Bosch
  • Gartenpraxis
  • Gut zu wissen

Folien, Vliese und Netze im Garten verwenden

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Folie
  • Vlies
  • Schädlinge
  • Netze
  • Unkraut
  • Vogelfraß
  • Frost
  • Sonneneinstrahlung
  • Jungpflanzen
  • Schutz
  • Ernte
  • Pflan­zen­wachs­tum
  • Mulchfolie
  • Gemüsenetze
  • Schlitzfolie
  • Lochfolie
  • Insektenschutznetze
  • Frostschutzvliese
Folien: mehr Licht, aber weniger Luft

Lichtdurchlässige Folien bieten sich aufgrund der rascheren Erwärmung vor al­lem bei sehr frühen Gemüsesätzen und bei Kulturarten, die wenig empfindlich auf vorübergehend hohe Temperaturen reagieren, an. Dies sind beispielsweise Kartoffeln und Rhabarber.

Mulchfolie schützt gegen SchmutzFoto: Breder Schwarze Mulchfolie schützt die Früchte gegen Schmutz, erwärmt den Boden schneller und verhindert Unkrautbewuchs.

Gegenüber Vlies haben sie den Vorteil, dass sie das Licht besser an die Pflanze lassen. Ein Nachteil stellt allerdings die geringere Luft- und Wasserdurchlässigkeit dar. Man unterscheidet zwischen sogenannten Loch- und Schlitzfolien.

Lochfolien schützen die Pflanzen vor Hagel-, Insekten-, Wild- und Windschäden und beschleunigen die Entwicklung der Pflanzen um bis zu drei Wochen. Ein bis zwei Wochen vor der Ernte sollen sie aber wieder entfernt werden, um einer Schimmelbildung an den Früchten vorzubeugen.

Im Sommer ist es besser, wenn Sie Folien durch Gemüsenetze ersetzen. Die hohe Son­nen­ein­strah­lung führt dazu, dass die Temperaturen unter der Folie sehr schnell ansteigen und die Pflanzen quasi „gekocht“ werden.

Neben den lichtdurchlässigen gibt es auch schwarze Lochfolien. Diese werden aber nicht auf die Pflanzen, sondern um die Pflanze herum auf dem Boden ausgebreitet. Besonders wärmeliebende Arten wie Gurke, Melone, Paprika, Toma­te freuen sich über diese „Bodenheizung“, denn der Boden erwärmt sich schneller, und die Pflanzen wachsen bes­ser. Diese Folien dienen gleichzeitig auch als Mulchfolie zum Schutz vor Unkraut, das unter der Folie kein Licht mehr zum Wachsen bekommt.

SchädlingsbefallFoto: Breder Insektenschutznetze schützen Kulturen vor Schädlingsbefall. Lochfolien sollten im Idealfall 500 Lö­cher pro Quadratmeter haben (Durchmes­ser 10 mm), damit eine ausreichende Durchlüftung und Wasserdurchläs­sigkeit gewährleistet ist. Höhere Loch­dichten sind nicht zu empfehlen, da sonst die Wärmeverluste zu hoch werden.

Schlitzfolien haben gegenüber den Lochfolien den großen Vorteil, dass sie sich durch die Vielzahl der Schlitze (etwa 2000/m2) dem Pflanzenwachstum anpassen können und quasi „mitwachsen“. Schlitzfolie können Sie beispielsweise bei Salat und Radieschen bis zur Ernte auf den Pflanzen belassen. Mit der zunehmenden Dehnung verbessert sich die Luftdurchlässigkeit, und es kann direkt durch die Schlitze gewässert werden.

Folien, die den Winter über Pflanzen schützen sollen, dürfen nicht direkt auf diesen auf­lie­gen, da es sonst zu Kälte­schäden kommt. Dies können Sie durch eine Tragkonstruktion, z. B. einen Folien­tunnel, verhindern. So entsteht ein Raum, der etwa 3 °C wärmer ist als die umgebende Außentemperatur.

Eine kostengünstigere Unterkonstruktion lässt sich schnell aus ca. 5 mm dickem, kunst­stoff­um­man­tel­tem Draht her­stellen. Dieser wird je nach Größe der Pflanzen auf Länge geschnitten, gebogen und dann in die Erde gesteckt. An milderen Tagen sollten Sie die Enden des Tunnels öffnen und auf eine ausreichende Belüftung achten, da es sonst bei langer Liegedauer oder feuchtem Wetter zu Schimmelbildung kommt.

Seite 2 von 3
Online-Seminar über Säulenobst- und Zwergobstgehölze

Säulenobst- und Zwergobstgehölze Immer mehr Gartenfreunde setzen auf platzsparendes Säulenobst oder Zwerggehölze. Welche Sorten und Arten sich besonders für Ihren Garten eignen und wie Sie diese pflegen, erläutern wir Ihnen in einem Online-Vortrag.

mehr…

Unsere Gartenschätze

Im Fokus: Gartenschätze

Sie sind auf der Suche nach Besonderheiten für Ihren Garten? Dann schauen Sie sich doch mal unsere Garten­schätze an. Neben interessanten Infos zu den einzelnen Pflanzen, finden Sie hier auch passende Bezugsquellen.

mehr…

Gartenkalender 2022

Gartenkalender 2022Der Gartenkalender 2022 bietet wieder jedem Gar­ten­freund eine Fülle ak­tu­el­ler Informationen zu Obst, Gemüse und Zier­pflanzen. Kompakt und verständlich ge­schrie­ben von Gartenkennern für Praktiker.

mehr…

Was liegt an im Obstgarten?

Obstgarten Oktober

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den Oktober:
• Ein letztes Mal die Erdbeerbeete kontrollieren
• Quitten zügig verarbeiten
• Birnen mögen keinen Druck
mehr…

Online-Seminar über Kompost

Mit Kompost können Sie düngen, die Erde beleben sowie Pflanzengesundheit und Bodenstruktur verbessern. Wie Sie hochwertigen Kompost herstellen, erläutren wir Ihnen in einem Online-Vortrag..

mehr…

Was liegt an im Gemüsegarten?

Gemüsegarten Oktober

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den Oktober:
• „Winterkräuter“ frieren lassen
• Knollenfenchel ausreifen lassen
• Erntezeitpunkt für Süßkartoffeln
mehr…

Hurra! Ich habe einen Kleingarten.

Hurra! Ich habe einen Kleingarten.Ideal für Neupächter!
2. Auflage ab jetzt erhältlich.

Auf über 100 Seiten bleiben keine Fragen zum Gärtnern im Verein, zum Anbau von Obst und Gemüse, Ziergehölzen oder Wasser im Garten offen.

         mehr…
 

Was liegt an im Ziergarten?

Ziergarten September

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den Oktober:
• Zwischenpflanzung für Rosen
• Blumenzwiebeln im Topf
• Falllaub richtig verwerten
mehr…