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Thema: Verlust auf Mitglieder umlegen  (Gelesen 2022 mal)

An_ke

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Verlust auf Mitglieder umlegen
« am: 04. Januar 2019, 18:50:51 »
Hallo zusammen, es war wieder soweit - es kam die Abrechnung für den Garten. Doch diesmal bleiben die Münder offen stehen, als man die Position "Verlustausgleich" Strom sah. Dies ist in diesem Jahr eine immense Summe, die auf uns Mitglieder verteilt wurde.
Wie kann man dagegen angehen bzw ist es denn möglich, rauszufinden, woher dieser große Verlust stammt? Einige Pächter haben schon andere Pächter im Verdacht, dass diese den Strom illegal abgezapft haben. Aber wie kann man die Position anfechten? Vielen Dank für die Hilfe!

Spatenpauli

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Re: Verlust auf Mitglieder umlegen
« Antwort #1 am: 06. Januar 2019, 16:31:08 »
Nach meiner Überlegung sollte es erst einmal geklärt sein, wer für die Ablesung und Abrechnung der Stromzähler verantwortlich ist.
Wer hat die Verantwortung für die Stromanlage
Wer macht die Abrechnung
Wer liest die Zähler ab
Sind die Zähler vorschriftsmäßig geeicht

Wenn es einen Hauptzähler mit vielen Zwischenzählern gibt, wird die Differenz als Schwund auf die
( Zwischenzäher ) umgerechnet und jeder trägt dann gleichermaßen die Schwundpauschale. Die bessere Lösung ist es natürlich den Schwund prozentual zum Verbrauch der einzelnen Zähler zu errechnen. Das heiß, dass diejenigen mit einem hohen Verbrauch auch einen höheren Anteil am Schwund tragen.
Über das Anfechten sollten wir hier erst diskutieren, wenn wir mehr Einzelheiten wissen.

PIT

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Re: Verlust auf Mitglieder umlegen
« Antwort #2 am: 07. Januar 2019, 13:55:24 »
Hallo AN-KE !
Frage, gab es schon immer, daß der Stromverlust auf alle umgelegt wurde oder jetzt erst das 1. Mal ?
Oder war der Verlust früher gering und nun auf einmal super hoch ?
 Es muß doch im Verein mal eine diesbezügliche Regelung ( Beschluß) gegeben haben ?
Wir haben erstmalig auch Ähnliches zu bezahlen, ca. 6 € / Parzelle.

An_ke

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Re: Verlust auf Mitglieder umlegen
« Antwort #3 am: 08. Januar 2019, 18:58:50 »
Hallo zusammen, ja, es gab all die Jahre immer einen kleinen Verlust durch alle Parteien zu tragen. Bei kleineren Euroberträgen sagt auch niemand etwas. Aber nun sind es an die hundert Euro für jeden.

Man versucht das ganze Jahr Strom zu sparen. Sei es mit solarbetriebenen Leuchten, energiesparenden Elektrogeräten o. ä. und nun muss man mehr an Verlust zahlen, als man selber verbraucht. Dies fühlt sich einfach ungerecht an. Deshalb hier die Frage, wie man es abwenden könnte...

PIT

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Re: Verlust auf Mitglieder umlegen
« Antwort #4 am: 09. Januar 2019, 10:58:00 »
Hallo An-Ke,
Nun wissen wir mehr.
Bei Wasser und Strom gilt im KGV, das " kostenneutral" abgerechnet werden muß.
Der Verein darf kein PLUS oder MINUS machen!
Bei Euch muss doch ersichtlich sein, woher der hohe Verlust entsteht oder wer ihn nicht bezahlt oder " schwarz" abnimmt ?
Wenn es früher immer kleine Beträge waren                     ( Zählereigenverbrauch ) und nun erhebliche Summen ( kann ich mir nicht erklären ), dann muß der Vorstand den Mitgliedern das exakt erklären, sonst würde ich nicht bezahlen!
Also mehrere zusammen den Antrag an V. stellen, eine Erklärung und / oder ein neuer Beschluss muß her.
MfG
Pit

Spatenpauli

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Re: Verlust auf Mitglieder umlegen
« Antwort #5 am: 09. Januar 2019, 15:06:56 »
Moin An_ke,

sind alle Stromzähler geeicht und verplombt wie es vorgeschrieben ist ?
Welche Erklärung hat eurer Vorstand zu dem hohen Verlust

BrommBär

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Re: Verlust auf Mitglieder umlegen
« Antwort #6 am: 16. März 2019, 10:34:51 »
Hallo An_ke,

ich bin auch gerade am Thema Strom und habe diesen Artikel gefunden. Sicher findest du hier auch eine Antwort, die dir weiterhilft.

Grüße über den Zaun

Strom und Wasser in der Kleingartenanlage

uwe.kessler

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Re: Verlust auf Mitglieder umlegen
« Antwort #7 am: 29. März 2019, 16:23:29 »
Dem Umlegen eines "so hohen" Verlustes auf alle Mitglieder steht grundsätzlich nichts im Weg , der Verein selbst übernimmt es nicht.
Jedoch würde ich mir hier im Voraus einen Fachmann hinzuziehen und ALLE Zwischenzähler und und die Übergabepunkte ( Verteilerkästen etc.) Prüfen um den Täter ( Stromdieb ) hier zu ermitteln.
Ferner kann man auch Unterzähler verplomben , genau so wie auch Wasseruhren.
Was wäre denn die Alternative: jedes Jahr das selbe ?

Guß
Uwe Keßler
2. Vorsitzender ( und Elektromeister)

OpaHellmut

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Re: Verlust auf Mitglieder umlegen
« Antwort #8 am: 03. Juni 2019, 04:51:07 »
In jeder Anlage mit Unterzählern gibt es "Verlust". Das ist ganz leicht zu erklären. Jeder Unterzähler verbraucht eine Leistung. Diese misst der Unterzähler aber nicht selbst, sondern nur der vorhergehende Zähler, also in der Regel der Hauptzähler. Weiterhin sind auch die Zuleitungskabel Verbraucher. Diese verbrauchte Leistung wird ebenfalls nicht von den Zwischenzählern erfasst, sondern nur vom Hauptzähler. Der Verbrauch des Leitungsnetzes ist abhängig von der Länge der Zuleitung, also von der gesamten Netzgröße in der Anlage. Weiterhin ist er auch abhängig vom Verbrauch im Netz. Je höher der Verbrauch in den Gärten, desto höher auch der Verbrauch im Netz. Das alles lässt sich mathematisch vereinfacht erklären.
Leistung P = Spannung V x Stromstärke I
Man sieht: steigt der Faktor Strom, steigt der Verbrauch und das Netz ist auch als Verbraucher zu sehen. Was viele Nichtelektriker vielleicht schon einmal beobachtet haben: Wenn man ein Verlängerungskabel ordentlich belastet, kann man eine Erwärmung spüren, das Kabel erzeugt also eine Wärmeleistung.
Je weiter der Verbraucher entfernt ist, desto höher ist also der Leitungsverlust. Und er ist AUCH verbrauchsabhängig. Den Verlust verbrauchsabhängig aufzuteilen ist also nicht gerecht, weil auch die Entfernung vom Hauptzähler eine Rolle spielt. Gerecht aufgeteilt wäre es nur, wenn die Unterzähler alle die gleiche Entfernung zum Hauptzähler hätten und man dann verbrauchsabhängig den Verlust verteilt. Allerdings müsste nun jede Parzelle eine eigene Zuleitung von dieser Verteilung haben, praktisch kaum vorhanden.
Die Netzverteilung mit Unterzählern in Zwischenverteilungen oder in den Parzellen ist die Praxis. Eine gleichmäßige Verlustverteilung ist absolut gerechtfertigt, weil alles andere nur mit erheblichen Mehrkosten durch Umgestaltung des gesamten Netzes erreichbar ist. Die Differenzen zwischen den Abnehmern sind wenige Cent. Aus mir bekannten Abrechnung belaufen sich die Verluste je nach Anlagengröße zwischen 6 und 12 Euro pro Parzelle. Und wenn es im Laufe der Jahre  immer in etwa der gleiche Wert ist, sollte man nicht weiter darüber nachdenken. Bei uns z.B. kommt noch der allgemeine Verbrauch durch ein kleine Werkstatt und Arbeitseinsätze mit Heckenschnitt und Rasenmähen auf Gemeinschaftsflächen dazu. Ein Fachmann ist zu Rate ziehen, wenn plötzlich ein Mehrverlust vorliegt. Das kann verschiedene Ursachen haben. Diebstahl sollte in einer verplombten und gepflegten Anlage unmöglich sein.
Bei Wasser ist es anders. Dort gibt es auf der Strecke im Normalfall keinen Verbrauch, außer bei Leckage. Zu beachten ist allerdings, dass im Allgemeinen der Hauptzähler durchaus ein Differenz aufweist zu den eingesetzten Unterzählern. Ist viel schwieriger zu erklären. Das hängt ab von der Baugröße und dem momentanen Durchfluss. In einem unteren Bereich ist der Messfehler bei 5% und bei Nenndurchfluss 2%. Das gilt für alle Baugrößen. Der Hauptzähler ist aber eine ganz andere Baugröße, d.h. sein unterer Messbereich mit 5% Abweichung ist wesentlich größer als bei den Abnehmerzählern. Auch hier wieder: Bei plötzlich erhöhten Differenzen den Fachmann fragen. Wir haben in die drei vorhandenen Versorgungsstränge zur Kontrolle nochmals  je einen Zähler eingebaut. So kann man schon mal beurteilen, welcher Strang ein plötzliches Problem aufweist.
Zu "geeichte Zähler" will ich mich hier nicht äußern. Das kann jeder mal bei Wikipedia unter "Wasserzähler" bzw. "Stromzähler" nachlesen und sich dann die Frage nach Sinn und Unsinn stellen.

 

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