• Kleingartenwesen
  • Aktuelles, Trends und Geschichtliches

Gärtnern heute: Hobby mit ökologischem Anspruch

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Gärtnern
  • Umweltschutz
  • Naturschutz
  • Schulungen
  • Fachberater
  • Klimaschutz

InsektenhotelFoto: Bolder Nisthilfen wie dieses Insektenhotel sind in Kleingartenanlagen und – in kleinerer Bauweise – auch auf ein­zelnen Parzellen längst zur Selbst­verständlichkeit geworden Ansiedlungshilfen, wie z.B. Nist­hilfen für Vögel, Ohrwurmtöpfe, Nisthilfen für Wildbienen und Wes­pen, sind auf vie­len Parzellen ge­nauso zu finden wie bunte Blumen­wiesen anstelle des kurz geschorenen Rasens.

Die Lehrgangsteilnehmer verste­hen, warum Klein­gar­ten­an­la­gen als Frisch­luft­schnei­sen für Bal­lungsgebiete wichtig sind. Sie können nach­voll­zie­hen, wie wichtig ihre Klein­gar­ten­an­la­ge, ihre Parzelle für ein gutes Stadt­kli­ma ist. Sie setzen sich auch mit der ne­gativen Wirkung der Ver­sie­gelung des Bodens auseinander und überzeugen z.B. ihren Gar­tennach­barn davon, von der Betonierung seines Gartenweges abzusehen.


Kleingärtner sind Klimaschützer

Von Natur aus halten Wolken, Kohlendioxid (CO2) und Methan (Kli­magase) gleich einem Ge­wächs­haus die Wärme in der Atmosphäre und sorgen so dafür, dass wir auf der Erde leben können. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt würde die Sonnenenergie wieder zurück ins Weltall strahlen, und die globale Durchschnittstemperatur betrüge gerade einmal frostige –18 °C.

Die Klimagase bewirken aber, dass die Durchschnittstemperatur auf der Erde nicht –18 °C, sondern +15 °C beträgt. Das Phänomen wird daher auch „natürlicher Treib­hauseffekt“ genannt. Ein weit­ge­hend konstanter Gehalt dieser Stoffe in der Atmosphäre gewährleistet seit Tausenden von Jahren ein ausgeglichenes Klima.

Weil aber die Menschheit den Anteil an CO2, Methan usw. kontinuierlich erhöht, wird immer mehr Wärme zurückgehalten, die Durchschnittstemperatur unseres Planeten steigt, das Klima verändert sich dramatisch negativ.

Klimaforscher gehen davon aus, dass die durchschnittliche Temperatur bis zum Ende dieses Jahr­hun­derts um 3 °C bis 5 °C ansteigen wird, wenn wir keine Gegenmaßnahmen ergreifen. Als besonders nachteilig zeigt sich die Erhö­hung der Konzentration der Kli­ma­gase durch Verbrennung von Koh­le, Erdöl und Erdgas.

Wir Gärtner wissen, dass Gehöl­ze und andere Pflanzen das Treibhausgas CO2 für ihr Wachstum be­nötigen. Alles, was in unseren Gär­ten gedeiht, ist klimaneutral, jede von uns für Pflanzen genutzte Fläche trägt nicht zur Vergrößerung der Treibhausgas-Konzentration bei.

Weil wir frische Lebensmittel aus dem Garten nutzenFoto: BrederWeniger bekannt ist, dass ein Sechstel unserer Klimabilanz allein durch die Produktion von Le­bens­mit­teln ver­ur­sacht wird. Jetzt zeigt sich, warum wir Gartennutzer Klimaschützer sind: Weil wir frische Lebensmittel aus dem Garten nutzen.

Durch die Verarbeitung der Le­bens­mit­tel und durch das Ver­packen, Kühlen und Lagern wird Ener­gie verbraucht, was wiederum zu höheren Treib­haus­gas-Emis­sio­nen führt. Die Verwendung möglichst frischer Lebensmittel aus dem Garten vermeidet daher viele Klimagase. Außerdem enthalten frische Lebensmittel oft mehr Vitamine und Mineralstoffe als unreif geerntete, lang gela­gerte oder stark verarbeitete Produkte.

Kleingärtner essen außerdem Gemüse und Früchte der Saison. Saisonprodukte, also das, was ge­rade auf unserer Parzelle wächst, müssen nicht in beheizten Treibhäusern produziert oder aus fernen Ländern importiert werden. Das wirkt sich besonders günstig auf das Klima aus.

Kleingärtner sind zudem Klimaschützer, weil sie oft den Weg zur Parzelle mit dem Fahrrad zu­rück­le­gen oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Das Auto bleibt in der Garage, es sei denn, es muss einmal etwas Schweres transportiert werden.

Viele Kleingärtner verbringen den Urlaub außerdem gerne im Garten und vermeiden damit Flüge. Nach wie vor stoßen Flugzeuge eine hohe Menge an Schadstoffen aus.

Durch all die hier aufgeführten Aspekte wird deutlich, wie sehr Kleingärtner aktiv zum Natur-, Umwelt- und Klimaschutz beitragen.

Werner Bolder,
ehemaliger Vorsitzender des Landesverbandes
Westfalen und Lippe der Kleingärtner

Seite 2 von 2

Online-Seminar am 26.03.2026

Stauden: heimisch, insektenfreundlich und klimawandeltolerant?

► Erfahren Sie, wie Sie Ihren Garten mit Stauden in ein Blüten- und Insektenparadies verwandeln
► Lernen Sie robuste, klimawandeltolerante Stauden für jeden Standort kennen
► Erhalten Sie Tipps zu Gestaltung und Pflege
► Wie gelingt der Spagat zwischen den Anforderungen aus heimisch, insektenfreundlich und klimawandeltolerant?

Staudenexperte Markus Finner entführt Sie in die Welt der Stauden! Jetzt zum Seminar anmelden!

Jetzt anmelden!

Was liegt an im Gemüsegarten?

Gemüsegarten März

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den März.

mehr…

Wintergemüse – Saisonkalender

Wintergemüse – Saisonkalender Auch im tiefsten Winter können Sie frisches Grün in Ihrem Garten ernten. Hier sehen Sie, welche Gemüsearten sich für den Anbau im Winter eignen und wann Sie welches Gemüse wie lange ernten, säen, pflanzen oder lagern können.

mehr…

Gartenfreund Spezial - Wildbienen

„Gartenfreund Spezial“: Wildbienen

Eine Ausgabe „Gartenfreund Spezial“ mit nur einem Thema: Wildbienen!

Alles Wissenswerte zu den spannenden und schützenswerten Insekten. Vom Erkennen der unterschiedlichen Arten bis hin zu praktischen Tipps, wie man ihnen im eigenen Garten eine Heimat bieten kann.

Ideal auch für Schulungen und Lehrgänge.

Alle Infos & Bestellung

Unsere Gartenschätze

Im Fokus: Gartenschätze

Sie sind auf der Suche nach Besonderheiten für Ihren Garten? Dann schauen Sie sich doch mal unsere Gartenschätze an. 

mehr…

Was liegt an im Obstgarten?

Obstgarten März

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den März.

mehr…

Wassermelonen im Gewächshaus und Freiland

Wassermelonen im Gewächshaus und Freiland

Der Gemüse-Experte Thomas Jaksch verrät Ihnen:
► Sortentipps für Beet und Gewächshaus
► wie Sie Jungpflanzen selbst anziehen
► alles über Kultur und Pflege: Standort, Düngung, Bewässerung
► Typische Kulturfehler und was Sie dagegen tun können
► wie Sie ernten und verarbeiten
+ Im Anschluss beantwortet Thomas Jaksch Ihre individuellen Fragen zum Anbau der runden Kugeln.

Alle Infos & Anmeldung

Hurra! Ich habe einen Kleingarten.

Hurra! Ich habe einen Kleingarten.Ideal für Neupächter!
2. Auflage ab jetzt erhältlich.

Auf über 100 Seiten bleiben keine Fragen zum Gärtnern im Verein, zum Anbau von Obst und Gemüse, Ziergehölzen oder Wasser im Garten offen.

         mehr…
 

Was liegt an im Ziergarten?

Ziergarten März

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den März.

mehr…

„Der Fachberater“ – damit Sie auf dem Laufenden sind!

Der Fachberater

Für Gartenfachberater, Vereinsvorstände und alle, die es genauer wissen wollen: „Der Fachberater“ informiert Sie vier Mal im Jahr über gartenfachliche und verbandspolitische Themen des Klein­gar­ten­wesens. Die Ver­bands­zeit­schrift des Bun­des­ver­ban­des Deutscher Gartenfreunde widmet sich zudem Ausgabe für Ausgabe verschiedenen Schwer­punkt­the­men.

mehr...

Online-Seminar am 28.04.2025

Alternativen zum klassischen Rasen

Es müssen nicht nur Gräser sein – Experte Prof. Martin Bocksch verrät Ihnen:
► mögliche Alternativen und geeignete Arten
► was die Alternativen bieten, was der Rasen nicht hat
► welche Gräser sich für „Problemstandorte“ eignen
► wie Sie Flächen anlegen, bewässern, düngen und pflegen
► wie, wann und wie oft Sie schneiden
+ Im Anschluss beantwortet Prof. Martin Bocksch Ihre individuellen Fragen zum Anbau der scharfen Schoten.

Alle Infos & Anmeldung