• Gartenpflege
  • Gartenmöbel

Frühjahrskur für Gartenmöbel

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Gartenmöbel
  • Stühle
  • Tische
  • Lackieren
  • Wachsen
  • Ölen
  • Holz
  • Lasuren
  • Versiegelung
  • Holzwachs
  • Reinigung
  • Metalle
  • Stahl
  • Edelstahl
  • Aluminium

So verleihen Sie Ihren Stühlen und Tischen neuen Glanz


Gartenmöbel neu lackierenFoto: Ingo Bartussek/Fotolia Dem Grauen ein Ende bereiten – wer seine Gartenmöbel neu lackieren möchte, sollte zuerst zum Schleifer greifen.


Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen zieht es Gartenfreunde wieder ins Freie. Doch bevor Sie sich nach getaner Gartenarbeit entspannen können, muss erst mal das Mobiliar aus dem Winter­schlaf geholt und fit für den Frühling gemacht werden. Denn sonst stören Schmutz, Staub, Grau­schlei­er, abgeblätterter Lack, rostige Stellen oder vermooste Oberflächen die Optik. Mit kleinen Pflegetipps und der passenden Behandlung lässt sich aber jedem Möbelstück neues Leben ein­hau­chen.


Backpulver für Kunststoff

Helle Gartenmöbel aus Kunststoff bekommen besonders schnell einen Grau­schlei­er. Schuld sind Schmutzpartikel aus der Luft, die sich auf Stühlen und Tischen ablagern und die Oberfläche ein­fär­ben. Entfernen Sie zunächst Spinnweben und anderen groben Schmutz, ent­weder mit dem Garten­schlauch oder einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel.

Benutzen Sie aber auf keinen Fall irgendwelche Scheuermittel. Zwar säubern Sie dann den Kunst­stoff, doch bekommt die relativ weiche Oberfläche der Mö­bel durch die enthaltenen Scheuer­par­ti­kel kleine Kratzer. Gleiches gilt für Stahlwolle und einen groben Scheuerschwamm. In den Kratzern setzt sich Schmutz dann noch schneller und hartnäckiger fest.

Ist der grobe Schmutz beseitigt, können Sie das Mo­­biliar mit verdünnter Essigessenz (Verhältnis 1:5) rei­nigen und mit klarem Wasser abspülen. Sofern sich kei­ne hartnäckigen Verschmutzungen auf dem Kunststoff befinden, reicht das vollkommen aus. Alternativ kön­nen Sie auch Backpulver verwenden: einfach mit ein wenig Wasser vermischen, einem feuchten Tuch auf­­tragen, kurz ein­wirken lassen und anschließend ab­spülen. Das Natron im Backpulver löst Schmutz und hellt dunkle Stellen auf.

Tipp: Bereits matte und raue Oberflächen können Sie mit ein wenig Autopolitur wieder glänzend bekommen. Sie sorgt auch dafür, dass Nässe und Schmutz ab­perlen.


Holz lackieren, wachsen und ölen


Lasuren schützen das HolzFoto: Freedom_Studio/Shutterstock Lasuren schützen das Holz und heben die Farbe und Maserung hervor.


Die meisten Harthölzer, aus denen Gartenmöbel gefertigt werden, sind von Natur aus durch ent­hal­tene Gerbstoffe und Harze geschützt. Versiegelungen mit Lacken oder Ölen helfen, die Farbe zu bewahren und die Lebensdauer zu verlängern. Die weitere Pflege richtet sich nach der jeweiligen Vorbehandlung.

Lackiertes Holz: Durch eine Lackschicht wird die Holzoberfläche versiegelt und ist so vor Flüssig­keiten geschützt. Zum Säubern und Entstauben reicht daher in der Regel ein feuchtes Tuch oder der Gartenschlauch.


Holz von Schleifstaub reinigenFoto: Ingo Bartussek/Fotolia Nachdem Sie das Holz von Schleifstaub gereinigt haben, können Sie den neuen Lack auftragen.


Ist die Oberfläche beschädigt, wird es schwierig. Denn kleine Schäden können Sie im Gegensatz zu lasierten oder geölten Oberflächen nicht durch Schleifen und Nachbearbeiten reparieren. Zum einen ist es nicht einfach, den passenden Lack zu finden, sofern Sie das Möbelstück nicht selbst lackiert haben, zum anderen ist es fast unmöglich, den neuen Lack ohne Rand aufzutragen. Meist hilft also nur eine komplette Neulackierung.

Gewachstes Holz: Im Gegensatz zu lackierten sind gewachste Holzoberflächen empfindlicher. Flüs­sig­keiten, auch Wasser, die länger auf der Oberfläche stehen, führen zu Flecken. Je nach Be­an­spruchung sollten Sie die Holzoberfläche daher regel­mäßig mit passendem Holzwachs nach­wachsen. Das schützt, pflegt und reinigt die Oberfläche in einem Arbeitsgang.


Gewachstes HolzFoto: montebelli/Fotolia


Geöltes oder lasiertes Holz: Es ist offen­poriger als gewachstes und daher noch fleckenanfälliger. Zum Reinigen eignet sich eine weiche Bürste und Naturseife. Naturseife deshalb, weil sie keine zu­sätzlichen Inhaltsstoffe enthält und auf pflanzlichen Ölen basiert, die eine rückfettende Wirkung haben. Schrubben Sie mit der Bürste immer in Richtung der Maserung.

Anschließend abspülen und trocken wischen. Übrigens, verwenden Sie für die Reinigung keine Mikro­faser­tücher, denn sie entziehen dem Holz Öl.


Verschmutzungen mit Schmirgelpapier entfernenFoto: Sir_Oliver/Fotolia Auch leichte Verschmutzungen und Flecken auf Holzmöbeln können Sie mit Schmirgelpapier entfernen.


Hartnäckigere Flecken oder uner­wünsch­te graue Patina können Sie mit feinem Schmirgelpapier oder einer Schleif­ma­schine entfernen. Anschließend können Sie mit einem Pinsel eine neue Lasur oder frisches Öl auftragen. Für Letzteres reicht auch ein fusselfreier Lappen. Bei Bedarf können Sie diesen Schritt auch mehrmals wiederholen. Anschließend muss das Holz trocknen.

Tipp: Um ein Vergilben des Holzes durch UV-Strahlung zu verhindern, können Sie es mit einer Holz­lauge behandeln.


Pflegeleichte Metalle


Gartenmöbel aus MetallFoto: mauritius images/Jane Williams/Alamy Bei Gartenmöbeln aus Metall reichen meist Schwamm und Seifenwasser.


Gartenmöbel aus Metall bestehen hauptsächlich aus Stahl-, Edelstahl- oder Aluminiumrohren, ent­weder roh oder pulverbeschichtet. Grundsätzlich können Sie alle Formen mit einem Schwamm oder einer weichen Bürste und einer milden Seifenlauge abwaschen.

Stahl: Gartenmöbel aus beschichtetem Stahl sind praktisch pflegefrei. Manchmal kann es, je nach Standort, aber vorkommen, dass aus den Rohren rostiges Kondenswasser läuft. Ziehen Sie in diesem Fall einfach die Schutzkappen ab und lassen Sie die Rohre trocknen. Danach können Sie ein Korrosionsschutzspray hineinsprühen und die Kappen wieder aufstecken.

Sollte die Beschichtung Kratzer bekommen, müssen Sie zunächst unterscheiden, ob diese nur ober­flächlich sind oder bis auf das blanke Metall gehen. Erstere sind kein Problem, bei Letzteren sollten Sie handeln und das Metall mit Ausbesserungslacken der jeweiligen Hersteller abdichten, um den Korrosionsschutz wieder herzustellen.

Edelstahl: Der Pflegeaufwand von Edelstahlmöbeln hängt hauptsächlich davon ab, wie sehr Sie Fingerabdrücke und Fettflecken stören. Neben Wasser und Seife können Sie für die Reinigung auch ein- bis zweimal im Jahr einen speziellen Edelstahlreiniger verwenden. Dieser beugt Flugrost vor und dient der schlierenfreien Entfernung von besagten Fin­ger­abdrücken und Fettflecken.

Hochwertige Produkte sind übrigens tendenziell pflegeleichter, da sie aufgrund aufwendigerer Legierungen, spezieller Verarbeitungstechniken und Oberflächenbehandlungen weniger anfällig für Flecken sind.

Aluminium: Bei Alumöbeln haben Sie den geringsten Pflegeaufwand. Sollte die Beschichtung Krat­zer haben, ist das höchstens eine optische Beeinträchtigung. In solchen Fällen können Sie be­trof­fene Stellen hin und wieder mit Pflegelacksprays behandeln. Rost kann nicht entstehen, und die Stabilität kann dadurch auch nicht beeinträchtigt werden.

Wie Sie sehen, können Sie mit geringem Aufwand und wenigen Handgriffen Ihr Gartenmobiliar früh­lingsfit machen. In diesem Sinne: Genießen Sie die Zeit im Garten!

gvi

Anzeige:

Gepflegte Gartenmöbel

Xyladecor-Pflege-Gel-Anwendung

Zu Beginn der wärmeren Jahreszeit benötigen Gartenmöbel aus Holz etwas Pflege, damit sie wieder makellos aus­se­hen und zum Entspannen einladen. Ganz einfach geht das mit den Xyladecor Pflege-Gelen.

mehr…

Anzeige:
Harzfrische