Kleingärtner sind Klimabewahrer

Begonnen von flori1a, 03. April 2009, 19:37:00

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flori1a

Grüne Schriftenreihe Heft 199, 2008

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und vom Umweltbundesamt – für Mensch und Umwelt.

Seite 90: ,,Pflanzabfälle sind kein Abfall, sondern gehören in die Kompostierung, (Natürlicher Lebenskreislauf)"


Wie lange kann noch der Kommentator des BKleingG in § 1, 15b behaupten?:
,,Nicht kompostierbares Material dagegen ist zu sammeln und abzutransportieren ggf. auch zu verbrennen."

Wird jetzt ,,Natürlicher Lebenskreislauf" von belächelter Option zur Realität für alle?

flori

Viola

Hallo flori,

naja, in meinem schlauen Buch "Altes Gärtnerwissen" steht, Zweige von Lebensbaum (Thuja), Scheinzypressen und Wermut enthalten alle Stoffe, die die Kompostrotte stören und verzögern.

Auch Giersch und Quecke würde ich nicht auf den Kompost werfen.

Gruß Viola

flori

Hallo Viola,

Das unterschiedliche Verhalten der Pflanzen bei der Zersetzung (Laub, Rinden usw.) wird bei der Unkrautunterdrückung, wie im "Altes Gärtnerwissen" angedeutet, genutzt.

Schwieriger Kompostierbares, wie Wurzelunkräuter oder samentragende Unkräuter bei denen die samenzerstörende Wirkung bestenfalls zu 80 % eintritt, nehmen die Freude am Kompostieren.

Ein gesondertes Kompostsilo, welches auch z.B. auch Fäkalien aufnehmen kann, entschärft dieses Problem.
Die fertige Erde darf aber nicht in den normalen Gartenkreislauf, wie Beete, Rabatten usw. ausgebracht werden.

Reiner Rasenschnitt ergibt keinen Kompost.

Kompost = Zusammengesetztes.

Optimierend wirkt ein richtiges Verhältnis zwischen holzigen und krautigen Pflanzenteilen.

Kompost ist zu zerkleinern, mischen, feucht zu halten und immer zuzudecken (dunkel halten).
Die erwünschte Wärmeentwicklung sollte aber 72° C nicht überschreiten.

Starke Äste usw. aufgeschichtet zu einen Totholzhaufen, ergeben Lebensräume für viele Kleintiere.

Kompostieren ist arbeitsaufwändig.


Fazit: (meist)

Die Kompostierung habe Vorrang, wird aber als unzumutbar und übliche Pflanzenreste wie nasses Laub, Staudenreste, Rosenschnitt usw. werden als nichtkompostierbar erklärt und werden täglich über die Luft entsorgt.

Die Entsorgung über die Luft sei die normalste Sache der Welt und wird von den Behörden wohlwollend unterstützt.

Schäden durch Feinstaub und giftige chemische Verbindungen an Kleingärtnern, Bürgern angrenzender Wohngebiete (z.B. Kleinkinder, Menschen mit gesundheitlichen Schäden) usw. seien nicht feststellbar.

Ich fühle mich durch die Darstellung des BDG ,,Kleingärtner sind Klimabewahrer" verhöhnt.

flori

falbe

Entschuldigt mal, wer brennt heute noch ?
Klimaschonend ist das bestimmt nicht. Auf die Rabatte legen des Zeugs !

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