BMS
  • Gartenkalender

Tomaten: Pflanzen und pflegen
- Anzeige -

Praktische Tipps zur Tomatenpflege: Vom Ausgeizen bis zur Blütenendfäule

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Tomaten
  • Tomate
  • Tomatenpflege
  • Ausgeizen
  • Braunfäule
  • Blütenendfäule
  • Pflanzenkrankheiten
  • Gemüsegarten

Tomatenpflege


Tomaten wurden vermutlich schon von den Mayas und Azteken als Nutzpflanze kultiviert. Heutzutage ist die Pflanze mit den saftigen, roten Früchten weltweit bekannt und ohne sie wäre die kulinarische Welt wohl um einiges ärmer: Man denke nur an Pizza Margeritha, Spaghetti al Pomodoro, Tomatensalat, Caprese, Salsa, Tomatenmark oder Ketchup – und diese Lebensmittel und Speisen stellen nur eine kleine Auswahl dar, in der die Tomate eine bedeutende Rolle spielt!

Tomatenvielfalt Tomatenvielfalt: Von gestreift bis braun ist alles dabei! Mittlerweile werden Tomaten immer häufiger im eigenen Garten angepflanzt. Denn Tomaten anzubauen und zu pflegen, ist im Prinzip nicht allzu schwer. Dennoch sollten einige Aspekte bei der Pflanzung und der Pflege berücksichtigt werden, um sich im Sommer über eine reiche Ernte freuen zu können. Pflanzenexperte Raimund Schnecking von Volmary erklärt deshalb, wie man den Ertrag der Pflanze steigert, was man beim Gießen beachten sollte und wie man grüne Tomaten nachreifen lassen kann.


Verschiedenste Tomatensorten für den Garten oder Balkon

Von kleinen Cherry-Nektartomaten über Fleischtomaten bis hin zu gestreiften Zebra-Tomaten findet man bei Gärtnereien oder in Pflanzen Online Shops eine große Auswahl verschiedenster Tomatensorten. Manche sind ideal für Balkone wie die Mini-Herztomate ‘Romantiko’ oder die Zwerg-Tomate ‘Primabell®’, andere eignen sich gut für den Anbau unter einem Vordach oder im Gewächshaus wie die ‘Solena® Sweet‘ und wieder andere sind perfekt fürs Freiland wie die Freiland-Tomaten ‘Philona’ oder ‘Phantasia‘. Je nachdem welche Sorte man pflanzen möchte, sollte man den passenden Platz bereitstellen.


Wo fühlen sich Tomaten wohl?

„Grundsätzlich bevorzugen Tomaten einen sonnigen, hellen und warmen Ort“, weiß der studierte Gartenbauingenieur Raimund Schnecking. Ein sonnig gelegener Balkon, eine gen Süden gerichtete Hauswand oder einen hellen Platz im Gewächshaus sind daher optimale Standorte, um Tomaten zu pflanzen.

Tomaten nach dem Einpflanzen gut andrücken und angießen Tomaten an einen hellen, warmen Ort pflanzen, anschließend gut andrücken und angießen. Daneben sollte man den Pflanzenabstand berücksichtigen. Schließlich brauchen die Pflanzen etwas Platz, um sich zu entfalten. „Außerdem kann weniger Luft zwischen den Tomatenpflanzen zirkulieren, wenn sie sehr dicht gedrängt stehen“, ergänzt der Pflanzenexperte. Eine gute Belüftung ist jedoch sinnvoll, um Pilzerkrankungen wie Echten Mehltau oder Kraut- und Braunfäule vorzubeugen.

 

Vordach oder Freiland?

Die Freiland-Tomate 'Philona' Die Freiland-Tomate ‚Philona‘ ist hochtolerant gegen Kraut- und Braunfäule! Kraut- und Braunfäule betrifft in den meisten Fällen Tomatenpflanzen, die im Freiland ohne Überdachung wachsen. Denn wenn es im Sommer häufig regnet, führt dies zu feuchten Tomatenblättern, auf denen sich der Pilz wohlfühlt und schnell ausbreiten kann. Tomaten sollten deswegen regengeschützt gepflanzt werden. „Es gibt jedoch Tomaten, die besonders widerstandsfähig gegen die Kraut- und Braunfäule sind“, ergänzt Raimund Schnecking, „dazu gehören beispielsweise die Cherrytomate ‘Philovita‘ und die Strauchtomaten ‘Philona‘ und ‘Phantasia‘.“ Diese beiden Tomatensorten sind daher auch für den Anbau im Freiland ohne Überdachung geeignet. Pflanzen, die nicht resistent sind, fühlen sich dagegen auf einem überdachten Balkon, im Garten unter einem Vordach oder in einem Gewächshaus wohl.


Unerwünschte Nachbarn: Kartoffeln

Auch Standortwechsel und Mischkulturen können dazu beitragen, dass die Tomaten von Krankheiten verschont bleiben. Daher sollten Tomaten nicht auf Standorte gepflanzt werden, an denen vorher bereits Tomaten standen. Darüber hinaus sind Kartoffeln in der direkten Umgebung zu vermeiden, da an Braunfäule erkrankte Kartoffeln potenzielle Krankheitsüberträger sind: Die freigesetzten Pilzsporen können in der Nähe stehenden Tomaten infizieren. Um das Risiko für die Tomaten zu reduzieren, sollte deshalb auf Kartoffeln als Beetnachbar verzichtet werden. Deutlich angenehmere Partner fürs Beet sind stattdessen Zucchini, Zwiebeln, Bohnen, Knoblauch, verschiedenen Kohlarten, Möhren, Pfefferminze oder Radieschen.

Wie viel Wasser brauchen Tomaten?

Tomaten gelten als ausgesprochen durstige Pflanzen. Gerade in der Wachstumsphase sollte die Erde feucht gehalten werden, da sonst ein Kalziummangel entstehen kann, der sich durch braune Stellen an den Unterseiten der Tomaten bemerkbar macht. Pflanzenexperten sprechen in diesem Fall von ‚Blütenendfäule‘. Schädlich ist dieser Mineralstoffmangel jedoch nicht – braune Stelle abschneiden und genießen, lautet der allgemeine Rat der Gärtner.

„Um herauszufinden, wann die Tomate wieder Wasser braucht, macht man am besten die Fingerprobe“, empfiehlt Raimund Schnecking, „ist die Erde noch sehr feucht, braucht man noch nicht gießen; ist sie bereits trocken, sollte wieder gegossen werden.“ Der Pflanzenprofi hat jedoch noch einen kleinen ‚Geheimtipp‘ für Tomatenliebhaber: „Wenn die Tomate ihre ersten Früchte bildet, darf man das Gießen auch ab und an mal vergessen. Denn dadurch, dass die Erde zwischen den Gießeinheiten auch mal antrocknet, wird die Tomate Stress ausgesetzt, was dazu führt, dass ihre nun gebildeten Früchte besonders süß schmecken.“

Was sollte beim Gießen beachtet werden?

Wenn man seine Tomatenpflanzen gießt, sollte man darauf achten, dass man das Wasser nicht über die Blätter, sondern direkt an die Wurzeln gießt. Denn wie bereits erwähnt, können feuchte Blätter als Einladung für Pilzsporen verstanden werden. Somit sind auch Tomatenpflanzen, die zwar im überdachten Gewächshaus stehen, anfällig für Kraut- und Braunfäule, wenn sie falsch gegossen werden. Außerdem sollte das Wasser ablaufen können. „Steht das Wasser nämlich zu lange im Übertopf, weil es nicht abfließen kann, fangen die Wurzeln an zu faulen und das führt letztlich zum Absterben der Pflanze“, erklärt Raimund Schnecking.




Tomaten haben Hunger

„Zudem gehören Tomaten zu den Starkzehrern. Das bedeutet, dass sie für ihr Wachstum und die Bildung ihrer Früchte viele Nährstoffe brauchen“, erklärt Raimund Schnecking. Tomaten sollten daher auf einen nährstoffreichen Boden gepflanzt werden. „Beim Einpflanzen gibt man deswegen etwas Langzeitdünger hinzu oder arbeitet eine ordentliche Portion Kompost in den Boden ein“, rät der Pflanzenexperte. Während der Wachstumsphase sollte man die Tomate zusätzlich mit stickstoffhaltigem Flüssigdünger versorgen. Um die Bildung der Früchte zu unterstützen, ist Flüssigdünger mit Kalium sinnvoll.

Tomaten ausgeizen

Tomatenpflanzen sind ausgesprochen wüchsig. Viele Tomatensorten werden bis zu zwei Meter hoch und bilden unzählige Triebe aus. Damit die Pflanze jedoch ihre Kraft auf den Haupttrieb konzentrieren kann, muss man die Seitentriebe beziehungsweise Geiztriebe, die aus den Blattachseln wachsen, regelmäßig entfernen. Das geht ganz leicht, indem man sie abschneidet oder mit den Fingern abknipst. „Durch das Entfernen der Geiztriebe, also durch das Ausgeizen, wird der Ertrag der Pflanze gesteigert“, erklärt der Pflanzenexperte, „denn die Pflanze kann ihre Kraft nun wieder auf die Ausbildung des Hauptriebs und in die Bildung von Früchten legen.“


 


Die Tomatenernte: ernten und lagern

Tomaten sind reif, wenn sie Farbe bekommen haben und auf Druck ein wenig nachgeben. Reife Tomaten können gut bei Zimmertemperatur gelagert werden. Am besten belässt man bei der Ernte einfach ein Stück Stiel an der Tomate, da die Früchte so länger haltbar sind. Im Kühlschrank sollten die Tomaten lieber nicht aufbewahrt werden, weil das dem Geschmack abträglich ist. „Bei den Tomatenpflanzen ‘Tomberry® Red‘ oder ‘Tomberry® Yellow‘ gibt es außerdem einen tollen Trick, um sich das Abpflücken der unzähligen Mini-Tomaten zu erleichtern“, verrät der Pflanzenprofi Raimund Schnecking, „man schneidet einfach eine komplette Rispe mit den reifen Tomaten ab und lagert sie mindestens für einen Tag bei Zimmertemperatur. Am nächsten Tag lassen sich die Früchte problemlos durch ein leichtes Schütteln von der Rispe lösen!“


Grüne Tomaten nachreifen lassen

Tomaten reifen bis zum ersten Frost. Bis dahin können die leckeren Früchte nach Bedarf geerntet werden. Doch was macht man mit den grünen Tomaten, die an der Pflanze heranwachsen und noch nicht ausgereift sind? „Grüne Tomaten kann man vor dem ersten Frost abpflücken und in Zeitungspapier einwickeln oder in einer Papiertüte aufbewahren und bei Zimmertemperatur lagern“, rät Pflanzenprofi Raimund Schnecking. Dabei können Äpfel den Reifeprozess beschleunigen, indem man sie zu den grünen Tomaten in die Papiertüte legt.

Welche Tomate passt zu einem?

Wenn man Tomaten anbauen möchte, müssen demnach verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Welche Tomate am besten für Sie geeignet ist, können Sie in wenigen Schritten mit dem Tomat-O-Mat herausfinden!

Arabelle, Volmary

Neue ADR-Rosen

ADR-2018 - Summer of love

Nur die Harten für den Garten – sechs von 40 getesteten Sorten haben das begehrte ADR-Siegel erhalten. Neu ist, dass die Auszeichnung erstmals nur befristet gültig ist.

mehr...

Anzeige:
Volmary
Der Blühkalender der Stauden

Der Blühkalender der StaudenUnser Blühkalender hilft Ihnen dabei, Stauden mit unterschiedlichen Blütezeiten zu pflanzen – das freut das Auge und bietet vielen Insekten das ganze Gartenjahr Nahrung.

mehr…

Was liegt an im Gemüsegarten?

Gemüsegarten März

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den März:
• Auberginen vorziehen
• Zeit für Freilandaussaaten
• Gänseblümchen ernten

mehr…

Anzeige:
Finnia
Was liegt an im Obstgarten?

Obstgarten März

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den März:
• Frostrisse behandeln
• Aprikosen bestäuben

mehr…

Was liegt an im Ziergarten?

Ziergarten März

Hier finden Sie unsere aktuellen Gartentipps für den März:
• Blumenzwiebeln düngen
• Ananas selbst ziehen
• Alpenveilchen übersommern

mehr…

Anzeige:
Harzfrische
Schwester Christas Mischkultur

Schwester Christas MischkulturIn "Schwester Christas Mischkultur" lernen Sie, wie Sie Ihre Ge­mü­se­pflan­zen am besten kombinieren, damit sie gesund bleiben und eine reiche Ernte ein­brin­gen. Das Mischkultur-Buch mit dem „Das kann ich auch“-Effekt, mit allen Infos zur Mischkultur und Musterbeeten zum Nachstellen und Ausprobieren.

mehr…

Der Gemüse-Saisonkalender

Gemüse-SaisonkalenderWann kann ich meine Bohnen aussäen, wann kommt das Kohlrabi-Saatgut ins Frühbeet und ab wann beginnt die Ernte von Feldsalat? Mit dem Gemüse-Sai­son­ka­len­der wissen Sie auf einem Blick, wann Sie welches Gemüse aussäen, vereinzeln oder ernten können.

mehr…