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Welche Akku-Geräte für den Garten gibt es?

Die unterschiedlichen Akkusysteme im Überblick

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Akku-Geräte für Ihren GartenFoto: Gardena


Sie werden immer stärker, und sie werden immer mehr: Akku-Geräte verdrängen die klassischen Gartengeräte mit Kabel oder Verbrennungsmotor. Heckenscheren, Rasentrimmer oder Rasenmäher legten 2018 bei den Verkaufszahlen um 35–60 % zu. Kein Wunder: Akku-Geräte sind leise und flexibel, man braucht weder Stromanschluss  noch  nervige Kabel und muss beim Arbeiten keine stinkenden Abgase einatmen. Und inzwischen können die Akku-Geräte  in puncto Leistung durchaus motorbetriebenen Geräten Konkurrenz machen. Der einzige Nachteil: Akku-Geräte sind meist teurer, was sich aber durch geringere Wartungskosten wieder bezahlt machen kann.

Wenn Sie sich das erste Mal für ein Akku-Gerät entscheiden, sollten Sie auf ein System setzen, bei dem Sie mit einem Lithium-Ionen-Akku mehrere Geräte betreiben können. Denn der Akku oder das Ladegerät sind oft ebenso teuer wie das eigentliche Gerät. Weitere Geräte können Sie dann bei Bedarf einzeln nachkaufen. Darunter sind auch sogenannte „Multitools“ oder „Kombiwerkzeuge“, bei denen Sie eine Basis mit unterschiedlichen Aufsätzen, wie Heckenschere oder Kettensäge, kombinieren können.

Ein Tipp: Setzen Sie dabei auf bekannte Markenhersteller, denn beim Kauf eines No-Name-Geräts etwa im Discounter haben Sie keine Garantie dafür, auch noch im nächsten Jahr ein passendes Gerät oder einen zweiten Akku kaufen zu können.


Die wichtigsten Akku-Systeme 

Gardena „HeartBeat System“

Gardena „HeartBeat System“

Gardena zeichnet sich auch durch besondere Geräte im Sortiment aus, z.B. einen Akku-Hochdruckreiniger oder eine Akku-Regenfasspumpe, die mit 2,0 bar bis zu 2000 l pro Stunde fördern kann.

Akkus: Gardena bietet 2 Systeme mit 18 V und 2,6 Ah bzw. 40-V-Akkus mit 2,6 und 4,2 Ah.

Geräte: 18-V-Serie: 10 Geräte, etwa Rasentrimmer, Heckenschere oder Rasenmäher. 
40-V-Serie: 7 Geräte, darunter 3 Rasenmäher, 1 Heckenschere, 1 Rasentrimmer und der Akku-Hochdruckreiniger.
 

AL-KO „Easy Flex“ und „Energy Flex“

AL-KO „Easy Flex“  und „Energy Flex“

AL-KO hat zwei Systeme im Angebot, die für Gartenfreunde relevant sind: Easy Flex und Energy Flex.

Akkus: Easy Flex System: 20 V, mit 2,5 und 5 Ah.
Energy Flex: 40 V, mit 4,0 und 5,0 Ah.

Geräte: Easy Flex: 15 Geräte, darunter Rasenmäher, Heckenschere, aber auch Stichsäge und Baustellenradio.
EnergyFlex: Über 10 Geräte, darunter Rasenmäher, Heckenschere, Kettensäge, Trimmer und ein Multitool mit Trimmer-, Sensen-, Hochentaster- und Heckenscheren-Aufsatz.
 

Wolf-Garten „72 V-Akku System“

Wolf-Garten „72 V-Akku System“

Wolf setzt mit seiner Akku-Plattform auf eine vergleichsweise hohe Voltzahl, die Anzahl der Geräte ist dagegen klein.

Akku: 72 V, mit 2,5 Ah.

Geräte: 4 Geräte: Rasenmäher, Heckenschere, Laubbläser und Trimmer.
 

Ryobi „ONE+“

Ryobi „ONE+“

Die Plattform ONE+ bietet vor allem eine große Vielzahl an Gerä­ten. Neu im Sortiment ist ein Ak­ku mit 9,0 Ah.

Akkus: 6 18-V-Akkus, mit 1,5 bis 9,0 Ah.

Geräte: Über 100 Geräte für Hobbygärtner und Handwerker von der Fugenbürste über Ast- und He­ckenschere bis zu Akku-Schrauber und Radio. 
 

Einhell „Power X-Change“

Einhell „Power X-Change“

Auch Einhell hat zahlreiche Geräte für Hobbygärtner und Heimwerker im Angebot, die auf nur einem Akku basieren. Neben Ryobi hat Ein­hell das größte Sortiment. Die 18-V-Akkus können auch für Einhell-Geräte auf 36-Volt-Ba­sis kombiniert werden. 

Akkus: 6 verschiede Akkus, mit 18 V und 1,5–5,2 Ah.

Geräte: Über 100 Geräte – von Fugenreiniger bis Bodenhacke, zahlreiche Werkzeuge sowie ein Multitool mit Heckenscheren- und Hochentaster-Aufsatz.
 

Stiga „AkkuPower“

Stiga „AkkuPower“

Der schwedische Hersteller Stiga hat unter dem Begriff „AkkuPower“ gleich 5 Systeme im Angebot. Schwerpunkt des Sortiments liegt, mit Ausnahme der 24-V-Serie, auf Rasenmähern.

Akkus: 24, 48, 60 und 80 V. Für Gartenfreunde sind vor allem die Systeme mit 24 (mit 2,0 und 4,0 Ah) und 48 V (je 2,0, 2,5 und 4,0 Ah) relevant.
Beim „Dual-Battery“-System können 2 48-V-Akkus zusammen in Mäher der „500er-Serie“ kombiniert werden. 

Geräte: 24 V AkkuPower: 5 Geräte, darunter Heckenschere, Trimmer und ein Multitool mit Heckenscheren- und Kettensägenaufsatz.
48 V AkkuPower: 11 Geräte, darunter Mäher, Trimmer und ein Multitool.
 

Black + Decker „18 Volt System“

Black + Decker „18 Volt System“

Black + Decker richtet sich mit seiner Platt­form mit einer Vielzahl an Geräten sowohl an Hobbygärtner als auch an Heimwerker.

Akkus: 18 V, mit 1,5, 2,0 und 4,0 Ah.

Geräte: Über 30 Geräte – darunter Trimmer, Kettensägen, Heckenscheren und zahl­reiche Werkzeuge. Inte­res­sant ist auch der „Seasonmaster“, ein Kombi-Gerät mit 7 Aufsätzen.
 

Bosch „Power-4-ALL“

Bosch „Power-4-ALL“

Bosch bietet 2 Systeme unter dem Namen „Power-4-ALL“ mit 12 V und 18 V. Ersteres richtet sich dabei eher an Heimwerker.

Akkus: 12 V, mit 2,5 Ah.
18 V, mit 2,5, 4,0 und 6,0 Ah.

Geräte: 12-V-Power for ALL-System: 
14 Geräte – darunter Trimmer, Hecken­schere, aber vor allem Werkzeuge.
18-V-Power for ALL-System: Über 25 Geräte – darunter Trimmer, Heckenschere, Niedrigdruckreiniger und viele Werkzeuge.
 

Stihl „AkkuSystem COMPACT“

Stihl „AkkuSystem COMPACT“

Stihl setzt mit seinem System mehr auf Klasse statt Masse, lediglich 8 Produkte sind im „Compact“-System enthalten.

Akkus: 3 36-V-Akkus, mit 1,6, 3,2 und 5,2 Ah.

Geräte: 8 Geräte – darunter 2 Mäher, 1 Heckenschere, 1 Trimmer.

sök

 

Darauf sollten Sie achten

Marco NoverFoto: BMZ GmbH

Es kommt nicht nur auf den Akku an. Für die Qualität eines Akku-Gerätes für den Garten sind Steuerelektronik, die Verarbeitung des Gerätes oder das Zusammenspiel von Akku und Motor ebenso wichtig. Antriebe ohne Kohlebürsten können etwa bei gleicher Akku-Kapazität länger arbeiten. Worauf Sie beim Kauf Ihres Akku-Gerätes noch achten sollten, verrät Ihnen Marco Nover, Vertriebschef der BMZ GmbH, die Batteriesysteme u.a. für Gartengeräte produziert. 

Auf welche Kennzahlen sollte ich beim Kauf eines Akku-Gerätes achten?

Die Kennzeichnung Volt, abgekürzt mit V, gibt an, wie hoch die Spannung ist, mit der das Gerät am Ende betrieben wird. Je höher eine Voltzahl, desto schneller kann ein Motor drehen. Wenn der Motor dafür aber nicht ausgelegt ist, kann ich mit einer hohen Voltzahl einen Motor auch schädigen. Oft wird von Verkäufern argumentiert, dass ein Gerät mit einer höheren Spannung eine höhere Leistung hat und das Produkt so auch besser ist, das muss aber nicht stimmen. 
Mit den Amperestunden, abgekürzt mit Ah, wird, grob gesagt, angegeben, wie viel Strom ich aus einem Akku in einer Stunde ziehen kann. So wird mit der Ah-Zahl die mögliche Laufzeit angegeben – beim Auto vergleichbar mit dem Tankinhalt. Beim Kauf von handgeführten Geräten sollte man beachten, dass mit der Ah-Zahl aber auch das Gewicht steigt. Mitunter werden auch die Wattstunden in Wh angegeben, die sich aus der Multiplikation von V und Ah ergeben.

Für den Kunden sind diese Zahlen eher unwichtig. Damit wird zwar viel geworben, aber ähnlich wie die PS-Zahl beim Auto sind sie nicht entscheidend dafür, ob man ein Auto kauft. Man sollte das ganze Gerät und das Ladegerät mitbetrachten und auch, wie man das Gerät betreiben möchte. Bei einem Akkumäher ist etwa die Schnittbreite wichtig oder wie groß die Fläche ist, die ich mit einer Akkuladung mähen kann – und das ist noch von vielen anderen Parametern abhängig.

Wie kann ich die Qualität eines Akkus erkennen?

Von außen ist es nicht sichtbar, wie hochwertig ein Akku ist. Hilfreich ist es, darauf zu achten, ob der Akku eine kürzere Garantiezeit als das eigentliche Gerät hat – das ist bei 90 % aller Geräte der Fall und steht oft nur im Kleingedruckten. Wie lange eine Garantie gewährt werden kann, ist nämlich abhängig von der Qualität der Akkuzelle, dem Ladeverhalten oder der richtigen Einstellung im Batteriemanagementsystem, die eine Überladung, eine Tiefenentladung oder einen Kurzschluss verhindert. Bei einer kurzen Garantiezeit kann man davon ausgehen, dass die Akkuzellen keine gute Qualität haben.

Sinnvoll ist es auch, darauf zu achten, an wen ich mich wenden kann, wenn es ein Problem mit meinem Produkt gibt. Billiganbieter geben oft nur irgendwelche Firmen an, zu denen ich gleich das ganze Gerät schicken muss. Die namhaften großen Hersteller geben einen eigenen Händler an oder haben ausgewählte Servicepoints, die Hilfe innerhalb von 36 oder 48 Stunden anbieten.

Am besten ist es, das Gerät bei einem Händler vor Ort einfach mal in die Hand zu nehmen oder noch besser zu testen, da es oft Kleinigkeiten sind, die den Unterschied ausmachen. So merkt man schnell, ob das Gerät das richtige für einen ist.

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