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Die passende Hecke finden: Was vor dem Pflanzen wichtig ist
RebeccasPictures from pixabay.com
Eine Hecke ist für den Garten eine sehr langfristige Entscheidung. Sie rahmt die Wege, schützt die Sitzplätze, gliedert die Beete und kann Tieren Nahrung und Unterschlupf bieten. Allerdings gilt es, bereits vor den Pflanzen zu bedenken, dass die Hecke über Jahre hinweg Platz, Wasser und Schnitt braucht. Wer vorher genau hinsieht, spart sich späteren Ärger und Korrekturen. Entscheidend ist schließlich nicht die junge Pflanze im Topf, sondern die Hecke, die daraus einmal entstehen soll.
Standort vor Sorte prüfen
Vor dem Kauf einer Hecke gilt es, zuerst ihren späteren Platz im Garten zu analysieren und vor allem die folgenden Fragen zu klären:
- Wie sonnig ist die Fläche?
- Wie trocken bleibt der Boden im Sommer?
- Wie viel Wind erreicht die Pflanzstelle?
Bei der Auswahl kann gegebenenfalls der Heckenfinder von Heckenmeister helfen, der verschiedene Gehölze sinnvoll nach Wuchs, Standort und gewünschter Wirkung einordnet.
Platzbedarf nicht unterschätzen
Während junge Heckenpflanzen noch schmal und handlich wirken, kann daraus innerhalb einiger Jahre eine breite Wand entstehen, die Wege einengt oder Beete beschattet. Vor dem Pflanzen sollte deshalb unbedingt die spätere Breite mitbedacht werden. Für die Pflege ist ebenfalls Platz erforderlich. Steht eine Hecke direkt am Zaun oder an einer Laube, Ist es von der betreffenden Seite aus schwer, sie zu schneiden. Daher sind insbesondere in kleinen Gärten oftmals schmalere und gut schnittverträgliche Gehölze gegenüber stark ausladenden Arten die bessere Wahl.
Die Aufgabe der Hecke klären
Nicht jede Hecke muss ganzjährig blickdicht sein. Manchmal reicht es bereits, wenn im Sommer Sichtschutz am Sitzplatz vorhanden ist. Andere hätten dienen eher als Windschutz oder sind aus optischen Gründen und als Lebensraum für Vögel gefragt. Vor dem Pflanzen gilt es daher zu klären, ob die Hecke immergrün oder laubabwerfend sein soll, ob sie als dichter Sichtschutz oder eher als lockere Abgrenzung dienen soll und ob es Kinder, Haustiere oder enge Wege in der Nähe gibt.
Pflege beginnt mit der richtigen Wahl
Wie pflegeleicht eine Hecke am Ende wirklich ist, hängt stark vom Standort ab. So benötigen zum Beispiel Gehölze, die Trockenheit schlecht vertragen, deutlich mehr Aufmerksamkeit, wenn sie an heißen Standorten platziert werden. Andere Arten benötigen viel Sonne, um dicht zu bleiben und nicht von innen zu verkahlen. Schnell wachsende Hecken sind gut geeignet, um Lücken rasch zu schließen, allerdings verlangen sie einen regelmäßigen Schnitt und sind damit pflegeaufwändiger.
Tiere und Gartenalltag mitdenken
Eine Hecke kann als wertvoller Rückzugsort für Vögel, Insekten und Kleinsäuger wie Igel dienen. Besonders gut sind dafür blühende und fruchtende Gehölze geeignet. In einem Garten, der von Kindern mitgenutzt wird, sollte aber genau auf mögliche giftige Beeren geachtet werden. Auch Dornen und stark wachsende Triebe können gegebenenfalls ein Problem sein. Gerade an engen Durchgängen sind weiche und gut formbare Hecken meist die angenehmere Wahl.
Pflanzzeit und Anwachsen beachten
Der Herbst ist für viele Hecken eine günstige Pflanzzeit, denn dann ist der Boden noch warm, und die Pflanzen können vor dem Winter Wurzeln bilden. Wenn im Anschluss genug gewässert wird, ist das Frühjahr ebenfalls geeignet. Sogenannte Containerpflanzen, die in einem Topf oder einem Kunststoffbehälter verkauft werden, lassen sich flexibler setzen. Sie benötigen allerdings zuverlässige Bewässerung, wenn sie im späten Frühjahr oder Sommer gepflanzt werden. Nach den Pflanzen ist es die erste Saison, die maßgeblich über die weitere Entwicklung der Hecke entscheidet.
Eric Wittig









