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Rasen anlegen und pflegen

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Pflege je nach Rasentyp

Rasen vertikutierenFoto: Sulzberger Es empfiehlt sich, den Rasen zu vertikutieren, um ihn von verfilzten Pflanzen­teilen zu befreien und zu belüften. Dieses Gerät eignet sich für größere Flächen, z.B. im Rahmengrün Der Gebrauchsrasen lässt sich mit relativ geringem Aufwand pflegen: Er muss nur etwa alle zehn bis 14 Tage gemäht werden, übersteht Trockenperioden lange Zeit ohne Bewässerung und braucht nicht unbedingt gedüngt zu werden – wenn man es hinnimmt, dass sich zwischen den Gräsern auch bescheidene Blüm­chen und Kräuter ansiedeln.

Ganz anders der Zierrasen. Um den gewünschten dichten Wuchs zu erzielen, müssen Sie die Gräser nach Plan bzw. Bedarf düngen, in engem Takt mit hochwertigen Ma­schi­nen mähen und regelmäßig belüften. Und wenn der An­blick des makellosen Grüns durch nichts getrübt werden darf, bleibt auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nicht aus.

Beim Zierrasen strebt man eine Schnitthöhe von etwa 3–4 cm an. Damit die Narbe dicht und unkrautfrei wächst, sollten Sie die ­Halme häufig mähen und dabei jeweils höchstens um ein Drittel kürzen – d.h., es wird mindestens einmal pro Woche ein Schnitt fällig.

Bei einem Gebrauchsrasen schnei­det man nicht tiefer als 6 cm. Damit er trockene Sommerwochen gut übersteht, lassen Sie ihn am bes­ten noch höher wachsen. Das Mähgut sollten Sie entfernen, besonders im Frühjahr und im Herbst. Nur das fein zerkleinerte Schnittgut eines Mulchmähers darf liegen bleiben.

Durch eine stickstoffbetonte Düngung, am besten im Frühling und im Frühsommer, wird das Wachstum der Gräser gefördert, das von Moos und Wildkräutern dagegen unterdrückt. Beim Zierrasen ist außerdem eine gleichmäßige Wasser­versorgung sicherzustellen: Bei anhaltend trockener Witterung verbräunt der grüne Teppich sonst stellenweise.

Weiterhin empfiehlt es sich, die Flä­che zu vertikutieren, um sie von ver­filzten Pflanzenteilen zu befreien und zu belüften. Moos tritt in erster Linie auf kühlen, nassen Standorten auf. Belüftung und Wasserabfluss lassen sich zum Beispiel verbessern, indem Sie Kompost, ersatzweise auch Sand, einarbeiten. Nur notfalls greift man zu Eisen-II-Sulfat, einem relativ umweltverträglichen Wirkstoff gegen Moos.

Robert Sulzberger

 

Literaturtipps

Christa Lung
"Der perfekte Rasen. Richtig anlegen und pflegen."
3., aktualisierte Auflage 2012. 128 S., 84 Farbfotos, kart.
Preis 9,90 Euro
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, ISBN 978-3-8001-7539-0.
Hier können Sie direkt bestellen

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