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Gemüse veredeln

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Tomaten: Keramikstäbchen geben den Halt


Tomaten: Keramikstäbchen geben den HaltFoto: Buchter-Weisbrodt Wenn die Veredelung erfolgreich war, stellt sich auch bei Tomaten eine reiche Ernte ein.


Tomaten werden aufgepfropft. Auch hier wird wieder die gewünschte Sorte vor der Unterlage ausgesät, damit Unterlage und Sorte zum Zeitpunkt der Veredelung gleich stark sind. Sind die Pflänzchen so weit, kappen Sie die Unterlage oberhalb der Keimblätter mit einem scharfen Messer oder einer Rasierklinge mit einem waagerechten Schnitt. (Vorsicht: Auf den Bildern wird unterhalb der Keimblätter gekappt, aber nur, weil die Pflanzen noch zu klein waren. Richtiger ist es, zwischen Keimblatt und erstem Laubblatt zu kappen und dort zu veredeln.)
 

Tomaten: Keramikstäbchen geben den HaltFoto: Kleinworth Notfalls kann die Tomatenunterlage auch unterhalb der Keimblätter gekappt werden, besser ist oberhalb. Tomaten: Keramikstäbchen geben den HaltFoto: Kleinworth In den hohlen Jungpflanzentrieb wird vorsichtig ein (mitgelieferter) Keramikstab eingeführt ...
Tomaten: Keramikstäbchen geben den HaltFoto: Kleinworth … und auf die obere Hälfte des Stabes die Edelsorte aufgeschoben, bis die Pflanzen sich berühren. Tomaten: Keramikstäbchen geben den HaltFoto: Kleinworth Mit Spezialklammer und Holzstäbchen stabilisiert kann die „neue“ Tomate zusammen- und loswachsen.


Ein sehr nützliches Hilfsmittel sind die Ke­ramikstäbchen, die Kiepenkerl gleich mit dem Un­ter­la­gen-Saatgut mitliefert. Drücken Sie so eines von oben in die Mit­te des Sprossteils der Unterlage. Jetzt wird von der Wunschsorte ein Kopfsteckling ge­nommen (Schnitt richtigerweise wieder zwischen Keimblatt und erstem Laubblatt). Auch hier wird mit scharfem Werkzeug ein waa­ge­rech­ter Schnitt durchge­führt. Dieses Kopfstück wird nun eben­falls auf den Keramikstab aufgesetzt und bis zur Schnittfläche der Unterlage geschoben. Es soll eine möglichst deckungsgleiche Ver­e­de­lungs­stel­le entstehen.

Fixieren Sie die Veredelung mit Klammern an einem Stab. Jetzt wird die Pflanze mit einem Wäschesprenger befeuchtet und mit einer Plastiktüte bedeckt. Der gewählte Standort ist gleich dem der Gurken. Hat die Veredelung geklappt, können die Klammern entfernt werden. Sie würden den Wuchs nur stören.

In Ihrem Gewächshaus können die neu entstandenen Pflanzen schon deutlich vor den Eisheiligen eingepflanzt werden. Haben Sie kein Gewächshaus, müssen Sie mit der Pflanzung im Garten warten, bis keine Fröste mehr zu erwarten sind.

Veredeln ist also eine Sache des Fingerspitzengefühls, nicht immer klappt es beim ersten Versuch. Wer allerdings erfolgreich veredelt hat, wird eine deutliche Verbesserung im Wuchs, in der Gesundheit der Pflanze und besonders im Ertrag feststellen. Ich drücke die Daumen!

Thomas Kleinworth
LV-Fachberater des Landesverbandes
Schleswig-Holstein der Gartenfreunde

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