema Geld!

Wie schwer es ist, ein Projekt dauerhaft am Leben zu erhalten, zeigt sich bei der Finanzierung. Der Kreisverband Lübeck stellt eine feste Summe für die Umsetzung bereit. Sachspenden für Werk­zeu­ge, Saatgut und für das abschließende Kartoffelfest müssen aber Jahr für Jahr eingefordert werden. „Auch die Schulen brin­gen ihren Teil ein, einen Geräteschuppen zum Beispiel“, be­rich­tet Fleischmann von der Situation in Lübeck.

Auch auf Sylt liegt das Geld nicht auf der Straße: „Jeder denkt, auf Sylt spielt Geld keine Rolle“, so Schulleiter Feldt. Aber auch hier muss um notwendige Mittel gekämpft werden. „Der Schul­gar­ten finanziert sich aus Spenden und durch den Förderverein, Elternarbeit und natürlich auch durch die Kleingärtner.“ Auf die Frage, ob die im Vorwege eingeplanten Ressourcen (Geld, Per­sonal und Sachen) denn ausreichten, gab es von beiden Initia­to­ren eine einheitliche Antwort: „Wir haben da nicht so viel drüber nachgedacht, das Projekt lief an, und wir haben gemacht. Ja, bis heute passt es alles zusammen.“


Pläne machen

Um ein Projekt durchführen zu können, müssen Sie einen Arbeits- und Terminplan erstellen: „Den hatte ich im Kopf, und der Plan ist gewachsen. Ich hatte den Platz und musste daraus einen Schul­garten machen – das waren die Voraussetzungen“, so Feldt. „Auch unsere mehrfachbehinderten Kinder und Jugendlichen sollen am Projekt teilhaben. Barrierefrei und für Rollstuhlfahrer in Arbeits­höhe, das war mir sehr wichtig. Den Rhythmus gibt das Jahr vor, also wir schauen immer, was gerade geht.“

Schüler beim Kartoffelprojekt in LübeckFoto: Kleinworth Beim Kartoffelprojekt in Lübeck lernen Schüler direkt
am Objekt.
Das ist in Lübeck selbst­ver­ständlich nicht anders. Die Parzelle wird durch die Kinder hergerichtet. Bei schweren Arbeiten helfen natürlich die Kleingärtner. Aufwendig, aber auch ein Highlight für alle Teil­neh­mer, ist das jährliche Kartoffelfest. Hier werden bis zu 200 Kinder von den Kleingärtnern „betüddelt“: Spiele und Aktionen um die Kartoffel, gemeinsames Kochen und das Verzehren der Kartoffelprodukte sind dann für Kinder, Lehrer und Kleingärtner ein großer Spaß. Das ist auch das Ziel in Westerland. Ge­ern­tete Produkte werden in der eigenen Mensa ver­ar­beitet und frisch serviert.


Geteilte Arbeit ist halbe Arbeit

Und „geteilte Freude ist doppelte Freude“! Jeder kennt diesen Spruch, und er stimmt! Sollte es für einen Verein zu viel Arbeit oder die finanzielle Be­las­tung zu hoch sein, macht es Sinn, sich Partner ins Boot zu holen. Die Grundschule auf Sylt hat sich da sehr gut aufgestellt. Die Kleingärtner als fachliche Kompetenz sind an vorderster Stelle, und ein angeschlossener Hort übernimmt auch in den Ferien die Pflege. Die Lebenshilfe nutzt den Schulgarten am Nachmittag und setzt dann die Arbeiten der Schule fort.


Zwischenbilanzen

Ein Resümee ziehen, sich ständig hinterfragen und kontrollieren, ist sinnvoll: Stimmt der erbrachte Einsatz mit dem Erfolg überein? Erreiche ich den Nutzer, den Nutzen, den ich erwartet habe? Wo kann, wo muss nachgebessert werden? Ist der Erfolg so hoch, dass sich dieses Projekt in anderen Anlagen oder Nachbarvereinen auch durchführen lässt?

Eine Dokumentation des Projektes dient nicht nur der Abrechnung durch den Kassenwart. Für die Öffentlichkeitsarbeit ist sie un­um­gänglich, denn so können Aufwand und Tätigkeiten belegt wer­den. Anhand einer solchen Dokumentation kann auch sehr gut eine Fehleranalyse betrieben und Verbesserungen für kommende Planungen abgeleitet werden.

Eine Übersicht relevanter Fragen, die Ih­nen bei der Planung eines Projektes hel­fen, finden Sie unter: www.gartenfreunde.de/projekteplanen

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen und viele tolle Ideen, die eine Umsetzung finden mögen!

Thomas Kleinworth
Fachberater des Landesverbandes
Schleswig-Holstein der Gartenfreunde

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