- Gut zu wissen
Gartenwissen: Nachreife
Foto: Erick M -/Adobe Stock
Nachreife bedeutet, dass Früchte auch nach der Ernte weiterreifen können. Gärtner sprechen dabei auch von klimakterischen Früchten. Dazu zählen etwa Tomaten, Birnen und Äpfel. Viele Apfelsorten erreichen sogar erst durch das Nachreifen ihre Genussreife und entwickeln ihren vollen Geschmack. Während der Reife wird gespeicherte Stärke in Zucker umgewandelt – so entsteht das ausgewogene Verhältnis von Süße und Säure, das den Fruchtgeschmack ausmacht. Nicht-klimakterische Früchte, wie Trauben oder Zitrusfrüchte, sollten Sie dagegen stets reif ernten, da sie nicht bzw. kaum nachreifen.
Nach der Fruchtbildung beginnen Pflanzenhormone, innerhalb der Frucht den Reifeprozess zu steuern. In den Früchten selbst wird zudem Ethylen gebildet. Dieses Gas beschleunigt maßgeblich die Reife. Unreifes Obst können Sie z.B. schneller nachreifen lassen, wenn Sie reifende Äpfel danebenlegen, da das Ethylen auch benachbarte Früchte beeinflusst. Obst und Gemüse aber sollten Sie getrennt lagern, da es sonst leichter verdirbt. Auch Schnittblumen welken schneller, wenn reifendes Obst in der Nähe liegt.
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