• Kleingartenwesen

Grün statt Grenze

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Sichtschutz
  • Privatsphäre
  • Mindestabstände
  • Bestimmungen
  • Hecke
  • Rankhilfen
  • Säulenbäume

Schutz vor neugierige BlickeFoto: Flora Press/Lawson, Andrew Rankhilfen oder Säulenbäume schützen vor neugierigen Blicken.

Na klar, ein bisschen Privatsphäre braucht jeder mal, ob beim Essen auf der Terrasse oder beim Sonnenbad auf der Liege – manchmal kann man auf die Blicke der Spaziergänger dann verzichten. Unsere Kleingärten sind aber auch dazu da, dass die Bürger sie zur Erholung nutzen können und die Blicke der Spaziergänger frei über die Gärten wandern sollen – was mit Barrikaden um die Parzellen schwer möglich wäre. Es gibt daher Bestimmungen für Sichtschutze, die je nach Bundesland und Verband va­riieren können. Im Allgemeinen gibt es aber einige grundlegende Regeln, die Sie beachten sollten.

Wie, wo und womit

Die Höhe des Sichtschutzes ist oft auf 1,4 bis 2,0 m begrenzt, das hängt von den jeweiligen Landesverordnungen ab. Für die Außeneinfassung einer Kleingartenanlage gelten andere Bestimmungen als für Hecken oder Sichtschutz im Inneren. Diese Regelungen können Sie oft im Generalpachtvertrag samt anhängender Gartenordnung finden.

Oft wird durch die Gartenordnung des Vereins auch bestimmt, in welchem Bereich einer Parzelle ein Sichtschutz mit einer gewissen Höhe zum Schutz vor Blicken erstellt werden darf – ganz sicher nicht um die ganze Parzelle herum.

Es gibt oft Vorschriften darüber, welche Materialien verwendet werden dürfen. Natürliche wie Weidenflechtzäune sind in der Regel erlaubt, während Kunststoffe oder Metall möglicherweise Einschränkungen unterliegen. Grundsätzlich ist ein lebender Sichtschutz aus Pflanzen zu bevorzugen. Neben der Funktion als Sicht­­schutz kommen so weitere, der Umwelt förderliche, hinzu.

Der Sichtschutz sollte stabil und sicher sein. Das bedeutet, dass er wind- und wetterfest sein muss und keine Gefahr für Nachbarn oder Passanten darstellen darf. Damit ist auch eindeutig, dass der Sichtschutz eine zu genehmigende bauliche Maßnahme ist. Holen Sie sich die Genehmigung bei Ihrem Vorstand ein, bevor es ans Bauen geht.

Es gibt oft Mindestabstände, die zwischen dem Sichtschutz und der Grundstücksgrenze eingehalten werden müssen. Je nach Auslegung der Landesbauordnungen der Länder variieren diese. Wichtig: Grenzen zwischen den Parzellen sind baurechtlich keine, nur die Abgrenzung der Anlage zu anliegenden Flächen stellt eine Grenze im Sinne des Baurechts dar.

Die Herstellung einer Abgrenzung zur Nachbarparzelle wird in der Regel durch die Gartenordnung beschrieben. Das Nachbarschaftsrechtsgesetz schreibt eine gemeinsame Nutzung und Pflege der Baulichkeit vor. Daher ist eine Absprache mit dem Nachbarn unumgänglich.

So vermeiden Sie Probleme

Erkundigen Sie sich über die spezifischen Vorschriften für Ihren Kleingartenverband und Ihr Bundesland. Diese Informationen finden Sie oft auf den Webseiten der Verbände oder bei der örtlichen Gemeinde. Auch der Vorstand oder der Vereinsgartenfachberater kann oft helfen.

Wählen Sie Materialien, die sowohl den gesetzlichen Anforderungen entsprechen als auch Ihren ästhetischen Vorstellungen, das Gesamtbild einer Anlage sollte nicht leiden.

Naturmaterialien sind oft eine gute Wahl. Eine Anpflanzung von Obstgehölzen, besonders Spalier- oder Säulenobst, ist eine hervorragende Lösung. Im Sommer, wenn man seine Freizeit auf der Terrasse verbringt, sind die Pflanzen belaubt und tragen zum Ende der Saison auch noch Früchte. Auch eine Rankhilfe, bepflanzt mit Brombeeren, oder eine vertikale Begrünung mit Wein erfüllt den doppelten Zweck.

Der häufigste Fehler ist, dass die notwendige Genehmigung nicht eingeholt wird. Das kann zu teuren Nachbesserungen oder sogar zu Abrissverfügungen führen. Die Verwendung nicht zugelassener Materialien kann ebenfalls zu Problemen führen. Ein instabiler Sichtschutz kann bei starkem Wind umfallen und Schäden im eigenen oder im Nachbargarten verursachen. Dann müssen Sie sich auch wieder mit den Blicken der Spaziergänger abfinden.

Thomas Kleinworth
Bundesfachberater, Geschäftsführer und Fachberater
des Landesverbandes der Kleingartenvereine Schleswig-Holsteins 

Pflanzenkohle herstellen und anwenden

Pflanzenkohle herstellen und anwenden

Pflanzenkohle ist Ihnen zu teuer? Dann stellen Sie sie einfach selbst her – Experte Thomas Kilousek verrät Ihnen:
► was Pflanzenkohle und Terra Preta sind
► die Rolle der Pflanzenkohle im Klimawandel
► Tipps und Tricks zum Herstellen eigener Pflanzenkohle
► wie Sie Pflanzenkohle im Kleingarten richtig anwenden
► Praxistipps: was wirklich funktioniert – und was nicht
+ Am Ende beantwortet Tomas Kilousek Ihre individuellen Fragen zur Pflanzenkohle.

Alle Infos & Anmeldung

Was liegt an im Gemüsegarten?

Gemüsegarten Juni

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den Juni.

mehr…

Unsere Gartenschätze

Im Fokus: Gartenschätze

Sie sind auf der Suche nach Besonderheiten für Ihren Garten? Dann schauen Sie sich doch mal unsere Gartenschätze an. 

mehr…

Der Blühkalender der Stauden

Der Blühkalender der Stauden

Unser Blühkalender hilft Ihnen dabei, Stauden mit unterschiedlichen Blütezeiten zu pflanzen – das freut das Auge und bietet vielen Insekten das ganze Gartenjahr Nahrung.

mehr…

Gartenfreund Spezial - Wildbienen

„Gartenfreund Spezial“: Wildbienen

Eine Ausgabe „Gartenfreund Spezial“ mit nur einem Thema: Wildbienen!

Alles Wissenswerte zu den spannenden und schützenswerten Insekten. Vom Erkennen der unterschiedlichen Arten bis hin zu praktischen Tipps, wie man ihnen im eigenen Garten eine Heimat bieten kann.

Ideal auch für Schulungen und Lehrgänge.

Alle Infos & Bestellung

Was liegt an im Obstgarten?

Obstgarten Juni

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den Juni.

mehr…

Blühkalender Sommerblumen

Mit ein- und zweijährigen Sommerblumen können Sie für ein wahres Blütenmeer im Garten sorgen. Unser Aussaat- und Blühkalender hilft Ihnen dabei, die Blumen so auszuwählen, dass Sie das gesamte Gartenjahr Wildbienen und Co. Nahrung bieten können.

mehr…

Online-Seminar am 15.07.2026

Jetzt die Herbsternte sichern

Eine reiche Ernte bis in den Spätherbst hinein ist möglich  – Experte Thomas Jaksch zeigt Ihnen:
► Typische Herbstkulturen
► Aussaat- und Pflanztermine planen
► Tipps zur Sortenwahl
► Kultur von z. B. Herbstsalat, Chinakohl & Kohlrabi
► Überwinterung und Schutz vor Frost
+ Am Ende beantwortet Thomas Jaksch Ihre individuellen Fragen zur Herbsternte.

Alle Infos & Anmeldung

Hurra! Ich habe einen Kleingarten.

Hurra! Ich habe einen Kleingarten.Ideal für Neupächter!
2. Auflage ab jetzt erhältlich.

Auf über 100 Seiten bleiben keine Fragen zum Gärtnern im Verein, zum Anbau von Obst und Gemüse, Ziergehölzen oder Wasser im Garten offen.

         mehr…
 

Was liegt an im Ziergarten?

Ziergarten Juni

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den Juni.

mehr…

„Der Fachberater“ – damit Sie auf dem Laufenden sind!

Der Fachberater

Für Gartenfachberater, Vereinsvorstände und alle, die es genauer wissen wollen: „Der Fachberater“ informiert Sie vier Mal im Jahr über gartenfachliche und verbandspolitische Themen des Klein­gar­ten­wesens. Die Ver­bands­zeit­schrift des Bun­des­ver­ban­des Deutscher Gartenfreunde widmet sich zudem Ausgabe für Ausgabe verschiedenen Schwer­punkt­the­men.

mehr...