- Gut zu wissen
Gefahr aus dem Garten
Foto: TwilightArtPictures/Adobe Stock
Das Erdmandelgras (Cyperus esculentus) wird derzeit in immer mehr Haus- und Kleingärten angebaut. Für die Landwirtschaft ist die Pflanze allerdings ein invasives Unkraut, das sich sehr schnell verbreitet, kaum bekämpft werden kann und sogar die heimische Lebensmittelproduktion gefährdet. In Niedersachsen wird ein Befall seit Anfang der 1980er Jahre beobachtet, der sich exponentiell ausgedehnt hat – auf über 250.000 ha. Auch in Nordrhein-Westfalen ist es bereits auf ca. 25.000 ha zu finden.
Bislang ist in Europa keine Fläche bekannt, die nach stärkerem Befall wieder saniert werden konnte. Der Anbau von Zuckerrüben, Kartoffeln, Möhren oder Zwiebeln ist dort nicht mehr möglich. Das aus Afrika stammende Erdmandelgras ist extrem anpassungsfähig. An den Wurzeln bildet es Rhizome, an denen sich die Erdmandeln bilden. Eine Pflanze kann pro Jahr bis zu 500 Mandeln in bis zu 40 cm Tiefe ausbilden, die über Jahre keimfähig bleiben. Eine Verbreitung der Pflanze ist auf vielen Wegen möglich, eine davon ist die Ausbreitung aus Gärten, etwa durch den Kompost, Gartenabfälle oder Überwuchs. Der Pflanzenschutzdienst NRW rät daher vom Anbau ab. Wer es trotzdem machen möchte, sollte Erdmandelgras in Töpfen anbauen und die Blüten sofort entfernen.
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW
in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer NRW








