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Hochwasser-Auswirkungen auf den Garten

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Hochwasser
  • Grundwasserstand
  • Über­flu­tung
  • Sauerstoff
  • Bodenluft
  • Staunässe
  • Grubbern
  • Lockern
Wenn Sauerstoff im Boden fehlt

Hochwasser im GartenFoto: Drossel Wo ist das Gemüse? Hier ist erst einmal Geduld gefragt. Grundsätzlich gilt für Hochwasser­er­eig­nis­se: Der Staukörper Wasser ver­hin­dert die Durchlüftung des Oberbodens. Das gesamte Po­rensystem wird bis auf eingeschlos­sene Luftreste mit Wasser gefüllt. Sauerstoff wird zum Man­gel­fak­tor, Abbauprozesse im Boden können fast nur noch anaerob unter Bildung von Faulgasen weiter ab­laufen.

Bodenlebewesen, die auf Luftatmung angewiesen sind, kommen zu Schaden. Organismen, die ihren Sauerstoff aus dem Wasser gewinnen können, haben kaum Probleme.

Regenwürmer können, das haben Versuchsreihen gezeigt, ohne weiteres drei Wochen in einem Aquarium mit kaltem, sauberem und damit sauerstoffreichem Wasser leben. Säugetiere dürften nach Kräften wegschwimmen. Viele klei­nere Säugetiere wie Mäuse, Ratten und Maulwürfe werden die Fluten wahrscheinlich nicht über­le­ben. Andere Tiere überwintern in speziellen Ruhestadien, die auch vom Wasser wenig gestört werden.

Kurzzeitiges Hochwasser bringt nur geringe Probleme. Die Selbstheilungskräfte des Bodens sind enorm, die alten bodenbiologischen Verhältnisse sind schnell wieder hergestellt. Wochenlange Dürre im Frühjahr bewirkt erheblich mehr Schaden als zwei bis drei Tage Hochwasser.


Was hilft dem Garten nach der Flutwelle?

Wichtig ist frische Bodenluft. Die Staunässe nach der Flut sollte durch tiefgründiges Grubbern des Bodens gemindert werden. Das Lockern des Bodens erhöht die Verdunstung und bringt wieder Luft in das Porensystem. Abbauprozesse der „gesunden Art“ auf und im Boden kommen wieder in Gang. Je schneller der Boden wieder seine normalen Wasserverhält­nisse erreicht, desto eher gehen Beeinträchtigungen zurück.

Wo unnatürlich viel Biomasse angeschwemmt wurde, sollte diese entweder flächenhaft verteilt (als Mulchmasse) oder auf den Kom­post gebracht werden. Der Kompost selbst dürfte das Was­ser­er­eig­nis ohne größere Schäden über­standen haben.

Kurzzeitiges Hochwasser ist ge­nerell weniger ein ökologisches Problem als eher eines, das die Ordnung stört und für heftige Verschmutzungen sorgt. So wie sich die Flussauen bald wieder grün und lebendig präsentieren, wird man bald auch im Gar­ten jenseits der Bauten kaum noch Spuren des Hochwassers finden. Es wächst nicht nur frisches Gras über das Kapitel „Hochwasser“, son­dern auch die allermeisten unserer geliebten Kulturpflanzen werden uns aufs Neue im Garten be­glücken.

Dr. Gerhard Laukötter,
Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW

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