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Gartenlaube – Wetterschutz und Werkzeugkammer

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  • Einbruchschutz
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Gartenlaube - Wetterschutz und WerkzeugkammerFoto: schulzfoto/Adobe Stock

Ob sie grün, rot, blau oder weiß, mit runden oder eckigen Fenstern sind – so individuell wie ihre Besitzer zeigen sich auch die Lauben in den Kleingartenanlagen. Sie sind der Zufluchtsort jedes Kleingärtners bei schlechtem Wetter, Lagerort für Werkzeug und Gartengeräte und für Kinder Ort spannender Abenteuer. Damit die Lauben all dies auch über viele Jahre bleiben, kommt es etwa auf den richtigen Holz- und Einbruchschutz an. Und wenn Ihnen Ihre Laube noch nicht individuell genug ist, begrünen Sie doch das Dach und tun Sie so noch etwas Gutes für Insekten und das Kleinklima.


Sicher ist sicher

Gartenlaube - EinbruchschutzFoto: Animaflora PicsStock/Adobe Stock Einbruchschutz: Damit genauso etwas nicht passiert, sollten Sie Ihre Laube ­entsprechend sichern. Es ist schlimm, die geliebte Laube un­erwartet aufgebrochen vorzufinden! Gerade Lauben, die im Winter ungenutzt sind, fallen häufiger einem Einbruch zum Opfer. Damit es gar nicht erst so weit kommt, entfernen Sie schon vor dem Winter alle leicht transportablen Wertgegenstände. Besonders häufig werden Elektrogeräte, Rasen­mäher und andere Gegengenstän­de mit Wiederverkaufswert gestohlen. Lassen Sie zudem Gardinen offen, so können Diebe beim Auskundschaften gleich se­hen, dass nichts zu holen ist. Sichern Sie auch Werkzeuge, Gartengeräte und Lei­tern außerhalb der Laube – sie könnten sonst als Einbruchshilfe benutzt werden.

Sofern Sie keine Möglichkeit ha­ben, die Wert­ge­gen­stände zu Hause zu lagen, sichern Sie Türen und Fenster so­lide und gut sichtbar. Verwenden Sie für Türen nur fachgerecht eingebaute Einsteckschlösser (DIN 18251) mit Sicherheitsschließblech und Schließ­zylinder (DIN 18252). Die Tür selbst sollte aus mindestens 4 cm starkem Massiv­holz oder besser aus Metall bestehen. In anderen Fällen können Sie die Tür auf der Innenseite nachträglich mit Stahlblech verstärken.

Die Fenster können Sie mit Eisengittern oder verschließbaren Fensterläden sichern. Achten Sie jedoch darauf, dass sich diese nicht mit wenigen Handgriffen von außen demontieren lassen. Von Innen lassen sie sich zusätzlich mit Fensterschlössern (DIN 18104-1) sichern. So wird das Aufhebeln deutlich erschwert. Sogenannte Pilzkopfverriegelungen (DIN 18104-2) bie­ten einen noch höheren Schutz. Wird das Fens­ter geschlossen, verhakt sich der am Fenster befindliche Pilzkopf in das auf dem Rahmen montierte Gegenstück. Fensterrahmen und Flügel sind dann fest verbunden und ein Aushebeln nahezu unmöglich.

Auch wenn diese Maßnahmen natürlich keinen hundertprozentigen Schutz gewährleisten können, setzen sie den Tä­tern zumindest einen gewissen Widerstand entgegen.


Geschützt hält länger

Ob neu errichtet oder schon im Bestand, der größte Teil der meisten Gartenlauben besteht aus Holz – und das will geschützt sein. Besonders Regen, UV-Strahlen und Fäulepilze können dem Holz zusetzen.

Gartenlaube - HolzschutzFoto: Kathrin39/Adobe Stock Holzschutz: Ein Anstrich sorgt dafür, dass das Holz Ihrer Laube stabil bleibt. Für einen optimalen und lang anhaltenden Schutz imprägnieren Sie das Holz, bevor Sie es streichen. Gerade für das Splintholz (äußere Ringe um den Kern) ist eine Imprägnierung besonders wichtig, da es anfälliger für Pilzbefall ist.

Wichtig für eine gute Imprägnierung ist natürlich ein hochwertiges Produkt. Geben Sie hier lieber ein paar Euro mehr aus, statt am falschen Ende zu sparen. Imprägniert wird der gesamte Außenbereich, also alle Teile aus Holz, inkl. Fenster und Türen, die der Witterung aus­gesetzt sind. Behandeln Sie bei einem Blockbohlenhaus schon vor dem Zusammenbau auch den Nut- und Federbereich. Bei Holzständerbauweise, die mit Brettern verschalt wird, müssen Sie auch die Brettseiten behandeln, die später nach innen zeigen. Im gesamten Innenbereich können Sie dagegen auf eine Imprägnierung verzichten.

Ist die Imprägnierung vollständig durch­getrocknet, kann der endgültige An­strich erfolgen. Hier haben Sie die Wahl zwischen Lasur oder Deckfarbe. Lasuren lassen die Holzmaserung noch leicht durchscheinen, während Deckfarbe eine deckende Schicht bildet. Achten Sie beim Kauf darauf, dass es sich um Produkte handelt, die auch für den Außenbereich geeignet sind. Im Vergleich zu den starren Blockbohlen oder Brettern müssen Sie Fenster- und Türrahmen von innen und außen streichen, andernfalls könnten sie sich verziehen.

Einmal erledigt muss die Imprägnierung nicht erneuert werden. Anders sieht es beim Deck­anstrich aus, da er mit der Zeit seine schützende Funktion verliert. Wie oft ein Neuanstrich erforderlich ist, lässt sich nicht verallgemeinern. Ein neuer Lasur-Anstrich ist etwa alle zwei bis sieben Jahre sinnvoll, Deckfarben halten je nach Produkt deutlich länger. Spätestens wenn Teile anfangen abzublättern, ist allerdings auch hier einen Neuanstrich erforderlich.


Grün statt schwarz oder rot

Ein Laubendach, auf dem es grünt und blüht, bietet einige Vorteile gegenüber herkömmlichen Dacheindeckungen. So wird das eigentliche Dach nicht nur vor Witterungseinflüssen geschützt, die Dach­begrünung fungiert auch als natürliche Klimaanlage und erhöht die Luftfeuchtigkeit und trägt so zu einem ange­nehmeren Kleinklima rund um die Laube bei.


Begrüntes LaubendachFoto: Stefan Körber/Adobe Stock Ein begrüntes Laubendach schützt vor Witterungseinflüssen.


Für Laubendächer eignet sich insbesondere eine extensive Dachbegrünung. Bei dieser Variante mit robusten und trockenheitstoleranten Pflanzen fällt keine aufwendige Pflege an. Ob Ihr Laubendach für eine Begrünung infrage kommt, hängt allerdings von der Dachneigung ab. Flachdächer sowie Dächer bis 9° Neigung sind am einfachsten zu begrünen.

Ab 10° Neigung sind dagegen schon Un­terkonstruktionen nötig, um den Was­serhaushalt zu gewährleisten und ein Ab­rutschen zu verhindern. Daneben spielt natürlich auch die Tragkraft eine Rolle. So muss das Dach neben den Aufbauschichten und der Bepflanzung auch das Regenwasser, das sich im Substrat sammelt, tragen. Hier sollten Sie ungefähr mit 100 kg/m² rechnen.

 

In acht Schritten zum Gründach
  1. Entfernen Sie die alte Dacheindeckung und reinigen Sie die Unterkonstruktion. Achten Sie dabei auf Nägel oder Schrauben, die die Folie beschädigen könnten.
  2. Schneiden Sie ein Schutzvlies passend zu und legen Sie es flächendeckend aus.
  3. Verfahren Sie ebenso mit der Folie und legen Sie diese auf das Schutzvlies.
  4. Bringen Sie umlaufend sogenannte Kiesfangleisten an. Sie verhindern, dass der nachfolgende Dachaufbau in die Regen­rinne bzw. vom Dach rutscht.
  5. Sind die Leisten montiert, bringen Sie die Drainageschicht auf, entweder in Form von Kies bzw. Blähton oder spe­ziellen Drainagematten.
  6. Schneiden Sie das Filtervlies zu und ­legen Sie es auf die Drainageschicht.
  7. Bringen Sie das Dachsubstrat auf und verteilen Sie es gleichmäßig. Verwenden Sie keine normale Pflanzerde. Substrate für die Dachbegrünung besitzen einen hohen mineralischen Anteil, der für eine gute Wasserführung sorgt.
  8. Für die Begrünung gibt es im Handel neben Pflanzen und Samen auch spe­zielle Sprossenmischungen, die einfach auf dem Substrat verstreut werden, oder fertige Vegetationsmatten, die wie Rollrasen ausgerollt werden.

Eine ausführliche Anleitung für die Begrünung Ihres Laubendaches finden Sie hier.

 


Gerrit Viets
Redaktion „Gartenfreund“, 
Verlag W. Wächter

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