- Gut zu wissen
Gartenwissen: Harz
Foto: beerphotographer/Adobe Stock
Harz ist ein zähflüssiges, klebriges Stoffwechselprodukt, das Nadel- und Laubbäume in speziellen Kanälen unter der Rinde bilden und ablagern. Chemisch besteht es vor allem aus Terpenen, ätherischen Ölen und Harzsäuren. An der Luft erstarrt Harz zu einer gelblichen bis bräunlichen Masse. Am bekanntesten ist das Harz von Fichte, Kiefer oder Tanne. Fossiles Harz ist bekanntlich Bernstein.
Harz tritt häufig nach Verletzungen auf. Es hindert Pilze oder Bakterien daran, in die Wunde einzudringen. Mit dem Harz wehren Bäume auch Insekten ab, etwa den Borkenkäfer.
Wildbienen aus der Gattung der Löcherbienen vermischen Harz mit kleinen Steinchen. Damit verschließen sie ihre Nistzellen in Totholz oder hohlen Stängeln.
Jeder Gärtner kennt auch die klebrigen Harzrückstände an der Gartenschere. Zum Entfernen eignet sich ein feuchtes Tuch oder etwas Terpentinöl. Interessant ist, dass dieses harzlösende Öl früher selbst aus Kiefernharz hergestellt wurde, durch Wasserdampfdestillation von verflüssigtem Kiefernharz (Kiefernöl/Terpentin). Der Destillationsrückstand heißt Kolophonium („Geigenharz“).
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