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Beerenobst kultivieren

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Gesundbrunnen im Garten


BeerenkorbFoto: Reinhard-Tierfoto Nicht nur schön anzusehen, sondern auch gesund und lecker.


Beerenpflanzen sind anspruchslos und gedeihen in jedem Garten. Besonders für Kinder sind sie ein wahres Nasch- und Ernte­ver­gnügen. Von Mai bis zum ersten Frost werden wir von der Natur mit einer reichen Auswahl an Beeren beschenkt, die nicht nur gut schme­cken, sondern auch viele gesunde Inhaltsstoffe enthalten.

Mit den frühen Erdbeersorten fängt der Reigen an. Die Verwendung von Frost­schutz­vlies, schwar­zer Mulchfolie oder einer Stroh­ab­deckung sorgt für eine frühere Ernte sowie saubere und gesunde Früchte. Ab Juni folgt dann die erste Strauch­beerenernte mit Stachelbeeren, Weißen, Roten und Schwarzen Johannisbeeren sowie Jostabeeren – einer Kreuzung von Schwarzer Johannisbeere mit Stachelbeere, deshalb der Name „Jo-Sta“. Anschließend folgt die Ernte der Heidel-, Him- und Brombeeren.


Die Erdbeere – Königin des Beerenobstes

Die Erdbeere ist fast in jedem Garten vertreten, sie gilt als die Köni­gin des Beerenobstes, auch wenn sie botanisch gesehen eigentlich keine Beere, sondern eine Sammelnussfrucht ist.

Dank ihres vorzüglichen Geschmacks und des variantenreichen Aromas gehört sie zu den be­lieb­tes­ten und am häufigsten ange­bau­ten Beerenfrüchten. Jeder Deutsche isst im Schnitt 3 kg im Jahr.

Erdbeeren haben einen hohen Gesundheitswert, sind kalorienarm und verfügen über einen hohen Gehalt an Ballaststoffen (vor allem Pektine und Zellulose), Vitaminen, Fruchtsäuren, Fruchtzuckern und Mineralien. Die Erdbeerfrucht eignet sich besonders für den Frischverzehr, aber auch für die Zubereitung von Konfitüren, Gelees, Marmeladen, Torten, Vor- oder Nachspeisen.


ErdbeerenFoto: Vetter Werden Erdbeeren (hier die Sorte ‘Senga Sengana’) mit Stroh gemulcht, lassen sie sich sauber ernten. Für ausreichend Feuchtigkeit sorgt ein Sprühschlauch, der nach unten sprüht.


Wollen Sie Erdbeeren selbst vermehren, empfiehlt es sich, ertrag­reiche Pflanzen zu kennzeichnen, um von ihnen Ausläufer zu nehmen. Je früher diese wieder gepflanzt werden, desto größer ist der Ertrag im nächsten Jahr – der beste Zeitpunkt für die Pflanzung ist im August. In regelmäßigen Abständen, etwa alle drei bis fünf Jahre, sollten Sie außerdem das Beet wechseln. So vermeiden Sie eine Bodenermüdung und eine Ausbreitung der Rhizom- und Wurzelfäule.

Um der Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Fruchtstände mit Stroh, Holzwolle oder auch Folie trocken und sauber zu halten.


Strauchbeeren: gesund und vielfältig verwendbar

Strauchbeeren wie Johannisbeeren brauchen einen Standort in sonniger bis halbschattiger Lage sowie einen gut mit Nährstoffen versorgten, humosen Boden. Him-, Brom- und Hei­delbeeren mögen hingegen einen leicht sauren Boden, den Sie mit Rindenkompost, Nadelstreu, Kaffeepulver oder im Handel erhältlicher Spezialerde schaffen können.

Die Sträucher lassen sich als Busch, Fuß-, Halb- oder Hochstamm, Spindel oder Hecke und als Fächerspalier pflanzen. Die besten Pflanzzeiten sind der Spätherbst und das zeitige Frühjahr, bei Containerware ist aber auch eine ganzjährige Pflan­zung möglich.

Johannis- und Stachelbeeren sind selbst­fruchtbar, eine Fremd­be­fruchtung wirkt sich aber er­trag­stei­gernd aus. Daher sollten Sie mindestens zwei Sorten derselben Art pflanzen. Besonders durch niedrige Temperaturen oder Frostgrade während der Blüte kann es bei empfindlichen Jo­han­nis­beer­sor­ten u.a. durch ungenügende Befruchtung zum „Verrieseln“ kommen, d.h. die Beeren fallen vom Strauch ab.

Als weitere Ursache für das Verrieseln kommt auch ein mangelhaft ausgeführter Schnitt infrage, denn junges, gut ernährtes Frucht­holz neigt deutlich weniger zur Verrieselung. Deshalb sollten Sie Johannisbeeren auch jedes Jahr um etwa die Hälfte zurück­schnei­den.

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